Gasometer Schöneberg bei Dämmerung (Quelle: imago)

Die Hauptstadt als Zukunftsmodell - Berlin soll Smart City werden

Berlin soll wieder einmal der Trendsetter sein: Wenn es nach Stadtentwicklungssenator Müller geht, wird die Hauptstadt künftig bei Arbeitsplätzen, Klimaschutz und Investitionen "intelligente Antworten für die Stadt von morgen" entwickeln. Müller nennt das "Smart City" - und meint damit nicht das kleine, zweisitzige Auto.

Berlin soll nach dem Willen des Senats die Smart City Europas werden. Die deutsche Hauptstadt biete die Potenziale und sei in der Lage, Antworten auf Zukunftsfragen wie den Klimawandel zu geben, sagte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) am Dienstag.

Tegel als Herz

Smart City stehe für Investitionen in Technologien und in Arbeitsplätze, sagte Müller. Andere Städte wie London, Barcelona oder Amsterdam würden zwar ebenso ambitioniert an diese Aufgabe herangehen, Berlin habe jedoch mit großen, ungenutzten Flächen mitten in der Stadt einen entscheidenden Vorteil. So biete der Flughafen Tegel nach Einstellung des Flugbetriebs Platz für innovative Unternehmen - quasi als Herz der Smart City.

Masterplan angekündigt

Intelligente Antworten für die Stadt von morgen entwickeln, das zeichne die smarte Stadt aus, sagte Müller.

Beim Klimaschutz beweise das Quartier rund um den Schöneberger Gasometer, wie die CO2-Standards von 2050 schon heute eingehalten werden können. Bis Ende des Jahres will der Senat einen Masterplan Smart City vorlegen, in dem konkrete Maßnahmen und Projekte benannt werden.

Kohlendioxid-Ausstoß von 21 auf vier Millionen senken

Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Müller hatte erst Mitte März zum Auftakt der Berliner Klimaschutzkonferenz eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass der Berliner Senat bei der Energiewende aufs Tempo drücken will: Bis zum Jahr 2050 soll die Hauptstadt klimaneutral werden.

Berlin könne demnach seinen Kohlendioxid-Ausstoß von derzeit 21 Millionen Tonnen pro Jahr auf etwa vier Millionen Tonnen im Jahr 2050 senken. "Man muss dafür nicht von 0 auf 100 mehrere Milliarden neu investieren, sondern intelligenter investieren", sagte Müller.

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