Bilder der Überwachungskamera vor dem Fussil-Moschee-Verein (Quelle: rbb/Berliner Polizei)

LKA und Staatsanwaltschaft - Polizei: Mann von Überwachungskamera-Bildern meldet sich

Am Donnerstag haben wir Observationsbilder gezeigt, die dem rbb aus Sicherheitskreisen zugespielt wurden. Die Bilder entstanden vor der Moabiter Islamistenmoschee, in der der mutmaßliche Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri verkehrt haben soll.  

Am Donnerstag haben wir Observationsbilder gezeigt, die dem rbb aus Sicherheitskreisen zugespielt wurden. Die Bilder entstanden vor der Moabiter Islamistenmoschee, in der mutmaßliche Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri verkehrt haben soll. Der auf diesen Bildern kurz vor und nach der Tat zu sehende Mann ist laut Polizei und Staatsanwaltschaft nicht der getötete Terrorist, sondern ein Unbeteiligter, der sich nun bei den Behörden gemeldet habe. Die Moschee gilt als Anlaufstelle für IS-Aktivisten. In der Nähe der Moschee war der LKW für den Terroranschlag gekapert und das Bekennervideo des Terroristen gedreht worden. Die Innenverwaltung prüft ein zeitnahes Verbot des Moscheevereins.

Dazu erklärt rbb-Sprecher Justus Demmer: "Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Bilder gab es weder für den rbb noch für die aus unserer Sicht hoch vertrauenswürdige Quelle, die dem rbb das Material übermittelte, begründete Zweifel daran, dass auf den Bildern Amri zu sehen ist. Der rbb geht nach seinen Recherchen weiter davon aus, dass die Sicherheitsbehörden zu diesem Zeitpunkt der gleichen Überzeugung waren. Dass sich diese Einschätzung nun als falsch herausstellt und korrigiert werden muss, bedauern wir. Wir sehen dies als Fortschritt in den Ermittlungen der Polizei und passen unsere Berichterstattung entsprechend an. Bei gleicher Quellenlage würde der rbb wieder genau so verfahren."

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