Wasser in einem Abfluss (Quelle: dpa)

Verband der Grundstücksnutzer will Gerichtsweg gehen - Strafanzeigen wegen überhöhter Wasserpreise

Berliner zahlen nach Auffassung des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer seit Jahren einen wirtschaftlich nicht gerechtfertigten und damit rechtswidrigen Wasser- und Abwasserpreis. Deshalb hat der Verband Strafanzeige gestellt: gegen Mitglieder des Vorstandes der Berliner Wasserbetriebe und die Wirtschaftsverwaltung des Berliner Senats.  

Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) hat beim Berliner Landgericht Strafanzeige erstattet, weil er die Trink- und Abwasserpreise in der Hauptstadt für überhöht hält.

Der VGDN wirft den Berliner Wasserbetrieben und der Wirtschaftsverwaltung vor, die Kosten für die Verbraucher rechtswidrig zu hoch anzusetzen. Nach Auffassung des Verbands müssten Trinkwasser in Berlin rund sechs und Abwasser 14 Prozent günstiger sein als jetzt.

Traumhafte Gewinnmarge für das Land Berlin

Als Grundlage zieht der VDGN die hohen Gewinne der Wasserbetriebe heran und verweist auf einen Überschuss von 143 Millionen Euro im Jahr 2014. Verbandspräsident Peter Ohm bezeichnete das als eine "traumhafte Gewinnmarge", die dem Eigeninteresse Berlins geschuldet sei. Fast einhundert Millionen wanderten direkt in den Landeshaushalt.

Der Grundstücksnutzerverband will nun auf dem Gerichtsweg erreichen, dass das Geld bei den Verbrauchern bleibt.

Mit Informationen von Jan Menzel  

Beitrag von Jan Menzel

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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