
Preisvergabe am 6. Juni - Pankower Schule in Endausscheidung für Deutschen Schulpreis
Das Oberstufenzentrum Pankow hat bestanden: Eine Jury aus Bildungsexperten befand, dass die Berliner Elinor-Ostrom-Schule in Sachen Unterrichtsqualität, Schulleben und Umgang mit Vielfalt beispielhaft arbeitet. Die Schule ist darum nun eine von insgesamt 15 Einrichtungen bundesweit, die Chancen auf den Deutschen Schulpreis 2014 haben.
Die Elinor-Ostrom-Schule in Berlin-Pankow steht als eine von insgesamt 15 Schulen im Endausscheid um den Deutschen Schulpreis 2014. Das Oberstufenzentrum ist die einzige Berliner Bildungsstätte, die es in diese Schlussrunde geschafft hat, wie die Robert-Bosch-Stiftung am Montag mitteilte. Bewertet wurden dabei unter anderem der Umgang mit Vielfalt, die Unterrichtsqualität sowie das Schulleben.
Die anderen qualifizierten Schulen kommen aus Baden-Württemberg (1), Bayern (2), Hamburg (1), Hessen (1), Niedersachsen (2), Nordrhein-Westfalen (1), Rheinland-Pfalz (2), Saarland (1), Sachsen-Anhalt (1) und Schleswig-Holstein (2).
Eine Jury hatte unter den Bewerberschulen zunächst 20 ausgewählt, die dann von Experten besucht und begutachtet wurden. Die Preisträger werden am 6. Juni in Berlin in Anwesenheit von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bekanntgegeben und ausgezeichnet. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro, fünf weitere Preise sind mit je 25.000 Euro dotiert.
Bundesweit einmalig: Unternehmenssoftware im Unterricht
Die Elinor-Ostrom-Schule bietet Berufsvorbereitung und -ausbildung an. Außerdem Schulabschlüsse bis zum Abitur. Die insgesamt 1.100 Schüler der Einrichtung werden von knapp 100 Lehrern unterrichtet. "Ich weiß natürlich nicht, was letztlich ausschlaggebend war für die Nominierung", sagte Schulleiter Stefan Marien rbb-online. Allerdings gebe es einige Besonderheiten an seiner Schule. So werde dort insbesondere auf die Teamarbeit großer Wert gelegt. "Uns ist wichtig, dass kein Lehrer Einzelkämpfer ist." So werde in Lehrer-Teams abgesprochen, was dann in den Klassen umgesetzt wird. Außerdem würden in einem "Wertschätzungsprojekt" schwächere Schüler intensiv unterstützt.
Bundesweit einmalig sei, dass im Unterricht Unternehmenssoftware zum Einsatz komme. "Damit haben unsere Schüler sehr gute Jobchancen", so Marien. Durch Befragungen im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems wisse die Schule, dass ein Großteil ihrer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt gut unterkämen.

Ideen für Preisgeld
Allein durch die Nominierung für die finale Runde bekommt die Schule nun ein Preisgeld von 2.000 Euro. Bei einer weiteren Auszeichnung bei der Preisverleihung zum Abschluss dieser Finalrunde kann die Preissumme noch wachsen: "Wir werden mit den Schülern zusammen entscheiden, wofür es verwendet wird", sagt Marien. Allerdings gebe es dafür bereits Ideen: "Wir könnten den Schulhof schöner gestalten. Oder Unterrichtsräume besser ausstatten für die individuelle Förderung von Schülern."
Höchstdotierter Wettbewerb
Der Deutsche Schulpreis ist die am höchsten dotierte Auszeichnung für Schulen in Deutschland. Die Robert Bosch Stiftung vergibt ihn seit 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Im Jahr 2012 ging der Preis an die Evangelische Schule Neuruppin.
Die ausgezeichneten Schulen gehören nach dem Preisgewinn für fünf Jahre der Akademie des Deutschen Schulpreises an. In Workshops, Seminaren und Hospitationsprogrammen geben sie ihre Erfahrungen und Ideen an andere Schulen weiter.



