"Frauenkampftag"-Demo in Berlin (Quelle: dpa / Paul Zinken)

"Frauenkampftag" in Berlin - Verregneter Protest für mehr Frauenrechte

Eigentlich ist der Internationale Frauentag erst am Dienstag. Doch in Berlin sind bereits am Sonntag mehrere hundert Menschen zum so genannten "Frauenkampftag" auf die Straße gegangen, um für mehr Frauenrechte zu demonstrieren. Allerdings kamen wohl wegen des schlechten Wetters viel weniger Teilnehmer als im Vorjahr.

Anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentags sind am Sonntagnachmittag nach Polizeiangaben rund 1.000 Menschen in Berlin auf die Straße gegangen. Die Veranstalter des "Frauenkampftags" sprachen hingegen von etwa 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die für mehr Rechte für Frauen protestierten.

Zu der alljährlichen Demonstration hatte ein Bündnis aus verschiedenen Gruppen aufgerufen, darunter feministische Vereine und auch Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen und die Linke. Die Frauen und Männer zogen vom Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte über die Heinrich-Heine-Straße bis zum Oranienplatz in Kreuzberg.

Mehr Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Selbstbestimmtheit

Sie forderten mehr Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Selbstbestimmtheit für Frauen. Außerdem traten sie gegen eine rassistische Vereinnahmung des Feminismus ein, wie es hieß. Unter dem Motto "Gemeinsam Grenzen einreißen" forderten sie weiter eine Verbesserung der gesetzlichen Lage und mehr gesellschaftliche Teilhabe für Flüchtlinge. Laut Polizei gab es zunächst keine Zwischenfälle.

Der internationale Frauentag wird jährlich am 8. März gefeiert. Er geht zurück auf das Engagement der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin und wurde erstmals am 19. März 1911 in Deutschland und Nachbarländern organisiert. Bereits in den vergangenen beiden Jahren gab es zum Frauentag Demonstrationen in Berlin. Im vergangenen Jahr waren bei strahlendem Sonnenschein noch mehrere tausend Teilnehmer gekommen - vermutlich aufgrund des andauernden Nieselregens waren es dieses Mal wesentlich weniger.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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