Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) besucht eine Grundschule in Brandenburg (Quelle: Bernd Settnik/dpa)

Regionalstellen sind nun eigenständig - Baaske löst umstrittenes Landesschulamt auf

Erst 2014 eingerichtet - jetzt schon wieder Geschichte: In Brandenburg gibt es seit Montag kein Landesschulamt mehr. Bildungsminister Baaske hat damit wie angekündigt eine umstrittene Maßnahme seiner Vorgängerin Münch zurückgenommen.  

Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske hat das von seiner Vorgängerin Martina Münch (beide SPD) geschaffene Landesschulamt (LSA) wieder aufgelöst. Mit Wirkung von Montag seien nun die bisherigen Regionalstellen in Brandenburg/Havel, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Neuruppin eigenständige staatliche Schulämter, sagte Ministeriumssprecher Florian Engels. Sie erhalten zusätzlich 24 Mitarbeiter des bisherigen Landesschulamts und sind direkt dem Ministerium unterstellt.

Das Gesetz war im Januar vom Landtag verabschiedet worden. Baaske hatte die Auflösung des LSA bereits im vergangenen Frühjahr angekündigt. Er beklagte damals mangelnde Informationen über den Unterrichtsausfall an Brandenburgs Schulen. Rund 1.500 Schülern konnten keine Halbjahresnoten erteilt werden. Die kürzeren Dienstwege sollen bei der neuen Struktur schnellere Entscheidungen ermöglichen.

Zentrales Schulamt bestand erst seit 2014

Baaskes Amtsvorgängerin Münch hatte 2014 die sechs Schulämter aufgelöst und dafür das zentrale Landesschulamt mit vier Regionalstellen für die Schulaufsicht eingerichtet. 

Die Opposition hatte Münchs Schritt heftig kritisiert. "In einem Flächenland wie Brandenburg brauchen wir keine Zentralisierung, sondern Regionalisierung", sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU, Gordon Hoffmann. Seine Kollegin von den Grünen, Marie Luise von Halem, begrüßte die Rückabwicklung der Schulämterreform ebenfalls. Die Grünen hätten ohnehin nie verstanden, wie eine zusätzliche Verwaltungsebene die Kommunikation verbessern sollte. "Ärgerlich nur, dass dieses ständige Hin und Her auf dem Rücken der betroffenen Mitarbeiter ausgetragen wird", sagte sie weiter. 

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