Zwei Frauen küssen sich vor dem Brandenburger Tor (Quelle: dpa)
Video: Abendschau | 24.07.2015 | Florian Eckardt, Boris Hermel

Mehrheit im Bundesrat steht trotzdem - Wegner: Moderne Großstadtpolitik mehr als "Ehe für alle"

Die CDU in Berlin hat sich im Mitgliederentscheid gegen die "Ehe für alle" ausgesprochen, obwohl das Spitzenpersonal anders votierte. Der CDU-Generalsekretär Kai Wegner glaubt, dass sich die Stimmung in einigen Jahren drehen wird. Brandenburg macht sich über die Mehrheit im Bundesrat jedenfalls keine Sorgen, auch wenn sich Berlin enthält.

Das Nein der Berliner CDU-Basis zur völligen Gleichstellung homosexueller Paare hält der Generalsekretär der Partei nicht für ewig gültig. Obwohl sich Kai Wegner ein anderes Ergebnis gewünscht hat, hält er allein die Debatte um die "Ehe für alle" für ein Zeichen gegen die Diskriminierung von homosexuellen Paaren. Er sagte am Samstag im rbb Inforadio, dass es in der Berliner CDU im Alter bis zu 59 Jahren eine klare Zustimmung gab, sei eine gute Entwicklung. "Das hätten wir vor zehn, zwanzig Jahren noch nicht gehabt", fügte er hinzu.  Deswegen sehe er ein paar gute Punkte.  

Vorwürfe von Michael Müller zurückgewiesen

Angesprochen auf die Kritik vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), der der CDU-Führung vorwarf, bei der Basis nicht genug für ein Ja getrommelt zu haben, sagte er: "Das ist Quatsch, was er da sagt". Sowohl Wegner als auch viele stellvertretende Landesvorsitzende hätten sich klar positioniert. Es gebe in der CDU unterschiedliche Auffassungen zu dieser Thematik. Das sei in der SPD und allen anderen Parteien genauso, ist er sich sicher. Auch Parteichef Frank Henkel habe sich klar positioniert und mit Ja gestimmt. Den indirekte Vorwurf von Müller an Henkel, dass er führungsschwach sei, hält Wegner für stillos sowohl als Regierender Bürgermeister als auch als Koalitionspartner. "Das steht für Michael Müller", sagte er wörtlich.

Wegner hält es für zu kurz gefasst, die "Ehe für alle" zum einzigen Großstadtpolitik-Thema zu machen, auch wenn es ein wichtiges Symbol sei. Für ihn gehörten aber auch eine moderne Infrastruktur, Integration und der Umgang mit Flüchtlingen zu wichtigen Themen, mit der sich Politiker aus Metropolen befassen müssten. 

CDU verpasst Chance auf Zukunftsgestaltung

Die brandenburgische Landesregierung erwartet trotz des Neins der Hauptstadt-CDU eine Mehrheit im Bundesrat für die Homo-Ehe. Der Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, Thomas Kralinski (SPD), sagte am Samstag, obwohl sich das Land Berlin nun bei der Abstimmung am 25. September vermutlich wegen des Koalitionsvertrages wiederum enthalten müsse, sei die Mehrheit in der Länderkammer nicht gefährdet.

Kralinski zeigte sich enttäuscht davon, dass die Berliner CDU die "Ehe für alle" ablehnt. Sie habe damit die Chance verpasst, "Motor der Entwicklung zu sein". Die CDU habe sich vom liberalen großstädtischen Publikum verabschiedet. Dies sei für die Partei umso schädlicher, als die Mitgliederbefragung der Hauptstadt-CDU ein Test für die gesamte Partei, auch auf Bundesebene, gewesen sei.

Bundesweit erste CDU-Mitgliederbefragung zu Sachthema

Die Berliner CDU hatte sich bei einer Mitgliederbefragung mehrheitlich gegen eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen. Alle 12.500 Berliner CDU-Mitglieder waren aufgerufen, sich an der Befragung zu beteiligen. 45 Prozent der Befragten votierten klar gegen die "Ehe für alle". 35 Prozent stimmten für die Öffnung der Ehe.

38 Prozent der rund 12.500 Berliner Christdemokraten nahmen an der bundesweit ersten CDU-Mitgliederbefragung zu einem Sachthema teil. 4.800 Antworten seien eingegangen, 4.501 gültig, sagte Wegner.

"Zur Mitmachpartei entwickelt"

Parteichef Frank Henkel sagte nach der Bekanntgabe der Auszählungsergebnisse, dass er das Mitgliedervotum für ein Zukunftsmodell halte. Es gehe dann aber auch darum, "das Ergebnis auszuhalten." Er erwarte Respekt für die Entscheidung. Er selbst habe als Katholik lange mit einer Antwort gerungen und habe "eher für" eine Öffnung der Ehe gestimmt.

Jüngere für Gleichstellung - aber keine eifrige Teilnahme

Die Frage an die Mitglieder lautete: "Sind Sie dafür, dass auch gleichgeschlechtliche Paare die Ehe eingehen dürfen?" Der Fragebogen gab dazu sieben Antwortmöglichkeiten vor, die Ergebnisse stehen in Klammern:

  1. "Ich stimme voll und ganz zu" (35 Prozent),
  2. "Ich stimme eher zu" (7 Prozent),
  3. "Ich stimme teils/teils zu" (2 Prozent),
  4. "Ich stimme eher nicht zu" (7 Prozent),
  5. "Ich stimme gar nicht zu" (45 Prozent),
  6. "Ich enthalte mich" (1 Prozent)
  7. "Ich finde das Thema nicht wichtig" (3 Prozent). 

Das "entschiedene Nein" gaben zu 56 Prozent die über 60-jährigen Christdemokraten ab. Sie beteiligten sich auch überproportional stark an der Umfrage. Die 16- bis 29-Jährigen votierten dagegen zu 61 Prozent für die Gleichstellung. Doch sie nahmen nicht so eifrig teil wie die Älteren. Die geplante Online-Befragung musste die CDU in letzter Minute wegen Pannen absagen.

Reaktionen

  • Michael Müller (SPD) - Regierender Bürgermeister

  • Frank Henkel - Vorsitzender des CDU-Landesverbands

  • Daniel Wesener - Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen

  • Jan Stöß - Vorsitzender der Berliner SPD

  • Martina Köppen - Leiterin des Katholischen Büros Berlin-Brandenburg

  • Volker Beck - innenpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag

  • Klaus Lederer - Landesvorsitzender der Linken

  • Christopher Lauer - Mitglied im Abgeordnetenhaus

  • Alexandra Thein - FDP-Landesvorsitzende Berlin

  • Bodo Mende - Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg

  • Özcan Mutlu (Grüne) - Mitglied des Bundestags, Wahlkreis Berlin-Mitte

  • Thorsten Schatz - CDU-Fraktion Spandau

  • Kevin Hönicke - SPD-Bezirksverordneter Lichtenberg

  • Piratenfraktion Berlin

  • Renate Künast - Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen

Streit im Senat

Seit dem Ja der Iren zur völligen Gleichstellung homo- und heterosexueller Partnerschaften ist in Deutschland die Debatte darum neu entbrannt. Die Mehrheit der CDU-Bundestagsfraktion lehnt die "Ehe für alle" ebenso ab, wie der Berliner Landesverband. Dieser ist allerdings in der Frage gespalten: Während der Befragung traten prominente Mitglieder an die Öffentlichkeit und bekannten sich als Befürworter oder Gegner. Der Lesben- und Schwulenverband warnte die Berliner CDU im Vorfeld vor einer gesellschaftspolitischen Isolierung beim Thema "Ehe für alle".

Anlass der von CDU-Landeschef Henkel angeregten Mitgliederbefragung war der Dissens zu dem Thema in der Berliner großen Koalition. Er führte dazu, dass sich der Regierende Bürgermeister bei einer Bundesratsinitiative zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare der Stimme enthielt. Nach Ansicht von Henkel bedeutet der Mitgliederentscheid nict nichts für diese Koalition. "Wir haben einen gültigen Koalitionsvertrag. Wir gehen nur nicht über den Koalitionsvertrag hinaus", sagte er am Freitag. Doch die Berliner CDU bleibe gesprächsbereit, schob Henkel hinterher.

GRafik: Ergebnis Mitgliedervotum Ehe für alle (Quelle: rbb/Infogram)

Mit Informationen von Boris Hermel, Florian Eckardt und Ute Schuhmacher

Kommentar

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50 Kommentare

  1. 50.

    Ein Glück für Herrn Wegner, dass er Mitglied in der CDU ist und seine Minderheitsmeinung pro Homoehe dort sehr wohl vertreten darf; dieses Recht geniessen die Skeptiker der Homoehe in der SPD dagegen kaum. Auf jeden Fall, nochmals vielen Dank an die CDU hier in Berlin! Ich möchte nämlich nicht, irgendwann, nachdem die Frage "Ihr Familienstatus?" geantwortet ist, noch gezwungen zu sein, erklären müssen, mit wem ich denn verheiratet bin - einer Frau oder doch einem Mann - und so mit den Schwulen plötzlich gewissermassen in Berührung zu kommen. Zusammenlebensformen gibt es viele, auch instabile, nur auf Trauma oder Narzissmus basierte - die monogame Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau ist dagegen etwas ganz besonderes, das neues Leben schafft, Leben schenkt, so die Zukunft der ganzen Gesellschaft garantiert und einen privilegiierten Status sehr wohl verdient. Diesen Status in die Frage zu stellen und auf andere Konstellationen auszudehnen gibt es insofern gar keinen Grund.

  2. 49.

    Steuerrechtlich ja.
    Aber bitte nicht ständig so hinstellen, als ob die Liebe zwischen Gleichgeschlechtlichen und Mann und Frau genau das selbe ist. Die Natur will Nachwuchs!
    Unser Nachwuchs sichert unsere aller Zukunft. So ist unser System, nun mal.

  3. 48.

    Es ist eben kein Luxusproblem, sondern ein grundsätzliches Problem unserer Gesellschaft. So lange die fundamentalen Rechte unserer Verfassung, s. Art. 3 GG, nicht komplett umgesetzt sind, sind weiterhin Diskriminierung, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus Tür und Tor geöffnet. Und darauf lässt sich die (Berliner) CDU bereitwillig ein, dominiert von einer Minderheit aus einer wahrhaft nicht repräsentativen Mitgliederbefragung. Die Frage der Religiosität ist dabei doch nur vorgeschoben. Bei der Kindererziehung geht es doch vor allem auch darum, dem Kind Werte zu vermitteln. Warum soll das ein homosexuelles Paar nicht können, und warum soll man dem Paar diese Verantwortung nicht zubilligen? Dass es genug heterosexuelle Menschen gibt, die nicht zu ihrer "Zeugungs-"Verantwortung stehen, zeigt doch die Realität. Gerade bei Fällen von Kindesmisshandlung und -missbrauch ist doch die Diskussion über eine privilegierte Rolle von Heterosexuellen geradezu absurd.

  4. 47.

    Das istnicht korrekt. Es gibt nur Umfragen die anderes belegen. Außerdem habe ich als Atheist nicht die Möglichkeit mich der permanenten "religiösität"zu entziehen.Also sollten alle wahrhaft Gläubigen mal aufhören zu jammern.Religion ist Mittelalter und behindert die Entwicklung der Geselschaft....Aber nein,da muss man ja Verständnis für haben,das manche noch an Geister "glauben".....

  5. 46.

    Ein vollkommen falscher Ansatz im Hinblick auf Steuern. Ich würde es begrüßen, dass steuerliche Vorteile bei kinderlosen Ehepaaren genauso wegfallen sollten wie bei kinderlosen eingetragenen Lebenspartnerschaften. Und wo sind denn die Pflichten und der Mangel an Rechten. Und, über Dekaden wurden wir belehrt, wie wichtig auch der männliche Partner in einer gesunden Ehe sei. Ganz besonders im Hinblick auf "Rollenspiele" bei der Erziehung. Außerdem, wenn wir nicht auf Reagenzgläser zurückgreifen wollen, ist die "Ehe" im konventionellen Sinn zur Arterhaltung durch nichts zu ersetzen.Und sei es nur zur notwendigen Vermischung von Erbgut. Schwule und Lesben haben dort nichts beizutragen.
    Warum nicht hier die Ehe und dort die eingetragene Partnerschaft. Und jedem die Vor- oder Nachteile, die die Natur für ihn vorgesehen hat. Bitte versucht nicht das eine zu zerstören, ohne etwas gleichwertiges als Ersatz anzubieten. Es gäbe keine Menschheit ohne die Kombination von "Männlein" und "Weiblein"

  6. 45.

    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Gleich vorab, ich bin für eine Gleichstellung.
    Was sich aber der politische Gegner erlaubt ist schlichtweg eine Unverschämtheit. Das Ergebnis ist demokratisch zustande gekommen, da muss man nicht von Miefigkeit und Spießigkeit reden. Aber das ist ja der Trend heutzutage, frei nach dem früheren Motto der Kommunisten: Willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein.
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Borchmeyer

  7. 44.

    Danke für Ihre ausführliche Antwort. Der entnehme ich jedoch, dass Sie nicht wissen, was eine Demokratie ist. Es ist nicht (!) das Prinzip, dass das gemacht wird, was die Mehrheit will. Demokratie beinhaltet u. a. auch Minderheitenschutz, schützt also Minderheiten gegen den Willen der Mehrheit. Beispiel aus Ihrem Kosmos: In Deutschland sind z. B. Scheidungen nach dem freien Willen der jeweiligen Paare erlaubt, obwohl nach Ihrer Darlegung die Mehrheit der Deutschen Christen sind und ihre Religionsstifert Jesus für die unscheidbare Ehe und eintrat und seine Verneinung jeder Scheidung in den Sinnzusammenhang seiner Reich-Gottes-Botschaft stellte.
    Die christlichen Kirchen wetterten auch dagegen, dass die Frau gleichberechtigt sein dürfe. Gegen diese "Überzeugung" der Mehrheit, wie Sie schreiben, wurde die Frau in Deutschland aber gleichberechtigt. DAS ist Demokratie, nicht die Diktatur der Mehrheit.

  8. 43.

    @RalfCoventryFreitag, 24.07.2015 | 21:51 Uhr
    Antwort auf [GeBrau] vom 24.07.2015 um 20:47

    Das Grundgesetz Art.6 hat die Ehe unter den besonderen Schutz des Staates gestellt. StGb §175 (Anti Schwulen-Paragraf) ist erst 1994 gefallen; somit meint Art.6 den Schutz der traditionellen Ehe.

    Die Gründungsväter des Grundgesetzes standen unter dem Eindruck der Zerrüttung christlicher Werte nach dem totalitären 3. Reich und führten den Bezug zum Christentum in der Präambel des GG ein. Insoweit ist ein säkularer Staat entstanden, anders als der Laizismus in Frankreich, der die Kirchen strikt vom Staat abtrennte und enteignete.

  9. 42.

    @34 Hansi 24.07.2015 | 22:10 Uhr

    Das irische Ergebnis pro "Homo-Ehe" wurde in nicht unerheblichem Maß von dem Jahrzehnte lang währenden Streit zwischen Katholiken und Protestanten geprägt. Dass dann der nichtkonfessionelle liberale Anteil der Bevölkerung ein Zeichen gegen jene verhasste kirchliche Dominanz und somit pro "Homo-Ehe" setzen wollte, muss in die Überlegungen eines angeblich "europäischen Weckrufs" einbezogen werden.

  10. 41.

    Was ist jetzt mit der Toleranz gegenüber anderen Meinungen? Nur weil es dem Mainstream, dem Zeitgeist nicht entspricht, heißt das noch lange nicht, dass diese Meinung nicht respektiert werden sollte. Aber mittlerweile haben die Lobbyverbände der Schwulen und Lesben (ausgehend von 1968)die Gesellschaft soweit beeinflusst, dass eine andere Meinung als PRO Schwule und Lesben als reaktionärer Konservatismus gebrandmarkt wird. Eine weitere Leistung der Lobbyverbände, bei ihrer Arbeit die Gesellschaft umzubauen. Die immer geforderte und postulierte liberale, bunte und tolerante Gesellschaft gilt halt nur für die eigenen Projekte, die man implementieren will. Gibt es andere Meinungen dazu neigen diverse gesellschaftliche Gruppen sehr schnell zu Intolleranz und diskreditieren anders denkende Mitglieder eben auch dieser Gesellschaft mit z.B. oben aufgeführten Todschlagargumenten.

  11. 40.

    Soll jemand doch seinen Hund heiraten, wenn er möchte. Steuerliche Vorteile sollte es nur für Kinder geben.

  12. 39.

    Verdammt !
    Die Burschen bekommen das noch hin, daß ich bei denen eintrete.
    Einstweilen: Danke CDU!

  13. 38.

    Ich entnehme Ihrer Darlegung, dass Sie die deutsche Rechtschreibung nicht gerne haben.

    Grundsätzlich gesagt, helfen Sie niemanden, wenn Sie andere Menschen beschimpfen, weil sie Ihnen nicht alle Rechte zubilligen wollen. Das hat Gründe. Wenn Sie meinen, daß Religion altmodisch ist, haben Sie sich getäuscht. Es wachsen immer mehr Kirchen aus dem Boden und es sind vor allem junge Menschen, die gläubig sind. Das finde ich großartig.

    Seien Sie Gott froh, daß wir nicht in einem islamischen Land leben. Dort gibt es nicht einmal Gleichberechtigung. Dort müssen Homosexuelle um ihr Leben Angst haben. Aber auch die Grünen wollen, daß immer mehr Moslems zu uns kommen. Das finden wir Christ schlimm und wir wollen solche Zustände nicht.

    Wenn Sie die Homoehe wollen, so seien Sie unbesorgt, denn sie wird bei uns irgendwann kommen. Denn Jesus ist für alle unsere Sünden gestorben. Das heißt, daß wenn ihr Euch wirklich etwas herbeisehnt, so wird es Euch gegeben werden.

  14. 37.

    Freiheit im sexuellen Bereich ist ok. Gleichgeschlechtliche Beziehung ist auch ok. Verkehr mit Tieren auch! Aber muss dies steuerlich gefördert werden! Die Fortpflanzung der menschlichen Gesellschaft, die in dieser aktuellen Gesellschaft sehr schwierig ist, sollte bzw. muss gefördert werden. Ehe und Kinder soll und muss gefördert werden!

  15. 36.

    Nur weil die Iren dieses Votum verabschiedet haben, müssen wir es ihnen doch nicht gleichtun!
    In zig Fällen sind wir Deutschen viel liberaler als die Iren (z.B. Schwangerschaftsabruch). Da orientieren wir uns doch auch nicht an Irland.
    Vergleiche mit anderen Ländern sind völlig unsinnig, da sie ethischen, religiösen und kulurellen Hintergründe eines Volkes nicht beachten.

  16. 35.

    wer "keine diskriminierung mag", muss die "ehe für alle" fordern. man kann doch nicht einerseits sagen, man will keine unterschiede machen und andererseits sagen, man müsse unterschiede machen. das ist diskriminierung per se.

    es herrscht wie gesagt das demokratische prinzip. wenn innerhab einer partei abgestimmt wurde, so muss man die verkrustete meinung und die entscheidung trotzdem nicht akzeptieren. ich ziehe meine konsequenzen. jeder, der wahrhaftig gegen diskriminierung eintritt, sollte das gleich tun.

    außerdem ging es bei der entscheidung nicht um das kirchliche sakrament sondern um die staatliche verbindung zweier menschen zum wohle einer stabileren gesellschaft. diese ehe können menschen aller religionen eingehen - sogar ungläubige. die trennung von staat und kirche hat ihre berechtigung und ihren sinn. glaube als argument ist in dieser debatte also vollkommen hinlänglich.

    vielleicht können sie darüber noch einmal nachdenken.

  17. 34.

    Kinder sollen dort großgezogen werden, wo sie nicht gedemütigt, geschlagen, vergewaltigt werden. Dabei ist es wurscht, ob die Eltern schwul, hetero, weiß, blond, christlich oder sonstwie behindert sind.

  18. 33.

    Viele vergessen, daß der besondere Schutz der Ehe sich nicht auf das Wort oder den Begriff bezog, sondern vor dem Hintergrund der Nürnberger Gesetze (Auflösung von Ehen zwischen Juden und Ariern) auf bestehende Ehen.

    Der Eheschutz des GG sah nicht vor, besonderen Bevölkerungsgruppen die Ehe zu verbieten, um sie "rein" zu halten.

  19. 32.

    Ich verstehe Ihre Meinung gut und grundsätzlich soll es auch so sein. Keiner will hier eine Diskriminierung. Wie bekannt können Homosexuelle eingetragene Lebenspartnerschaften eingehen.

    Bei der Gleichstellung zur Ehe allerdings zählt das Demokratieprinzip. Das heißt, wenn eine Großteil der Menschen religiös sind, dann handeln sie auch religiös. In Deutschland gibt es viele religiöse Menschen, worüber ich froh bin.
    Das heißt, wenn die Mehrheit sich aus religiösen Gründen gegen die Homoehe aussprechen, dann gilt das. Ist es aber eine Minderheit und die Mehrheit für die Homoehe, dann wird es die Homoehe künftig geben. Wogegen ich mich wehre, das sind Beschimpfungen. Diese Beschimpfungen sind ungerecht und ungerechtfertigt.

    Wenn Sie fragen, warum man die Homoehe nicht einfach zulässt, weil sie ja niemanden beeinträchtigt, dann haben Sie nicht recht verstanden, was Glaube ist. Glaube ist eine Überzeugung. Diese Überzeugung liegt übrigens bei einer Mehrheit der Deutschen vor.

  20. 31.

    Eben. Den verweigerern geht es vorrangig ums Geld. Die schönen Steuern. Die man braucht um neue Panzer zu kaufen.

  21. 30.

    Wir haben gerade unser Aufgebot bestellt. In England. Die Dame war total geschockt, als ich ihr sagte, dass dies in Deutschland nicht möglich wäre. Aber was solls.

  22. 29.

    Es ist ein solches Luxusproblem. Es vollkommen Wurst wer wen heiraten darf, aber eines ist wichtig und darüber dachte ich lange nach, Kinder sollen dort aufwachsen wo sie (porentiel)l gezeugt werden und das ist in einer Beziehung von Frau und Mann. Jeder sollte bereit sein zu den Folgen seines Handelns zu stehen.

  23. 28.

    steuerliche Gleichstellung ok.
    Respekt und Toleranz, ok.
    eine Ehe ist das aber niemals

  24. 27.

    Es geht um die Personen, die zur Abstimmung geladen wurden. Wenn diese Personen religiös sind (was ich hoffe, denn ich glaube auch an Gott) dann werden sie das abstimmen, was ihrer _Glaubensüberzeugung entspricht. Das hoffe ich auch ganz arg!

  25. 26.

    Großer Fehler,so könnte die CDU mindestens 1 1/2 Millionen neue Wähler dazu bekommen. Doch wegen dem veralteten,verstaubten Christen,die sowieso nicht mehr zeitgemäß sind,nimmt die CDU Rücksicht. Hoffentlich spricht das Verfassungsgericht endlich Recht,was schon lange Recht sein sollte. Es kann nicht sein,das Gleichgeschlechtliche zwar alle Pflichten haben,doch nicht alle Rechte,im Gegenteil,sogar Doppelbelastungen haben. Aber leider gibt es natürlich immer noch Neider und ewig Gestrige,die hinter jedem Schwulen einen Vergewaltiger oder Kinderschänder sehen. Dabei belegt die Statistik genau das Gegenteil. Schade,so verliert die CDU eine wirklich wichtige Gruppe von Wühlern,vor allem an die Grünen,die ja selbst nicht das Gesetzt umgesetzt haben unter Fischer. Aber selber Schuld.

  26. 25.

    Es geht doch gar nicht um religiöse Ehen. Göttergläubige Menschen können sich ihre Ehen auch weiterhin vor den derzeit ca. 3.600 von Menschen angebeteten Göttern versprechen. Keiner will Ihnen da was verbieten oder vorschreiben. Es geht um die zivilrechtliche Ehe. Und erfreulicherweise geht die Religionsfreiheit in Deutschland nicht mehr so weit, dass die Religionen allen anderen auch die Zivilgesetze vorschreiben, auch wenn sie das immer und immer wieder versuchen. Die Zeiten sind endgültig vorbei. Damit müssen Sie klarkommen, so schwer Ihnen und Ihresgleichen das auch fällt.

  27. 24.

    na und? Was hat 'Religion' mit Ehe zu tun?

    Gar nichts. Überhaupt nichts.

    Im Gegenteil, sollten sich die 'religiösen' langsam mal fragen lassen, ob sie überhaupt wählen dürfen, steht doch in der Bibel, dass man die Regierung zu akzeptieren hat, die man hat.

  28. 23.

    "Als ob es nicht egal wäre, wer mit wem in einer Beziehung lebt."
    Ich glaube sie können nicht lesen, es ist weiterhin möglich mit jedem und allem in einer Beziehung und
    in die Kiste zu leben.

    "Und dank CDU ist es auch 2015 noch möglich, Menschen aufgrund ihrer Sexualität zu diskriminieren. "
    Wie, bestimmte Sexualität ist verboten? Dank linker und grüner Verblendung glauben manche wirklich diesen Unsinn.
    Es geht doch bei der Homo-Ehe nur um Geld aus dem Staatssäckel in Form von Steuererleichterungen. Das mit dem
    Deckmantel von Diskriminierung, Rechts, Ewiggestrig zu begründen ist ekelerregend, aber typisch für Grüne/Linke.
    Wenn einem die Argumente ausgehen, wird halt die Diskriminierungkeule herausgeholt. Lächerlich, als ob der Trauschein andere diskriminiert. Was kommt als nächstes?

  29. 22.

    Ich setze Ihre Logig mal in umgekehrter Richtung fort: "Die Gegner der Homoehe" werden als rechts verortet, weil sie morgen die Ehe zwischen Schwarzen und Weißen wieder verbieten wollen und übermorgen den Frauen das Wahlrecht wieder aberkennen wollen.

  30. 20.

    Vielleicht ist es ihnen ja entgangen, aber in der BRD halten wir Politik und Religion ein wenig ... getrennt.
    Macht auch Sinn, nach all den gescheiterten Kreuzzügen der Vergangenheit, dem 30-jährigen Krieg, und anderer religiösen Extravaganzen.

  31. 19.

    Nach dem Krieg hatte die CDU sehr viele braune Stellen.
    Dieses Gedankengut scheint sich immer noch zu halten. Immerhin dürfen Frauen ja inzwischen den Führerschein machen und ohne Zustimmung des Ehemannes ein Konto eröffnen. Das wollte die CDU bis vor einigen Jahren auch nicht.

  32. 18.

    Sind denn alle übergeschnappt? Aus den Kommentaren der Parteien SPD / Grüne und Linke ist herauszulsesen , dass sie absolut keine Religionsfreiheit anerkennen. Dieses Thema greift doch tief in religiöse Ansichten ein. Denn nach mehreren Religionen ist Ehe ganz klar als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau definiert. Die Religion wird auch mit einer Gesetzesänderung gleich bleiben. Das hat nur zur Folge, dass die Abschottung zwischen Kirche und Staat noch intensiver wird. Nach der christlichen Religion ist Ehe ganz klar eine Gemeinschaft zwischen Mann und Frau. Mit Beschimpfungen wie "Ewiggestrige" verstoßen diese Personen ganz klar gegen die Religionsfreiheit!!

  33. 17.

    Kennt noch jemand den früheren (längst verstorbenen) Ministerpräsiden Stoltenberg von Schleswig-Holstein? War mal eine große Nummer in der CDU, u.a. auch Bundesverteidigungsminister, und rettete sich dann später auf den Versorgungsposten eines Ministerpräsidenten. Genau aus dieser Zeit stammt auch sein Spitzname "Pfennigmündchen"... weil er den Holsteinischen Großbauern ständig EU-Beihilfen und sonsige Vorteile versprach und auch zuschanzte... zwecks Wiederwahl... Genau so populistisch-verlogen erscheinen mir heutige Bundespolitiker von Holstein bis Bayern... Warum sagt kein Politiker offen, daß er eine Schwulenehe Sch.xxx findet, weil sie einem seit Jahrtausenden gewachsenen Menschen- und Familienbild total widerspricht?! Warum beugen sich heutige Politiker aus wahltaktischem Kalkül einer gesellschaftlichen Minderheit ... die morgen vielleicht die Vielehe, ganz "natürlichen" Kindersex usw. fordern?! Warum werden Gegner der Homoehe als "rechts" verunglimpft...?!!!

  34. 16.

    Danke CDU! Was heißt hier ewig gestrig? Was das Thema Gleichgeschlechtlichkeit angeht, bedeutet das überhaupt kein Fortschritt, eher ein Schritt Richtung Krankheit!

  35. 15.

    Als ob es nicht egal wäre, wer mit wem in einer Beziehung lebt. Und dank CDU ist es auch 2015 noch möglich, Menschen aufgrund ihrer Sexualität zu diskriminieren. Selbst die konservativen und gläubigen Iren sind fortschrittlicher als die CDU. Das sollte einem bei den nächsten Wahlen zu Denken geben. Aber mit Diskriminierung und Ausgrenzung hat die CDU ohnehin viel Erfahrung. Es geht doch nichts über ein einfaches Weltbild... Wobei 35% schon beachtenswert ist. Vielleicht ist ja noch nicht jede Hoffnung verloren...

  36. 14.

    Zunächst einmal ist festzustellen, dass diese Umfrage komplett gescheitert ist und kein Ergebnis darstellt, wofür sich jetzt die Gegner einer Gleichstellung feiern lassen können! Denn nur 38 % der Mitglieder haben sich an dieser Mitgliederbefragung überhaupt beteiligt. D. h. 62 Prozent der Mitglieder, also die überwiegende Mehrheit hat sich erst gar nicht auf diese Frage einlassen wollen! Hierin liegt das einzig aussagekräftige Ergebnis!

    Wenn man dann noch die weitere Tatsache einbezieht, dass sich von diesen 38 Prozent auch nur 45 % gegen die in Rede stehende Gleichstellung ausgesprochen haben und der Rest nur eingeschränkt und rund 35 % für eine Gleichstellung waren, kann in der Gesamtschau keine Rede davon sein, dass die "Mehrheit der CDU-Mitglieder" gegen eine derartige Gleichstellung gestimmt hätten.

  37. 13.

    Vor Ihrem geistigen Auge läuft bei "Eheöffnung" sofort Analsex ab??? Sie sollten sich umgehend psychologisch betreuen lassen. Nicht, dass Ihre offensichtlich verdrängten Bedürfnisse irgendwann durchbrechen und Sie sich das mit Gewalt holen.
    Verwunderlich, dass der rbb Ihren abstrusen Kommentar überhaupt veröffentlich hat.

  38. 12.

    Wenn ich mich recht erinnere ...
    haben nur 50% der Wahlberechtigten bei der letzten BT-Wahl überhaupt gewählt. Von diesen 50% erhielt die cDU ~ 40% ... und die meisten Wähler sind keine Parteimitglieder.

    Wenn also nun 42% der Parteimitglieder die Gleichstellung ablehnen, dann sind das auf die Bundesbevölkerung umgerechnet ... hat mal jemand einen Taschenrechner ? .. oder würden die in der Tagesschau dann unter der Rubrik "andere Parteien" eingeordnet ?

    Wenn im meinem Verein von 10 Leuten 80% für oder gegen was sind, uiiii 80% ist doch toll ! Aber es sind immer noch nur 8 Leute.

  39. 11.

    Deutlich? Gegen Ehe für alle? Bitte Interpretation von Charts lernen. Das ist ja peinlich... 45% klar dagegen 35% klar dafür. Das heißt das Thema polarisiert, sonst nichts. Bitte für meine gez auch das liefern für das ich zahle und keine populistischen Überschriften für Lederband bauen. Schlimm....

  40. 10.

    Danke, CDU! Warum sollte jede mögliche Zusammenlebens- bzw. Geschlechtsverkehrform (ansex) gleich mit dem Status "Ehe" belohnt werden - das entwertet diese ehrenwürdige Institution letzendlich nur.

  41. 9.

    CDU - Partei der Ewig­gest­ri­gen

  42. 8.

    Auch wenn ich anders votiert hätte, respektiere ich die Entscheidung. Das gehört zu einer liberalen Gesellschaft, die meiner Meinung nach auch die Ehe für alle öffnen sollte, ebenfalls dazu!

  43. 7.

    Den Berliner CDU-Leuten ist hier echt zu danken.... Selbst Frau Merkel sollte dankbar sein, denn damit wird die(zumindest Berliner) CDU mal wieder ein bisschen von anderen Parteien mit ihrem Einheitsbrei unterscheidbar :-)

  44. 5.

    Eine gutes und wichtiges Zeichen bzgl. dieser Thematik! Und sogar ausnahmsweise einmal von Berlin ausgehend! Leider ist es den Leit-Medien nur eine Randnotiz wert und wird natürlich nicht so groß rausgebracht wie z.B. das Outing eines bestimmten Fußballers. Aber ich bin überzeugt, dass die wahren Mehrheitsverhältnisse in der Bevölkerung in dieser Frage nicht so sind, wie es Linke und Grüne uns immer weiß machen wollen.

  45. 4.

    absolut richtige Entscheidung!!!alles andere ist bald nicht mehr zu ertragen.toleranz wird nur von einer seite erwartet!!!

  46. 3.

    Typsich erzkonservative CDU. Das ist mal wieder absolut ewig gestrig und ein absoluter Fail. So eine Partei, die Homosexuelle diskriminiert und die eine Homo-Ehe nicht zulasen will als Zusatz zur Ehe zwischen Mann und Frau, finde ich absolut unwählbar und dass auf lange Zeit. Denn es ging NIE darum, die Ehe zwischen Mann und Frau abzuschaffen, sondern eine Homo-Ehe ZUSÄTZLICH zur Ehe von Mann und Frau einzuführen, und um sonst nichts, werte CDU! Sorry CDU, aber ich identifiziere mich nicht mehr mit euch und diesre amoklaufenden CSU auch wenn die beim Thema Betreuungsgeld recht haben.

    Und ich identifiziere mich auch nicht mit einer Partei, die TOTALÜBERWACHUNG per Pkw-DATEN-Maut, per Beihilfe zur NSA-Spionage, per Lieferung unserer Daten im Internet an die NSA auf dem Silbertablett, usw. auch noch forciert!! Weg mit so einer Partei in die Versenkung!!

  47. 1.

    Danke CDU! Blitte bleibt standhaft.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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