Volle Strasse beim Bürgerfest MYFEST in Berlin-Kreuzberg anlässlich des 1. Mai 2015 (Quelle: imag / snapshot).
Video: Abendschau | 11.03.2016 | Freya Reiß

Senat und Organisatoren einigen sich - Kreuzberger MyFest findet statt

Halligalli, ja - aber diesmal ein bisschen politischer: Nach monatelangen Gesprächen darüber, was das MyFest in Berlin-Kreuzberg eigentlich sein soll, haben sich der Senat und die MyFest-Crew geeinigt. Am Donnerstagabend erklärten beide, dass die Straßenparty auch in diesem Jahr gefeiert wird.

Das MyFest in Berlin-Kreuzberg ist gesichert: Die Straßenparty am 1. Mai wird auch in diesem Jahr stattfinden, erklärten der Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU) und die Veranstalter am Donnerstagabend. "Wir haben heute politische Versammlungen angemeldet, damit stellen wir unsere politischen Ziele wieder vermehrt in den Vordergrund", teilte die MyFest-Crew mit.

Ein Polizeisprecher bestätigte das und kündigte an, Details dazu würden Anfang der kommenden Woche geklärt. Henkel sagte, für Berlin sei das eine gute Nachricht. "Das MyFest hat ganz entscheidend zu einem friedlichen 1. Mai beigetragen." Nun gebe es eine Perspektive, das fortzusetzen. Noch seien aber viele Details zu klären.

Bühnenprogramm nur noch bis 22 Uhr

Bisher hatten die Berliner Polizei, das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Gewerbetreibende, Anwohner und Initiativen gemeinsam das Fest vorbereitet. Im Jahr 2015 feierten zehntausende Menschen auf den Kreuzberger Straßen. Die Polizei wollte danach das MyFest nicht mehr als politische Veranstaltung anerkennen. Der Bezirk und die Organisatoren sehen sich aber bei einem kommerziellen Fest mit den Haftungsrisiken überfordert.

Deshalb hatten die Organisatoren beschlossen, den politischen Charakter des Straßenfestes stärker hervorzuheben. Am Donnerstag versicherten sie, einen politischen und kulturellen Austausch im Kiez schaffen zu wollen. "Hier kommen wir zusammen, um unsere Vielfalt und Gemeinschaft zu zeigen und für unsere Belange einzutreten", hieß es. "Mit Redebeiträgen und Aufrufen sollen sich unterschiedliche politische Gruppen beteiligen und eine Plattform erhalten."

Die konkreteste Änderung:  Das abendliche Bühnenprogramm soll zuliebe der Anwohner bis 22 Uhr verkürzt werden.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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