Archiv: Rund 400 angestellte Lehrer von 46 Schulen beteiligen sich an einer Kundgebung eines Lehrerstreiks vor der Berliner Finanzverwaltung am 26.01.2016. (Quelle: imago/Christian Mang).

GEW kündigt Termin im März an - Die angestellten Lehrer in Berlin wollen wieder streiken

Der jüngste Lehrerstreik liegt kaum mehr als einen Monat zurück. Doch schon da hatte sich abgezeichnet, dass Berlin ein neuer Lehrerstreik bevorsteht. Am Dienstag hat nun die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft einen neuen Streiktermin angekündigt, bei dem die angestellten Lehrer erneut für bessere Gehälter demonstrieren wollen.

Die angestellten Lehrer in Berlin wollen am 17. März wieder streiken. Das hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Dienstag dem rbb mitgeteilt. [In einer früheren Version hieß es zunächst, dass der Streik am 18. März stattfinden soll.] Die Gewerkschaft wendet sich schon lange gegen die ihrer Meinung nach ungerechte Bezahlung und will durchsetzen, dass die 12.500 angestellten Lehrer in Berlin genauso bezahlt werden wie ihre beamteten Kollegen.

Der Streiktag sei bewusst gewählt und frühzeitig angekündigt, damit Abschlussprüfungen möglichst wenig tangiert würden, erklärte die Gewerkschaft am Mittwoch. Sollte sich die Finanzverwaltung Tarifverhandlungen aber weiter verweigern, könnten "deutliche Störungen des Schulbetriebs" nicht mehr ausgeschlossen werden.

Der letzte Lehrerstreik in Berlin liegt gut einen Monat zurück. Ende Januar demonstrierten nach Angaben der Schulverwaltung knapp 400 angestellte Lehrer. Sie nahmen auch an einer GEW-Kundgebung vor dem Amtssitz des Berliner Finanzsenators Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) teil.

Kollatz-Ahnen lehnt GEW-Forderungen bislang ab

Die GEW fordert von Kollatz-Ahnen die Aufnahme neuer Verhandlungen über eine bessere Eingruppierung der angestellten Lehrer. Die verdienen nach Angaben der Gewerkschaft in ihrem Arbeitsleben rund 100.000 bis 140.000 Euro weniger als verbeamtete Lehrer in Berlin. Diese Einkommenslücke solle geschlossen werden, so die GEW, damit angestellte Lehrer nicht länger wie Pädagogen zweiter Klasse behandelt werden.

Kollatz-Ahnen hat die Forderungen der GEW bislang stets mit dem Hinweis abgelehnt, dass Berlin Mitglied der Tarifgemeinschaft der Länder sei. Einen tarifpolitischen Sonderweg Berlins könne und werde es nicht geben. Vor zwei Jahren sei hier ein "Eingruppierungs-Tarifvertrag" verhandelt worden, den aber die GEW "nicht gut finde", sagte Kollatz-Ahnen im Januar.

  • Streitpunkt 1: Separate Tarifverhandlungen

  • Streitpunkt 2: Die Bezahlung

  • Streitpunkt 3: Wer soll wie bezahlt werden

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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