Martina Münch, SPD (Bild dpa)
Video: Brandenburg aktuell | 07.03.2016 | Ismahan Alboğa

rbb-exklusiv - Martina Münch soll wieder Wissenschaftsministerin werden

Die SPD-Landtagsabgeordnete Martina Münch soll neue Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg werden. Nach rbb-Informationen soll die Politikerin noch in dieser Woche zur Nachfolgerin von Sabine Kunst ernannt werden. Zuletzt war Münch bis 2014 Bildungsministerin in Brandenburg. 

Die frühere Bildungsministerin Martina Münch (SPD) soll wieder ein Amt im brandenburgischen Regierungskabinett übernehmen. Nach rbb-Informationen wird Münch noch in dieser Woche als neue Wissenschaftsministerin in der rot-roten Regierung ernannt werden. Sie folgt damit ihrer Parteikollegin Sabine Kunst, die Anfang des Jahres zur neuen Präsidentin der Berliner Humboldt-Universität gewählt worden ist. 

Münch ist schon seit längerem als Nachfolgerin von Kunst im Gespräch gewesen. Erst kürzlich hatte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erklärt, dass Martina Münch eine von mehreren Kandidaten sei. Zunächst hieß es jedoch, dass bis zum Amtsantritt von Sabine Kunst als Uni-Präsidentin keine Auskunft über ihre Nachfolge aus der Staatskanzlei kommen werde. Kunst beginnt ihre neue Aufgabe in Berlin zum Sommersemester, dessen Vorlesungszeit am 18. April beginnt.

Münch war bereits Wissenschaftsministerin

Mit ihrer erneuten Berufung kehrt Martina Münch auf eine ihr bekannte Stelle zurück: Münch war bereits unter Ministerpräsident Matthias Platzeck von 2009 bis 2011 Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg. Anschließend wechselte sie das Ressort und wurde Bildungsministerin, nachdem Holger Rupprecht (SPD) zurückgetreten war. Als Bildungsministerin galt Münch allerdings als glücklos. Einige von ihr angestoßenen Initiativen wurden von ihrem Nachfolger Günter Baaske wieder revidiert. 

Nach den Landtagswahlen 2014 bildete Woidke dann seine Regierungsmannschaft um - Münch wurde damals nicht mehr ins Kabinett berufen. Seitdem arbeitete sie als Landtagsabgeordnete im Potsdamer Parlament und hat sich vor allem als Kritikerin der rot-roten Kreisgebietsreform profiliert.

Kunst setzte Lausitzer Hochschulfusion durch

Wie die Potsdamer Staatskanzlei am Montagabend mitteilte, hat die scheidende Ministerin Sabine Kunst vor ihrem Wechsel an die Berliner Humboldt-Universität um ihre Entlassung gebeten. "Sie hat entscheidend dazu beigetragen, die Hochschul- und Wissenschaftslandschaft und die Kulturpolitik unseres Landes heutigen Gegebenheiten und Herausforderungen anzupassen, um sie zukunftsfest zu machen", würdigte  Ministerpräsident Woidke ihre Arbeit. Die Berufung an die HU-Spitze sei eine hohe Wertschätzung - nicht nur für die Ministerin, sondern auch für das Land Brandenburg.

Kunst stand von 2006 bis 2011 bereits an der Spitze der Universität Potsdam, 2010 wurde sie als Hochschulmanagerin des Jahres geehrt. In ihrer Funktion als Wissenschaftsministerin galt sie als durchsetzungsstark. So erreichte sie gegen großen Widerstand die Fusion der Brandenburgischen Technischen Universität mit der Hochschule Lausitz.  

Mit Informationen von Ismahan Alboğa

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