Mit dem Plakat "Wir sind keine Nazis!!! Bürgerprotest gegen die Migrationspolitik der Bundesregierung" ziehen am 09.03.2016 in Potsdam (Brandenburg) Anhänger der islam- und fremdenfeindlichen Pogida Bewegung durch die Innenstadt. Gleichzeitig fanden mehrere Gegendemonstrationen statt. (Quelle: dpa)

"Pogida"-Demo startet an der Glienicker Brücke - Potsdamer Polizei rechnet mit massiven Verkehrsbehinderungen

Der Potsdamer Ableger der islamfeindlichen Pegida-Bewegung will am Dienstagabend zum neunten Mal bei einem "Abendspaziergang" demonstrieren. Ihm stehen drei angemeldete Gegenkundgebungen gegenüber. Die Polizei rechnet mit umfangreichen Behinderungen, vor allem beim Verkehr zwischen Berlin und Potdam. Selbst Theatergänger sind betroffen.

Wegen eines angekündigten "Abendspaziergangs" des Potsdamer Pegida-Ablegers "Pogida" wird es ab Dienstagnachmittag zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wird die Glienicker Brücke ab 16 Uhr für Autofahrer aus Berlin kommend gesperrt sein. Weitere Sperrungen betreffen die komplette Berliner Straße sowie Ausfahrten in der Gutenberg- und Behlertstraße. Es muss laut Polizei für mehrere Stunden am Dienstagabend mit erheblichen Beeinträchtigungen gerechnet werden.

Die "Pogida"-Anhänger wollen zum wiederholten Mal gegen die aktuelle Asylpolitik in Deutschland protestieren. Dazu ist ein sogenannter "Abendspaziergang für den Erhalt unserer Heimat" angekündigt. Startpunkt soll um 18.30 Uhr an der Glienicker Brücke sein, von wo es über die Berliner Straße in Richtung Süden gehen soll.

Polizisten kontrollieren Theatertickets

Auch Besucher des Hans-Otto Theaters sind von den Straßensperrungen betroffen. Denn das Theater wird am Dienstag nur über eine Durchlassstelle an der Nuthestraße, Ecke Berliner Straße zu erreichen sein. Die Polizei wolle hier Theatergäste vorab kontrollieren und bittet daher, die Eintrittskarten bereitzuhalten. Außerdem sollen Besucher bei ihrer Anfahrt mehr Zeit einplanen, da es zu Verzögerungen kommen könne.

Aufgrund der "Pogida"-Demonstration sind an der Berliner Straße drei verschiedene Gegenkundgebungen (ab 18 Uhr) geplant, darunter eine vom Bündnis "Potsdam bekennt Farbe". Die Polizei wird wieder mit zahlreichen Beamten auch aus anderen Bundesländern im Einsatz sein, um "Pogida"-Anhänger und ihre Gegner voneinander getrennt zu halten. "Gewalt, sei es gegen Versammlungsteilnehmer oder gegenüber von Polizeibeamten, werden wir nicht tolerieren und konsequent dagegen vorgehen", kündigte Polizeiführer Michael Scharf am Montag an.   

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