Screenshot der Website jetzterstrecht.online

Mit Foto und Statement gegen Rechts - Gesicht zeigen! fordert "Jetzt erst recht"

Die Initiative "Gesicht zeigen!" nimmt ihren Namen beim Wort und fordert dazu auf, sich mit Foto und Statement gegen rechte Hetze zu bekennen. Die Aktion trägt das Motto "Jetzt erst recht" in Anspielung auf den großen Zuspruch für rechte Parteien. Viele Promis haben bereits ihr Foto hochgeladen, etwa Dunja Hayali, Horst Evers oder Markus Kavka.  

Mit Foto und Statement gegen rechte Hetze: Für ihre neue Online-Kampagne nimmt die Initiative "Gesicht zeigen!" ihren Namen beim Wort. Am Dienstag rief sie in Berlin dazu auf, sich online gegen Rechtspopulismus zu bekennen. Überschrieben ist die Aktion mit dem Slogan "Jetzt erst recht" - in Anspielung auf die Wahlerfolge der rechtskonservativen AfD in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.

Tsunami auf die Parteienlandschaft

Der "Gesicht zeigen!"-Vorstandsvorsitzende Uwe-Karsten Heye sagte, die Landtagswahlen am Sonntag seien wie ein Tsunami über die Parteienlandschaft gekommen. Das Nachbeben in Form einer neuen Diskussion um den Kurs in der Flüchtlingspolitik sei im Gange. Umso mehr sei jetzt zivilgesellschaftliches Engagement gegen rechte Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte gefragt.

Parteiinterne Zänkereien begünstigen Menschenfänger

Zahlreiche Prominente haben für die Kampagne bereits ihr Foto hochgeladen, darunter die Journalistinnen Dunja Hayali, Maybrit Illner und Sandra Maischberger. Die Moderatoren Markus Kavka und Ranga Yogeshwar sind ebenso im Boot. Auch diverse Schauspieler wie Ulrich Matthes, Mo Asumang oder Iris Berben haben unterschrieben. Berben fordert die Politik in ihrem Statement auf durch Aufklärung dafür zu sorgen, dass Menschen durch die Fluchtbewegung nicht verunsichert würden. Wo es parteiinterne Zänkereien gebe, wachse Unsicherheit und es gebe es Platz für "Menschenfängertum".

Für die Kampagne sind Interessierte aufgerufen, auf der Seite jetzterstrecht.online ihr Foto hochzuladen und ein Statement gegen Rechtsextremismus abzugeben. Heye sagte, dies soll anderen Mut machen. Die Aktion ist Teil der "Internationalen Wochen gegen Rassismus", die noch bis zum 21. März gehen.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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