Ein Paar mit Kinderwagen im Park von Sanssouci im Winter (Quelle: dpa)

Statistik-Vergleich der Landeshauptstädte - Potsdam hat die meisten Kita-Plätze und am zweitmeisten Babys

Die Brandenburger können stolz sein: Im Vergleich mit den Hauptstädten der anderen Bundesländer schneidet Potsdam in vielen Bereichen überdurchschnittlich gut ab, zum Beispiel bei der Zahl der Neugeborenen oder den Kita-Plätzen. Das geht aus dem Statistik-Vergleich aller 16 Hauptstädte hervor, der am Mittwoch in Potsdam vorgestellt wurde.

Bereits seit 1995 betreibt die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam ein wohl einmaliges Statistik-Projekt: den Vergleich aller 16 deutschen Landeshauptstädte - von Kiel bis nach München. Am Mittwoch hat Oberbürgermeister Jann Jakobs nun die 20. Auflage dieses Zahlenwerks vorgelegt - mit durchaus beeindruckenden Zahlen.

Oberbürgermeister Jakobs freut sich über gute Entwicklung

"Der aktuelle Bericht verdeutlicht, dass die Landeshauptstadt im Vergleich der 16 Landeshauptstädte Deutschlands, insbesondere aber im Vergleich mit den fünf ostdeutschen Hauptstädten und Berlin, weiterhin eine sehr gute Entwicklung genommen hat", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch.

Erstellt wurde der Bericht wieder in enger Kooperation mit den Statistikämtern der anderen 15 Städte, die den Bericht ebenfalls für ihre Zwecke nutzen. Dabei ist sich die Stadt Potsdam darüber im Klaren, dass der Vergleich wegen der sehr unterschiedlichen Größe der Städte schwierig ist. So ist Potsdam (nach Schwerin) bis heute die zweitkleinste aller Landeshauptstädte und hat in vielen Bereichen ganz andere Voraussetzungen als Millionen-Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München.

Platz drei bei sozialversicherungspflichtigen Jobs

Dennoch können sich die Potsdamer freuen, denn auch die 20. Ausgabe des Statistik-Werkes bietet eine ganze Reihe von Zahlen, die Potsdam im deutschlandweiten Vergleich vorne sehen. Dies gilt vor allem für die Kinder-Betreuung und für die Zahl der neu gebauten Wohnungen. In beiden Kategorien belegt Potsdam im Vergleich mit den anderen 15 Landeshauptstädten den ersten Platz, wobei die absoluten Zahlen natürlich immer im Verhältnis zum jeweiligen Bestand bzw. zur Gesamtbevölkerung gesehen werden müssen.

So weist Potsdam, gemessen an der Zahl seiner Einwohner, nach Dresden die zweithöchste Geburtenrate sowie auch die zweithöchste Zahl von Eheschließungen und Studierendenzahlen auf. Beim Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten belegt Potsdam immerhin den dritten Platz.

Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, kann Potsdam seit nunmehr 16 Jahren auch ein stetiges Bevölkerungswachstum vorweisen. Ende 2014, auf dieses Jahr bezieht sich der Bericht, lebten 163.668 Menschen in der märkischen Landeshauptstadt, das waren 2.571 oder 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: Nur in München ist die Bevölkerung mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent stärker gewachsen.

Nur in Dresden kommen im Verhältnis mehr Kinder zur Welt

Mit 11,3 Geburten je 1.000 Einwohnern weist Potsdam nach Dresden (11,6) und vor München (11,0) die zweithöchste Geburtenrate aller 16 Landeshauptstädte auf. Da die Sterberate mit 9,4 Gestorbenen je 1.000 Einwohner im Vergleich einen mittleren Wert darstellt, hat Potsdam nach München und Dresden das drittgrößte natürliche Bevölkerungswachstum.

Die seit Jahren hohe Geburtenrate bewirkt, dass Potsdam anteilsmäßig mit 13,6 Prozent die größte Zahl an Kindern im Alter von unter 14 Jahren vorweisen kann, gefolgt von Wiesbaden (13,0) und Dresden (12,8 ). Trotz dieser großen Kinderzahl hat Potsdam mit 68,9 Prozent anteilig die höchste Zahl von Kindern, die in einer Kindertagesstätte betreut werden.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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