Das Brandenburger Tor ist am 02.01.2017 in Berlin zum Gedenken an die Opfer des Anschlags in Istanbul in den Farben der türkischen Flagge angestrahlt (Quelle: dpa/Maurizio Gambarini)

IS-Terror in Istanbul - Müller verurteilt Anschlag als "menschenverachtende Terrortat"

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller spricht den Opfern des Terrorakts von Istanbul und deren Familien sein Beileid aus - und zieht Parallelen zum Anschlag von Berlin. Als Zeichen der Solidarität wird das Brandenburger Tor in den türkischen Farben angestrahlt.

 

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat den Anschlag auf einen Istanbuler Nachtclub als "menschenverachtende Terrortat" verurteilt. Diese Tat verdiene wie der Anschlag in Berlin kurz vor Weihnachten nichts als tiefe Abscheu, erklärte Müller am Montag. Bereits in seiner Neujahresansprache hatte Müller den Terror zum Thema gemacht – "Es gibt in freien Gesellschaften keine absolute Sicherheit", sagte er. Er sprach den Opfern und ihren Familien sein Beileid aus.

Bei dem Angriff von mindestens einem Bewaffneten waren in der Nacht auf Sonntag 39 Menschen getötet worden, darunter mindestens 26 Ausländer. Von dem Täter fehlt jede Spur. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.

In dem Bekennerschreiben hieß es: "In Fortsetzung der gesegneten Operationen des Islamischen Staates gegen die Beschützerin des Kreuzes, die Türkei, hat einer der heldenhaften Soldaten des Kalifats gegen den berühmten Nachtclub zugeschlagen, wo die Nazarener (Christen) ihr polytheistisches Fest feiern."

Brandenburger Tor wird in Türkeifarben angestrahlt

Istanbul ist eine Partnerstadt Berlins – viele Türken wohnen in der Hauptstadt. Als Zeichen der Solidarität wird am Montagabend das Brandenburger Tor in den rot-weißen Farben der türkischen Flagge angestrahlt. Am Nachmittag hatten mehrere islamische Religionsgemeinschaften vor der türkischen Botschaft Berlin Blumen niedergelegt.

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