Archivbild: Ein Europäischer Grauwolf in Schweden (Quelle: imago/blickwinkel)

Wolfs-Informations-Zentrum in Brandenburg - Aufklärung zum 'großen Beutegreifer' soll Akzeptanz erhöhen

Im Wildpark Groß Schönebeck in der Schorfheide entsteht Brandenburgs erstes Wolfs-Informations-Zentrum. Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat dafür am Donnerstag den Fördermittelbescheid in Höhe von rund 950.000 Euro übergeben.

Bis zum Sommer 2018 soll im Wildpark ein Informationszentrum für Besucher und Familien entstehen. Er habe ein wenig Sorge, dass die Akzeptanz gegenüber dem Wolf abnehmen könnte, sagte Umweltminister Vogelsänger dem rbb. "Deshalb braucht man Information und Aufklärung." Neben einer Ausstellung zum Wolf soll es zudem Seminare und Beratungsangebote für Jäger, Tierhalter und Landwirte geben.

In Brandenburg lebt die Hälfte der deutschen Wolfsrudel

Die Leiterin des Wildparks Schorfheide betonte, ein realistisches Bild vom Wolf zeigen zu wollen. "Er ist nun mal ein großer Beutegreifer und hat im Ökosystem seine Berechtigung", so Heyter. "Es geht darum, dafür zu sorgen, dass der Wolf akzeptiert wird."

Laut Umweltministerium leben in Brandenburg derzeit 22 Wolfsrudel. Das ist knapp die Hälfte der Rudel in ganz Deutschland.

Landwirte sind skeptisch

Für Naturschützer ist die Wiederansiedlung der einst ausgestorbenen Wölfe eine gute Nachricht. Landwirte beklagen Schäden. Sie wollen mehr finanzielle Hilfe zum Schutz ihrer Herden, aber auch einen Ausgleich für tote oder verletzte Tiere. Im April nehmen voraussichtlich zwei Wolfsbeauftragte ihre Arbeit auf.

Im Naturpark Schorfheide leben seit 1996 ausschließlich Tierarten, die hier einst heimisch waren oder es sind. 80 000 Besucher kommen jährlich.

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