Ausschnitte aus DDR-Kaderakten von Andrej Holm (Quelle: BStU)

Interview | Über Andrej Holm und die Stasi - "Holm ist als Staatssekretär fehl am Platz"

Die Berliner Linke hat den Stadtsoziologen Andrej Holm zum Bau-Staatssekretär ernannt. Doch der heute 46-Jährige hatte als 18-Jähriger bei der Stasi unterschrieben. Der Politologe Klaus Schroeder über Versäumnisse der Linken, Holms Rolle und seine Eignung heute.

rbb|24: Herr Schroeder, mit Andrej Holm von der Linken wird jemand, der als Abiturient beim DDR-Inlandsgeheimdienst, dem Ministerium für Staatssicherheit, unterschrieben hat, Staatssekretär für Städtebau in Berlin. Wie empfinden Sie den Umgang der Partei mit einem Mann mit einer solchen Geschichte?

Klaus Schroeder: Ich finde, die Partei geht sehr fahrlässig damit um. Sie hat nicht von sich aus thematisiert, dass Holm hauptamtlicher Mitarbeiter war bis zur Auflösung der Stasi im Januar 1990. Das hätte man anders kommunizieren können und müssen. Zumal Holm ja nicht einfach seinen Wehrdienst beim Wachregiment "Feliks Dzierzynski" abgeleistet hat, sondern als Offiziersschüler in der Auswertungs- und Kontrollgruppe der Berliner Bezirksverwaltung der Stasi eingesetzt war.

Das hätte man ausführlich darstellen müssen. Man hätte dann vielleicht auch darstellen können, warum das kein Handicap ist. Und man hätte den Opfern und ehemaligen Bürgerrechtlern gegenüber sagen müssen, dass er gelernt und die Einstellung gewechselt hat. Aber all das hat man nicht getan, sondern man ist hineingeschlittert und wurde dann damit konfrontiert.

Andrej Holm wurde im September 1989 mit 18 Jahren als Offiziersschüler vereidigt. Er hatte sich für die Berufsoffizier-Laufbahn beworben. Im Januar 1990 wurde dieses Dienstverhältnis wieder beendet. Was kann Herr Holm denn in dieser Zeit für die Stasi getan haben? Kann er jemanden geschädigt oder menschliches Leid verursacht haben?

Er hat Berichte aus den verschiedenen Bereichen Ost-Berlins ausgewertet und an die Vorgesetzten weiter geliefert. Da hat er persönlich höchstwahrscheinlich niemandem geschadet. Er sollte – wenn ein Berufsanfänger das schon durfte – mitteilen, wie die Stimmung vor Ort ist, wie die Stimmung in Betrieben und Wohnbereichen und so weiter ist. Das waren ja turbulente Zeiten im Herbst 1989.  Hier hat er als Offiziersschüler gewirkt. Er wollte ja keine militärische Laufbahn einschlagen. Die Offizierslaufbahn beim MfS bedeutete nicht, dass alle militärisch tätig waren, sondern dass man eine militärische Grundausbildung bekam. Holm selber sollte dann ja in die Zeitschrift "Junge Welt" wechseln, um dort dann wahrscheinlich aufzupassen, dass der klare Klassenstandpunkt eingehalten wird.

Danach, so steht es in Holms Stasi-Akte, sollte er noch Journalistik studieren …

Ja. Und er sollte dann später als Stasi-Offizier höchstwahrscheinlich in irgendwelchen Redaktionen eingesetzt werden. Die Ausbildung diente seiner Qualifikation als hauptamtlicher Stasi-Offizier.

Heißt das, er hat sich für eine 25-jährige Dienstzeit verpflichtet?

Wieder herauszukommen aus der Stasi-Laufbahn war sehr schwierig. Da musste man über entsprechende Beziehungen verfügen. Aber warum sollte er heraus wollen? Holm wurde ja ein fester Klassenstandpunkt attestiert. Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass er bei Fortbestehen der DDR bei der Stasi geblieben wäre – zumal mit seinem familiären Hintergrund. Er kommt ja aus einer Stasi-Familie.

Der Vater, ein Journalist, war als Berufsoffizier im Ministerium für Staatssicherheit tätig und hat den Sohn laut Akte "positiv beeinflusst und seinen Berufswunsch unterstützt". Ist Holms Entscheidung für den MfS also eine logische Folge seiner Sozialisation?

Selbstverständlich. Er hat als 14-Jähriger schon die Bereitschaft erklärt, später einmal Stasi-Offizier zu werden. Das macht man nicht nur aus eigenem Antrieb. Der Vater war Stasi-Offizier - in solchen Familien gab es gar keinen Zweifel. Da kann man ihm auch nichts vorwerfen, wenn ein 15-Jähriger gedrängt wird, so etwas zu unterschreiben. Dass er dann noch in diesen turbulenten Tagen 1989 in die SED eintritt, dass er hauptamtlicher Mitarbeiter wird – da kann man schon Fragen stellen: Ob man mit 18 oder 19 Jahren nicht vielleicht auf den Gedanken kommen könnte, dass die Stasi nicht gerade positiv wirkt für die DDR.

Herr Holm arbeitet auch heute noch als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. Wird die Hochschule seine Akte eingesehen und bewertet haben?

Nein. Sie wird seine Akte überhaupt nicht eingesehen haben. Das ist nicht der normale Gang. Zumal Herr Holm nach seinem Studium auch oft freiberuflich gearbeitet hat. Er hat nicht kontinuierlich als Wissenschaftler an der Humboldt-Uni gearbeitet. Er war ja auch sehr stark politisch aktiv. Im linken bis linksextremen Milieu.

Wo sehen Sie Herrn Holm jetzt? Hat ihn die Wende gerettet und abgekehrt?

Er hat seinen Klassenstandpunkt beibehalten und den neuen Zeiten angepasst. Er wurde nicht bekehrt in dem Sinne, dass er den realen Sozialismus und die Stasi ablehnt. Das hat er nie öffentlich geäußert. Und er hat sich auch nie von gewaltbereiten Linksextremisten distanziert.

Er selber war ja verstrickt bis hin zum Linksterrorismus. Der Verdacht hat sich nicht belegen lassen. Gleichwohl hat der Bundesgerichtshof ihm ja attestiert, er habe eine linksextreme Gesinnung. Und das ist eben mehr, als nur gesellschaftliche Konflikte zu beschreiben, wie er selbst es jetzt darstellt.  Andrej Holm steht symptomatisch dafür, dass große Teile der Linken - so wie auch bei den Grünen - die Trennlinie zu den gewaltbereiten Linksextremisten nicht ziehen.

Da ist es nur ein i-Tüpfelchen, dass er bei der Stasi begann und jetzt Staatssekretär in einem rot-rot-grünen Senat werden soll. Doch ich würde nie den Stab brechen über jemandem, der mit 15 oder 18 Jahren etwas macht. Wenn das aber einer kontinuierlich fortsetzt unter neuen Bedingungen, da bin ich doch der Meinung, der ist als Staatssekretär fehl am Platze.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Sabine Prieß

Kommentar

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31 Kommentare

  1. 31.

    Fehl am Platze. Absolut!

  2. 30.

    Alle ehemaligen Stasi Mitarbeiter sowie alle "Grenzschützer" der ehemaligen DDR haben sich lt. neuester Rechtsprechung wegen Beihilfe zum Mord zu verantworten. Nach dem Gesetz sind sie genau so schuldig wie Gröning ( der Buchhalter von Auschwitz ) und andere Nazischergen.

  3. 29.

    Die Stasi hätte Holm für das, was er nach 90 schreibt und wofür er steht, eingesperrt. Die Stasi war viel, aber nicht links.

  4. 28.

    Was ist los in diesem Land? Niemand, aber auch niemand welcher auch nur geringfügig mit den Stasiverbrechern zu tun hatte ist würdig das Volk zu vertreten. Aber da dieses Gesindel ohnehin keinen Anstand besitzt tun sie alles um an dem rot-rot grünen Fressnapf zu sitzen

  5. 26.

    Da Holm noch 2007 offenbar der Hausbesetzerszene angehörte, kann man davon ausgehen, daß er nicht dazugelernt hat. Seine freiwillige Stasi-Mitgliedschaft spricht für ein sozialistisch-stalinistisches Weltbild, dass durch seine Zeit bei den Hausbesetzern bestätigt wird.
    Er hätte also erst nach 2007 einen Einstellungswechsel vollzogen haben können. Mir erscheint dies unwahrscheinlich. Er trat der Stasi 1989 bei, gerade zu einer Zeit des allgemeinen Stimmungswandels in der DDR-Bevölkerung. Das deutet auf eine bewußte, "jetzt erst recht" Entscheidung für die DDR. Mindestens 17 Jahre behielt er diese Einstellung, also bis zum mittleren Erwachsenenalter. Das deutet auf eine gefestigte Haltung, die sich auch in seiner Mitgliedschaft zur ehemaligen SED zeigt. Ich fürchte, er hat seine Einstellung nicht geändert. Es gibt mit Sicherheit in der Linken bessere Kandidaten.

  6. 25.

    Antwort auf Anna Lena (Kommentar 14.12.16/18:18 Uhr Sie sagen: hätte, hätte... wir sollen & müssen beurteilen, was der Mann bis heute gemacht hat! Wie können Sie das beurteilen? Er wird nicht auf etwas reduziert, was er mit 18 tat, sondern es wird hier auf ein bestimmtes Verhalten hingewiesen, welches sich in einem Diktatorenstaat sehr schnell auszubreiten scheint. Alle ducken sich (vor sogen. Obrigkeit), keiner traut sich mehr die Meinung zu sagen! Dann sage ich Ihnen auch einmal etwas: Sie widern mich an! Genau solche Leute wie Sie (und Holm) sind die Mitläufer und Aufbauhelfer totalitärer Systeme. Ziehen Sie doch nach Nordkorea. DOrt finden Sie genau das vor, was sie offensichtlich hier vermissen!

  7. 24.

    Wären Sie damals vor knapp 12 Jahren nicht an dieser einen Kreuzung damals abgebogen, sondern geradeaus weitergefahren, hätten Sie diesen anderen Job drei Jahre später bekommen und wären heute Millionärin. Will sagen, hätte, hätte, Fahrradkette... wir sollen und müssen das beurteilen, was der Mann damals und bis heute gemacht hat. Und wenn wir dann zu dem Urteil kommen, der ist nicht geeignet, dann gut. Aber jemanden darauf zu reduzieren, was er mit 14 oder 18 gemacht hat ist unsachlich.

  8. 23.

    Noch viel zu wenig dieser Artikel! Wenn man sich vorstellt, dass einer, für den die "BRD" das Feindbild überhaupt war, jetzt verbeamteter Staatsdiener dieser "BRD" ist, dann kann einem nur noch schlecht werden. Ein schlechtes Vorzeichen für Berlin und für Deutschland!

  9. 22.

    Ein Zonenrandwessi ergeifert sich ueber Hauptstadtossis.
    Wenn dies nicht Deutschland, sondern die USA waere, man vermutete russische Einflussnahme ;-)

  10. 21.

    Hätte Deutschland den Krieg gewonnen, wäre Schröder vielleicht eventuell ja wo gelandet. Welch ein erbärmliches Niveau.
    Ich wußte noch nicht, dass das OSI so auf den Hund gekommen ist.
    Warum Telepolis mit ewig gestrigen solche miesen Interviews führt, ist mir ein Rätsel.

  11. 20.

    "Er selber war ja verstrickt bis hin zum Linksterrorismus."(Zitat Schroeder)
    Ach ja? Und woher will Herr Schroeder das wissen? Weil er Menschen nach dem Prinzip "Wo raucht, da ist auch Feuer" be- und verurteilt, auch wenn sie freigesprochen wurden? Anscheinend hat Herr Schroeder nicht einmal die leicht zu findende Berichterstattung zum damaligen Fall Holm gelesen. Dem Herrn gefällt die Holm unterstellte Gesinnung nicht, wie er selbst sagt. Dass ein Gegner und ausgewiesener Kenner der Berliner Gentrifizierung Bau-Staatssekretär wird, finde ich sehr beruhigend. Immobilienhaien und Investoren gefällt das natürlich nicht. Das Herr Holm da Gegenwind bekommt, ist nicht weiter verwunderlich. Vielleicht sagen die Äußerungen des Herrn Schroeder mehr über ihn selbst aus als über Herrn Holm?

  12. 19.

    Es geht hier um die Ablehnung eines ehemaligen Stasi-Mannes als Staatssekretär und auch um die Art und Weise wie die "Linke" sich verhalten hat. Die SED-Diktatur und ihre Nachwirkungen habe nichts unmittelbar mit Konservatismus oder AfD zu tun. Das sind Vorgänge, die die Aufmerksamkeit der Demokraten erfordern. Freiheit und Demokratie sind täglich zu erobern, kein gesicherter Dauerzustand.

  13. 18.

    Wäre nicht die Wende gekommen, hatte er ohne schlechtes Gewissen Menschen über die Klinge springen lassen. Es gibt Dinge die kann man nicht vergessen. Habe diese liebenswürdigen Mitarbeiter selber kennen gelernt.

  14. 17.

    Keine Angst, Tobias, die Augen sind weit offen. Es ist auch notwendig.

    Von einer weißen Weste hat niemand gesprochen. SIE wollten die Verantwortung woanders hinschieben.

  15. 16.

    Der Westen hätte ja die Kooperation mit der Stasi unterbinden können .. haben sie aber nicht uhhhh schöne weiße Weste der damaligen Regierungen

    Macht mal alle eure Augen auf

  16. 15.

    "Dass er dann noch in diesen turbulenten Tagen 1989 in die SED eintritt, ..." . Wer solch einen Satz loslässt, kennt die Tage 1989 in der DDR schlecht. Für viele Menschen waren die Tage nicht turbulent bis in den Oktober hinein und selbst die Demos liefen ja bekanntlich nach Feierabend. Am Tag wurde brav in den VEB und anderswo gearbeitet durch die Masse der Leute.

  17. 14.

    In der Berliner CDU schäumt man ja auch deshalb besonders, weil man Zweifel daran hat, daß Herr Holm auf dem Boden des Grundgesetzes steht und bereit ist, im Sinne unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu handeln. Zumal sich Herr Holm vom BGH eine fragwürdige Gesinnung habe bescheinigen lassen müssen.

    Das ist übrigens die gleiche Partei, deren gerade abgedankter, ja auch für die Verteidigung der Verfassung zuständiger Innensenator (und Landesvorsitzender) mal eben dreihundert Polizisten aufmarschieren und eine Immobilie räumen ließ und sich kurz darauf vom Gericht darüber informieren lassen mußte, daß man für eine Zwangsräumung einen entsprechenden Rechtstitel braucht.

    Was soll man dazu sagen? Die Polemik der CDU mit Polemik beantworten und darauf hinweisen, daß Herr Henkel ja aus der DDR kam und er offenkundig das dortige Rechtsverständnis verinnerlicht hat?

  18. 13.

    "verstrickt bis hin zum Linksterrorismus", was für ein bodenlose Unverschämtheit... wäre ich der Holm, ich würde den Schroeder wegen Verleumdung anzeigen... mit Gregor Gysi wurde seinerzeit genauso umgegangen: vor Gericht gab es für beide, Holm und Gysi, einen lupenreinen Freispruch, aber die Sozialistenfresser vom Dienst schmeißen weiter mit Dreck, irgendwas wird schon hängen bleiben. So ist das eben, kommt einmal ein Linker ins Amt, schreien die Konservativen im Kollektiv mit der AfD Zeter und Mordio, da geht es gleich unter die Gürtelline... "Stasi-Familie", noch so eine Unverschämtheit... man fasst es nicht.

  19. 12.

    Für Ihre ersten 2 Sätze volle Zustimmung. - Und keiner verwehrt ihm das Recht, aus der seine Biographie umfließenden Geschichte gelernt zu haben. Er hat das Recht auf Bildung, auf Berufsausübung in diesem Land. Soll er ein unbescholtener, normaler Bürger sein.
    NIE, aber auch nie werde ich die Geschehnisse in der Nacht des 7. Oktober 1989 in Prenzlauer Berg vergessen können, den Straßenkampf von Stasi und Polizei gegen die „Konterrevolution“; damals war ich 33 Jahre alt.
    Ich hab nach wie vor keinerlei Verständnis für Geschichtsverklitterung, gleich welcher Couleur, gleich welcher Partei und ihrer parteilich gestützten "Würdenträger".

  20. 11.

    Ich weiß gar nicht, was peinlicher ist, die Fragen oder die Antworten. Hier werden ja reine Mutmaßungen über die Gesinnung eines Menschen angestellt und völlig unabhängig von seiner fachlichen Eignung diskutiert . Und das bekommt hier (tagesschau) so ein Forum und wird dadurch geadelt. Furchtbar.

  21. 10.

    Gerade die CDU sollte sich beim kritisieren zurück halten.Diese Partei sollte zu erst ihre Rolle in Punkto Altnazis aufarbeiten.Vorallem in den 50er und 60er Jahren.

  22. 9.

    Hätte es die Wende nicht gegeben, wäre Herr Holm heute ein hohes Tier bei der Staatssicherheit. Dass er mit 18 von der Stasi abgelassen hat, steht doch wohl in direktem Zusammenhang mit dem Untergang der DDR. Gestern gegen das Volk - heuter für das Volk?

  23. 8.

    Sind das wirklich die Personen von denen sich die Wähler der linken vertreten fühlen? Leider noch immer nix gelernt und sich konsequent vom Unrecht der DDR und seiner Schergen distanziert. Schade eigentlich.

  24. 7.

    Der war 18 und kam aus einer Familie, die die DDR nicht kritisch gesehen hat, sondern im Gegenteil... dass sich so einer seinen Traumberufswunsch (?) mit Stasi Karriere vorstellen kann, wo es viele andere Jugendlichen nicht konnten, finde ich nicht erstaunlich... auch wenn er mir allein dadurch damals nicht unbedingt sympatisch gewesen wäre. Ich für meinen Teil rechne es ihm an, dass er danach angefangen hat seinen Kopf zu gebrauchen. Ich habe nach der Wende gesehen, wie schnell die Karrieristen aus der SED ausgetreten sind und ihr Mäntelchenin den neuen Wind gehängt haben-bis hin zur völligen Bekehrung zum DDR Bild des Westen (das leider bis heute stark durch den kalten Krieg geprägt ist)
    Zum Thema angeblicher Linksterrorismus: Das Wort das hn in diesen Verdacht brachte war Gentrifizierung. Ein Gericht hat festgestellt , dass die Überwachung, der er ausgesetzt war, rechtswidrig war.

  25. 6.

    Oh,ein weiterer Artikel zu dem Thema. Da kommt man ja langsam in Versuchung dem user "Schade" aus dem letzten Artikel teilweise Recht zu geben. Fakt ist,er war ein paar Monate bei der Stasi. Wichtig ist zu klären,was er in dieser Zeit getan hat und nicht,was er in den nächsten 10 Jahren vielleicht getan hätte. Soweit sind wir in dem Land hoffentlich noch nicht,dass sowas in eine Beurteilung mit einfliesst. Auch seine Familiensituation spielt in diesem Alter eine gewichtige Rolle.

    Viel wichtiger wäre doch zu wissen,was er in seiner Position vor hat. Dem Anschein nach kann er wirklich was bewegen,bei dem Wind der ihm entgegen bläst. Als wenn Berlin keine anderen Probleme hätte.

    Jemanden seine Stasi Vergangenheit mittels einer Stasi Akte vorzuwerfen ist scheinbar auch kein Widerspruch.

    @Plotosus Gratulation zu diesem herrlich differenzierten Kommentar..

  26. 4.

    Es ist wirklich ekelhaft. Herr Holm ist ein anerkannter kritischer Wissenschaftler. Es hat sich lange von der Stasi und der DDR distanziert. Hier versucht die politische Rechte und die Immobilienlobby mithilfe der Stasi-Keule Herrn Holm zu verhindern.

  27. 3.

    Weil die Stasi auch im Westen eingekauft hat, ist der Westen also schuld an den Verbrechen der Stasi ? So kann man sich die Geschichte auch zurechtbiegen.....

  28. 2.

    ich würde gern wissen von der CDU SPD CSU und die ganzen Parteien der Altbundesländer, warum verschwiegen wird, dass sich die BRD an der technischen Ausstattung der Stasi beteiligt hat. Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Schließlich habe man sich so auch an den Stasi Verbrechen beteiligt und zugesehen.

  29. 1.

    Dank Informationen von Typen wie ihm kamen Menschen jahrelang unschuldig ins Gefängnis, wurden Müttern ihr Kinder weg genommen, habe Menschen in DDR Gefängnissen Selbstmord begangen, sind Menschen an der Grenze verhaftet und erschossen worden usw.. Auch Ich kenne ein Stasigefängnis nicht nur von einem Besuch nach der Wende.
    Unrecht bleibt immer Unrecht aber dank einer stasiverseuchten Partei wird es nun zu einer Jugendsünde umgedeutet, weil es den Stasifreunden gerade passt und nun wird er womöglich auch durch die Steuern von früheren Opfern finanziert.
    Da fällt mir nur Max Liebermann ein : Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte !

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