Symbolbid: Unterwasseraufnahme eines Mannes, der in einen Pool springt (Quelle: imago/Waldmüller)

Nach acht Monate langer Suche - Berlin hat einen neuen Bädermeister

Monatelang blieb der Chefsessel der Berliner Bäder-Betriebe unbesetzt. Nun steht fest: Andreas Scholz-Fleischmann tritt die Nachfolge von Ole Bested Hensing an, der den Posten bis Ende Juni 2015 innehatte. Der Unternehmer Scholz-Fleischmann hat bereits Erfahrung in einem anderen Berliner Unternehmen gesammelt.

Andreas Scholz-Fleischmann ist neuer Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäder-Betriebe. Das entschied der Aufsichtsrat der Bäder-Betriebe am Donnerstag.

Scholz-Fleischmann soll damit die Nachfolge des bisherigen Bäderchefs Bested Hensing übernehmen, der den Posten bis zum 30. Juni 2015 innehatte. Der 62-Jährige war als Vorstand für Personal, Soziales und technische Dienstleistungen der Berliner Stadtreinigung (BSR) tätig. 2014 gründete er seine eigene Unternehmensberatung.

Archivbild: Andreas Scholz-Fleischmann, Vorstand der BSR, steht am 12.01.2011 auf einem Recyclinghof der Berliner Stadtreinigung (BSR) in Berlin. (Quelle: dpa)
Der Neue: Andreas Scholz-Fleischmann

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Bäder-Betriebe und Senator für Inneres und Sport, Frank Henkel (CDU), bezeichnete den gebürtigen Berliner als eine "eine hervorragende Wahl". Henkel dankte auch Finanzvorständin Annette Siering, die das Landesunternehmen in den letzten Monaten kommissarisch leitete.

Rücktritt aus familiären Gründen

Ex-Bäderchef Ole Bested Hensing hatte schon im Frühjahr letzten Jahres angekündigt, aus familiären Gründen nicht mehr weitermachen zu wollen. Im März bat er den Senat um die vorzeitige Auflösung seines Vertrags. Der Däne hatte sich wiederholt mit der Berliner Landespolitik angelegt. Für die Sanierung maroder Bäder verlangte er viel Geld, defizitäre Häuser wollte er schließen, stattdessen fünf neue, moderne Kombibäder bauen. Für Unmut hatte zudem die Erhöhung der Eintrittspreise gesorgt.

Seine Vorstöße mündeten immerhin im neuen Bäderkonzept, das der Senat Anfang letzten Jahres beschloss. Demnach sollen bis 2025 für etwa 60 Millionen Euro zwei neue Kombibäder in Pankow und Mariendorf entstehen. Zudem sollen alle Bäder erhalten bleiben.

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