AfD-Kandidatin Beatrix von Storch unterhält sich am 25.05.2014 im Vorfeld der Wahlparty der Alternative für Deutschland zur Europawahl in Berlin (Quelle: dpa)

"Niemand will auf Menschen schießen" - Beatrix von Storch entschuldigt sich für Schusswaffen-Äußerung

Erst hat sie die Aussage von AfD-Parteichefin Frauke Petry noch bekräftigt, dass an den deutschen Grenzen notfalls auch Waffen gegen Flüchtlinge eingesetzt werden sollten. Dann schob die Berliner AfD-Chefin Beatrix von Storch ihr Facebook-Posting auf einen Ausrutscher. Nun hat sie sich entschuldigt.

Die Berliner AfD-Chefin Beatrix von Storch hat ihre umstrittenen Äußerungen zum Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge an der Grenze als Fehler bezeichnet. "Niemand will auf
Menschen schießen, nicht auf Frauen, nicht auf Kinder und auch nicht auf Männer", sagte sie beim Politischen Aschermittwoch der AfD in Baden-Württemberg in Blaubeuren bei Ulm.

"Auch ich will das nicht. Ich habe mich kürzlich so ausgedrückt, dass es darüber Zweifel
gegeben hat. Es tut mir leid, das war ein Fehler", sagte von Storch. Sie trete für eine Kultur des Lebens ein.

Bei Facebook-Posting "auf der Maus ausgerutscht"

Ende Januar hatte Von Storch auf Facebook auf die Frage eines Nutzers, ob die Partei "etwa Frauen mit Kindern an der grünen Wiese den Zutritt mit Waffengewalt verhindern" wolle, "Ja." geantwortet. Später schwächte sie ihre Antwort aber etwas ab: "Gegen Kinder ist der Schusswaffeneinsatz richtigerweise nicht zulässig. Frauen sind anders als Kinder verständig." Sie begründete ihr Posting außerdem mit einem technischen Fehler. Sie sei auf der Computermaus ausgerutscht, sagte sie dem "Spiegel".

Dem Posting war eine Aussage der Bundesparteivorsitzenden Frauke Petry vorausgegangen, die in einem Zeitungsinterview gesagt hatte, Polizisten müssten illegalen Grenzübertritt verhindern, und dabei "notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz".

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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