Polizisten im Einsatz am 11.01.2016 bei einer Pegida-Demo in Potsdam (Quelle: dpa)

Nach heftigen Krawallen in Potsdam - Großes Polizeiaufgebot bei zweiter Pogida-Demo angekündigt

Nach der ersten Demonstration der Pegida in Potsdam sprach die Polizei von einer "neuen Dimension der Gewalt": Linke Demonstranten randalierten, warfen Flaschen und Steine auf die Rechten, mehrere Beamte wurden verletzt. Nun ist eine zweite Kundgebung angekündigt - und Innenminister Schröter will unbedingt, dass diese in geregelten Bahnen verläuft.

Die nächste Kundgebung der Pegida in Potsdam soll von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet werden. "Wir werden alles in Bewegung setzen, um ausreichend Kräfte vor Ort zu haben, um nicht das Gewaltmonopol des Staates dem Faustrecht zu opfern", sagte der Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Donnerstagabend im Innenausschuss des Landtages. Die nächste Demo ist für kommenden Mittwoch angemeldet.

Am Montagabend hatte es in der Landeshauptstadt neben friedlichen Protesten auch heftige Ausschreitungen gegen Sympathisanten des örtlichen Pegida-Ablegers gegeben - auch "Pogida" genannt. Teilnehmer eines islamfeindlichen "Abendspaziergangs" waren von Demogegnern mit Steinen, Flaschen und Böllern angegriffen worden.

Die Polizei hatte an dem Abend Verstärkung kommen lassen, am Ende waren rund 450 Beamte im Einsatz gewesen. Acht Polizisten wurden bei dem Einsatz verletzt. Ermittlungen laufen unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs und Körperverletzung. 

Stimmung kippte gegen Abend

Einer Polizeisprecherin zufolge hatten sich bei einem zunächst friedlich verlaufenden Konzert Gegner der rechten Demo gegenseitig aufgestachelt. "Irgendwann hat der Erste Steine geworfen, und andere haben dann mitgemacht." Es habe am Anfang noch Familien gegeben, die mit Kinderwagen gekommen seien.  

Am Donnerstag distanzierten sich die Verstalter des Konzerts von den heftigen Krawallen. Die Geschäftsführerin des Stadtjugendrings, Katja Altenburg, sagte: "Zu keiner Zeit wurde durch die Verantwortlichen oder durch die beteiligten Künstler zur Gewalt gegenüber Pogida oder gar gegenüber der Polizei aufgerufen". Sie distanzierte sich von jeglichen gewalttätigen Ausschreitungen im Laufe des Abends und wies eine Verbindung zu den Gewalttätern zurück.

Konzert blieb friedlich

Zu den Ausschreitungen in der Potsdamer Innenstadt war es nahe des Bassinplatzes gekommen. Am anderen Ende des Platzes hatte das Konzert stattgefunden. Das Konzert unter dem Motto "BASSI Block(t) Party" war jedoch friedlich zu Ende gegangen, ohne dass es dort zu Zwischenfällen oder Aufrufen zu Gewalt gekommen wäre.

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