Das aktuelle Besucherzentrum vor dem Reichstagsgebäude - es wird durch das neue Busucherztrum ersetzt (Quelle: Imago / Stefan Zeitz)

150 Millionen Euro sind vorgesehen - Schweizer bauen das Besucherzentrum am Bundestag

Ein Schweizer Architektenteam wird das für rund 150 Millionen Euro geplante Besucher- und Informationszentrum des Deutschen Bundestags bauen. Es schlägt als zentralen Eingang für die jährlich rund 2,4 Millionen Besucher einen lichten, mit weißen Säulen gegliederten Glasbau im Tiergarten vor - mit einem Fußgängertunnel zum gegenüberliegenden Reichstagsgebäude.

Wie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung am Mittwoch mitteilte, konnte sich in der Schlussrunde des Wettbewerbs die Züricher Arbeitsgemeinschaft Markus Schietsch Architekten gemeinsam mit den Landschaftsarchitekten Lorenz Eugster durchsetzen. Sie hatten im November einen der beiden ersten Preise gewonnen und konnten sich nun gegen das Berliner Büro von Markus Bonauer, Michael Bölling und rw+ Architekten durchsetzen.

Schwieriger Baugrund wird erwartet

Ihr jetzt überarbeiteter Entwurf überzeuge durch seine funktionalen räumlichen Anordnungen, befand die Jury unter Vorsitz des Stuttgarter Architekten Arno Lederer. "Der städtebaulich klar definierte und einladende Vorplatz schafft eine attraktive Eingangssituation", hieß es.

Der Ältestenrat des Bundestags hatte den Neubau mit einem Tunnel unter der Scheidemannstraße Ende 2015 beschlossen. Geplant sind neben gastronomischen Angeboten Möglichkeiten zur Information und Kommunikation. Zudem sollen die Sicherheitskontrollen hier stattfinden. Das bisher dafür genutzte provisorische Gebäude vor dem Reichstag könnte entfallen.

Um das Projekt hatten sich in einem zweistufigen offenen Wettbewerb 187 Büros beworben. Zuvor gab es den Angaben zufolge umfangreiche  Machbarkeitsuntersuchungen. An dem Abstimmungsprozess waren  Bundesbauamt, Bundestag, Bundesbauministerium und das Land Berlin beteiligt. Wegen der U-Bahntrassen unter dem Gelände rechnen die Experten mit schwierigen Tiefbauarbeiten.

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