Das Rathaus Lichtenberg aus der Froschperspektive (Quelle: imago/Engelhardt)

Neuer Kandidat nominiert - Lichtenberger AfD zieht Hebold als Stadtratskandidaten zurück

Es ist der erste Bezirk, in dem sich die AfD der politischen Mehrheit beugt. Für den Stadtratsposten in Lichtenberg nominiert die Partei einen neuen Kandidaten, nachdem der bisherige umstrittene Kandidat Hebold mehrfach bei den Bezirksverordneten durchgefallen war.

Frank Elischewski soll Stadtrat für die AfD in Lichtenberg werden. Das sagte der stellvertretende Bezirksvorsitzende Karsten Woldeit rbb|24 am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht des Tagesspiegels. Die Nominierung folgt auf die mehrfach gescheiterte Wahl des umstrittenen Kandidaten Wolfgang Hebold. "Aus unserer Sicht war es aussichtslos, weiter zu kandidieren, wenn offensichtlich ist, dass es keine Chance gibt, gewählt zu werden", erklärte Woldeit die Entscheidung des Bezirksverbands.

Hebold war in der BVV-Sitzung im Dezember in zwei Wahlgängen durchgefallen. Aufgrund des Proporzwahlsystems in den Berliner Bezirken hat die AfD in Lichtenberg - wie in sechs weiteren Bezirken - Anrecht auf einen Stadtratsposten.

Porträtfoto von Frank Elischewski, Schatzmeister der AfD Lichtenberg (Quelle: AfD Lichtenberg)
Bisher Schatzmeister bei der AfD-Lichtenberg: Frank Elischewski.

Bundesbehörde gab Elischewski bereits frei

Elischewski war bisher Schatzmeister im Bezirk Lichtenberg und ist nach Woldeits Angaben bereits seit 2014 in der AfD aktiv. Er ist 49 Jahre alt, promovierter Biologe, verheiratet und Vater einer Tochter. Derzeit arbeitet er "in einer oberen Bundesbehörde", die Woldeit nicht näher nennen wollte. Elischewskis Dienstherr habe ihm aber bereits die Freigabe dafür gegeben, Stadtrat in Lichtenberg zu werden. Vor der AfD habe sich Elischewski bisher nicht politisch engagiert, sagte Woldeit. "Er ist in der Politik ein Neuling, aber das halte ich nicht für einen Nachteil", so Woldeit.

Nun sollen die anderen Fraktionen den neuen Kandidaten kennenlernen. Deshalb habe es bereits Einladungen zu entsprechenden Treffen gegeben, berichtete Woldeit. Er fügte hinzu, die CDU habe ihm bereits telefonisch versichert, einem solchen Treffen zuzustimmen.

Auch ohne AfD-Stadtrat ist das Bezirksamt Lichtenberg bereits arbeitsfähig, da vier der fünf Mitglieder gewählt sind. Das sind der Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke), sowie die Stadträte Birgit Monteiro (SPD), Katrin Framke (Linke) und Wilfried Nünthel (CDU).

Der ursprüngliche AfD-Kandidat Wolfgang Hebold war in beiden Wahlgängen bei der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 15. Dezember 2016 durchgefallen. Im Nachgang der BVV-Sitzung hatte Woldeit zunächst an Hebold als Stadtratskandidaten festgehalten. Dass es nun doch zu einer neuen Nominierung kam, sei aber mit Hebold abgesprochen worden, sagte Woldeit. Die Wahl der Stadträte in Lichtenberg wird am 19. Januar fortgesetzt.

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Musste doch auch nicht. Bleib mal in Deinem Brandenburgischen Dorf und beobachte neidisch die große Stadt.
    Lichtenberg ist links, da kannste nölen, hetzen und maulen, wie Du willst. Du bist hier eben nicht der Wähler, der entscheidet.

  2. 1.

    Na da bin ich aber froh das der Links Populist Grunst zum Bürgermeister Lichtenberg gewählt worde, der ist ja sowas von sauber,nur noch ein roter Chaos Haufen in vielen Stadtbezirken, aber das spiegelt sich ja auch in der aktuellen Politik der Stadt Berlin wieder, der Müller ist nur noch Statist mehr nicht, P.S. vor so einem Bürgermeister hätte ich aber auch keinen Respekt.

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