Das Brandenburger Tor erstrahlt am Abend des 29. Juni 2016 aus Solidarität zur Türkei in den türkischen Nationalfarben (Quelle: rbb/David Donschen)
Video: Abendschau | 29.06.16 | S. Papawassiliu/H. Dolderer

Brandenburger Tor wird angeleuchtet - Berlin trauert um die Opfer von Istanbul

Das Brandenburger Tor erstrahlt in den türkischen Nationalfarben, Fahnen werden auf halbmast gesetzt - Berlin zeigt Solidarität mit seiner Partnerstadt Istanbul. Selbstmordattentäter hatten bei Anschlägen am dortigen Atatürk-Flughafen mindestens 36 Menschen in den Tod gerissen.

Nach dem Anschlag in Istanbul mit dutzenden Toten trauert Berlin mit seiner Partnerstadt. Das Brandenburger Tor erstrahlt am Mittwochabend in den türkischen Nationalfarben - die türkische Flagge wurde auf das Gebäude projiziert. Mit der Aktion zeige Berlin seine Verbundenheit und Solidarität mit der türkischen Metropole, erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Müller (SPD). Istanbul und Berlin sind seit 1989 Partnerstädte.

Am Donnerstag sollen auch die Flaggen an öffentlichen Gebäuden auf halbmast wehen, wie Innensenator Frank Henkel (CDU) erklärte. Der Anschlag von Dienstagabend am Flughafen Atatürk zeige erneut, "wie verwundbar gerade unsere Metropolen sind", so Henkel. Kampf gegen Terror bleibe eine "vordringlichste Aufgabe".

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) verurteilte den Terroranschlag in Istanbul als "heimtückische und menschenverachtende Gewalttat". Berlin fühle mit den Menschen in der türkischen Partnerstadt ebenso wie mit der türkischen Community in der Hauptstadt, erklärte Müller am Mittwoch. Den Terroristen dürfe es aber nicht gelingen, die Menschen in Angst zu versetzen. "Wir lassen uns nicht einschüchtern."

Ein deutsches Opfer laut Auswärtigem Amt

Bei einem verheerenden Terroranschlag in der türkischen Metropole hatten drei Selbstmordattentäter am Dienstagabend mindestens 41 Menschen mit in den Tod gerissen. 239 Menschen wurden verletzt, darunter nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt auch eine Deutsche.

Weiterhin lägen keine Hinweise vor, dass unter den Toten Deutsche seien, so das Ministerium in Berlin. Gesundheitsminister Recep Akdag sagte, 128 Verletzte seien weiterhin in Krankenhäusern, 41 davon auf der Intensivstation. Ministerpräsident Binali Yildirim sagte, erste Hinweise deuteten auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als Urheber hin.

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