Einer von viele Stolpersteinen, mit denen an Opfer der Nazis erinnert wird. (Bild dpa)

Staatsschutz ermittelt - Unbekannte Diebe stehlen Stolpersteine

Sie lagen nur wenige Stunden: Die Beeskower Stolpersteine sollten an das Ehepaar Rosa und Ludwig Warschauer erinnern. Sie waren 1943 nach Theresienstadt deportiert und ermordet worden. Am Freitagmorgen waren am Ort der Erinnerung nur noch Löcher. Unbekannte hatten die Steine ausgegraben.

Wenige Stunden nach ihrer Verlegung sind in Beeskow (Oder-Spree) die so genannten Stolpersteine gestohlen worden, die an Opfer des Nazi-Regimes erinnern. Nach Angaben der Polizei haben unbekannte Diebe die in den Boden eingelassenen Messingplatten in der Nacht zum Freitag ausgegraben.

Die Steine erinnern an das Ehepaar Rosa und Ludwig Warschauer. Sie waren 1943 nach Theresienstadt deportiert und 1944 im KZ Auschwitz ermordet worden.

Der Künstler Gunter Demnig entwirft die Solpersteine mit eingravierten Namen und Lebensdaten der Opfer. Sie liegen in mehr als 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Immer wieder beschmieren oder stehlen Unbekannte die Gedenkplatten.

Die Ermittler erklärten, dass ein rechtsextremer Hintergrund für den Diebstahl nicht ausgeschlossen werden könne. Darum ermittle nun der Staatsschutz.

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