
Jahresbilanz der Berliner Bezirke - Spandau ist der Musterknabe
Die Berliner Bezirke sind finanziell gut aufgestellt. 2013 blieben von den eingeplanten Geldern insgesamt 1,6 Millionen Euro übrig – zum vierten Mal in Folge eine positive Jahresbilanz. Vor allem Spandau brachte seinen Haushalt auf Vordermann. Nur drei Bezirke sind noch verschuldet.
Die Berliner Bezirke haben das Haushaltsjahr 2013 mit einem Überschuss in Höhe von 1,6 Millionen Euro abgeschlossen. Damit legten sie zum vierten Mal in Folge einen positive Jahresbilanz vor.
Neun Bezirke verfügen nun über Guthaben, das in den kommenden Jahren eingesetzt werden kann. Gemeinsam handelt es sich um ein Plus von 98 Millionen Euro. Besonders viel Geld auf der hohen Kante haben dabei Tempelhof-Schöneberg und Reinickendorf (mit jeweils rund 20 Millionen Euro).
Weiterhin verschuldet sind die Bezirke Mitte, Pankow und Marzahn-Hellersdorf, zusammen
mit rund 35,2 Millionen Euro.
Hälfte der Bezirke steht besser da als 2012
Erstmals gehört Spandau zu den schuldenfreien Bezirken. Im Vergleich zu 2012 standen 2013 sechs Bezirke besser da - mit Spandau an der Spitze.
Ebenfalls sechs Bezirke schlossen im Vergleich zu 2012 schlechter ab, allen voran Steglitz-Zehlendorf gefolgt von Tempelhof-Schöneberg. Hier sei "aufgrund der teilweise hohen Jahresanfangsguthabens davon auszugehen, dass hier eine gezielte Guthabenverwendung stattgefunden hat", hieß es von der Senatsverwaltung. Mit anderen Worten: Am Jahresanfang habe ausreichend Geld zur Verfügung gestanden, damit seien jedoch alte Finanzlücken gestopft worden. Der Senatsverwaltung zufolge reichte jedoch das eingeplante Geld - alle Bezirke hätten ihre Sachkosten bezahlen und sogar neues Personal einstellen können.
Seit 2011 verbuchen die Bezirke im Jahresergebnis einen Überschuss: 2010 waren es 5,6 Millionen Euro, danach 19,3 Millionen Euro und im vergangenen Jahr sogar 57,4 Millionen Euro.



