Andrej Holm bei einer Diskussion zum Thema soziale Wohnpolitik. (Quelle: imago | IPON)
Video: Abendschau | 18.01.2017 | Beitrag von Boris Hermel

Ex-Staatssekretär verliert Job - Humboldt-Uni kündigt Holm - der will dagegen klagen

Ex-Staatssekretär Andrej Holm kann nicht zurück an die Berliner Humboldt-Universität: Die Hochschule will ihm kündigen, Holm will nun dagegen klagen. 150 Studierende kündigten an, aus Protest bis Freitag Seminarräume besetzen zu wollen.

Die Berliner Humboldt-Universität (HU) wird ihr Arbeitsverhältnis mit dem stasibelasteten Stadtsoziologen Andrej Holm beenden. Der Vertrag mit der Hochschule werde "ordentlich gekündigt", sagte HU-Präsidentin Sabine Kunst am Mittwoch unter lautstarkem Protest von Studenten. Über die bevorstehende Beendigung des Arbeitsverhältnisses hatte der rbb bereits am Dienstag exklusiv berichtet.  

Aus Protest gegen diese Entscheidung haben rund 150 Studierende die Seminarräume des Instituts für Sozialwissenschaften besetzt. Sie fordern, die Entlassung Holms rückgängig zu machen oder alternativ eine neue, unbefristete Stelle am Institut für Holm zu schaffen. "Wir werden die Besetzung bis Freitag fortsetzen und kritische Seminare und Diskussionsveranstaltungen durchführen", sagte ein Studierendensprecher rbb|24.

Andrej Holm teilte auf seiner Webseite mit, dass er gegen die Kündigung beim Berliner Arbeitsgericht Klage erheben werde. "Ziel der Klage wird sein festzustellen, dass die Kündigung rechtswidrig und damit unwirksam ist", schreibt Holm.

Bis zur Klärung könnte ein Jahr vergehen

Nach Einschätzung des Arbeitsrechtlers Alexander Bredereck stehen Holms Chancen gut, die Klage zu gewinnen. "Eine Kündigung würde niemals vor Gericht Bestand haben, da sehe ich kein Problem für Herrn Holm", sagt Bredereck auf Anfrage von rbb|24. Der Anwalt hat selbst schon Mandanten mit Stasi-Bezug erfolgreich vertreten - und kann auch auf höchstrichterliche Urteile verweisen, die seine Rechtsauffassung stützen. So hatte das Bundesarbeitsgericht 1999 in einem ähnlichen Fall die Kündigung eines Uni-Mitarbeiters für unwirksam erklärt. Junges Alter und kurze Tätigkeit für die Stasi müssten bei der Bewertung von Falschangaben berücksichtigt werden, urteilte das Gericht (2 AZR 902/98). Holm selbst hatte als 18-Jähriger eine Ausbildung bei der Stasi begonnen, fünf Monate später wurde sie durch den Zusammenbruch der DDR beendet.

Aber selbst wenn Holm vor Gericht Recht bekäme - bis zu einem Urteil des Berliner Arbeitsgerichts könnte ein Jahr vergehen. Möglich wäre auch, dass sich beide Parteien stattdessen auf einen Vergleich einigen - Holm also eine Abfindung erhält und die Kündigung wirksam bleibt. "Das passiert in 90 Prozent der Fälle", so Bredereck.

Legen die HU oder Holm jedoch gegen ein Urteil in der ersten Instanz Rechtsmittel ein, könnte es sogar fünf Jahre dauern, bis das Bundesarbeitsgericht endgültig entscheidet.

Kündigung wegen "arglistiger Täuschung"

HU-Präsidentin Kunst sagte, sie bedauere die Entscheidung, Holm ordentlich zu kündigen, weil die Humboldt-Universität zu Berlin einen renommierten und anerkannten Stadtsoziologen mit großer wissenschaftlicher Reputation verliere. Die Kündigung beruht ihren Worten zufolge nicht auf der Tätigkeit von Holm für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), sondern einzig darauf, dass er die HU hinsichtlich seiner Biographie getäuscht und auch an dem wiederholt vorgebrachten Argument der Erinnerungslücken festgehalten hat.

2005 hatte Holm bei seiner Einstellung in einem Fragebogen die Frage, ob er hauptamtlich bei der Stasi tätig war, verneint. Auch in "verschiedenen Lebensläufen" habe er zu verschleiern versucht, dass er Offiziersschüler des MfS war. "Dies ist arbeitsrechtlich eine arglistige Täuschung", sagte Kunst. Mitte Dezember habe er der HU einen neuen Lebenslauf zugesandt, in der die Tätigkeit als Offiziersschüler gegenüber der HU erstmals erwähnt worden sei.

Arbeitsrechtler Bredereck sagte dazu, diesen Argumenten stehe entgegen, dass Holm elf Jahre lang an der HU gearbeitet habe, ohne dass seine Tätigkeit beanstandet wurde. "So eine beanstandungsfreie Zeit wird von einem Richter in der Regel auch gewürdigt", sagte Bredereck. Zudem sei fraglich, ob die Formulierungen in dem HU-Fragebogen hinreichend präzise formuliert waren.

Falschangaben und fehlendes Bedauern gaben den Ausschlag

Mit den Falschangaben sei das Vertrauensverhältnis der HU gegenüber Holm nachhaltig gestört worden, erklärte Kunst weiter. In der Stellungnahme gegenüber der HU sei mit keinem Wort ein Bedauern zu erkennen gewesen. Die Falschangaben, das fehlende Bedauern und Holms Beharren auf "Erinnerungslücken" hätten die Universitätspräsidentin dazu gebracht, das Arbeitsverhältnis zu beenden.

Nachdem Sabine Kunst ihren Entschluss verkündet hatte, warf ihr der Student Stephan Junker vor, befangen gewesen zu sein: "Die einzige Schlussfolgerung die bleibt, ist, dass sie diese Entscheidung nur getroffen haben, weil sie in der gleichen Partei sind wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller", rief er aufgebracht ins Saalmikrofon.

Holm am Montag als Staatssekretär zurückgetreten

Holm, der von der Linken zum Staatssekretär für Stadtentwicklung und Wohnen ernannt worden war, trat am Montag nach gut einem Monat von diesem Amt zurück. Zuvor hatte ihn der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) zum Rücktritt aufgefordert. Am Dienstag entließ ihn der Senat offiziell - ein rein formaler Akt, da ein Beamter sich nicht selbst entlassen kann.

Den Linken ersparte Holm mit seinem Rücktritt die Entscheidung, ob sie an ihm festhält und einen Bruch der Koalition riskiert.

mit Informationen von Boris Hermel und Miriam Keuter

Kommentar

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112 Kommentare

  1. 111.

    Unsere Kanzlerin hat ganz prima staatstreue Sprüche von sich gegeben in der DDR, aber vielleicht war es höhere Diplomatie.
    Bis jetzt finde ich sie gut, besser als die vielen SPD-Machos.

  2. 110.

    "Schade, dass Sie jetzt etwas persönlich werden. Ich gehe auf die Rente zu" Dann sorry für meine Vermutung, aber Personalabteilungen sollten nun wirklich keine Schnüffelstuben sein. Mir geht es bei Holm auch nicht um die Stasi-Mitgliedschaft per se, sondern darum, wie er damit im Nachhinein umgegangen ist. Ich bin kein überdurchschnittlich dummer Mensch, aber noch heute ist mir nicht vollständig klar, wie Leute, die sich für eine Karriere beim MfS rekrutieren liesen, charakterlich gestrickt sein mögen. Aber das Verhalten von Holm passt irgendwie in mein trübes Bild.
    Und was seine so hochgelobte wissenschaftliche Tätigkeit angeht ... der Mann ist über 45 Jahre alt und offenbar immer noch nicht habilitiert - an richtigen Lehrstühlen würde er nicht einmal eine Lehrbefugnis erhalten. Aber wenn es mit der Habilitation nicht geklappt hat, klappt es vielleicht mit der Rehablitation ... (ein Spass!)

  3. 109.

    Schade, dass Sie jetzt etwas persönlich werden. Ich gehe auf die Rente zu und habe schon einiges erlebt. Ebenso ist bedauerlich, dass man bei Leuten, die eigentlich einen vernünftigen und überlegten Eindruck hinterlassen, nur "Stasi,Stasi" rufen braucht, damit sie jede Ausgewogenheit im Urteil fallen lassen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass sich die HUB so toll in der Vergangenheit nicht verhalten hat und jetzt nicht die betrogene Unschuld spielen kann.
    Herr Holm allerdings auch nicht.

  4. 108.

    Klagen ist sein Recht, eine arglistige Täuschung nicht Herr Holm. „Zur Begründung erklärte Kunst, Holm habe bei seiner Einstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Jahr 2005 versucht zu verschleiern, dass er Angehöriger des Ministeriums für Staatssicherheit war. Das sei eine arglistige Täuschung, sagte Kunst. Mit der Falschaussage sei das Vertrauensverhältnis gestört. Er habe allerdings auch 2011 und 2016 erneut falsche Angaben gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung von Sabine Kunst. "In seinem Lebenslauf, den er bei der Wiedereinstellung 2011 der HU vorgelegt hat, verschwieg Herr Dr. Holm die Tätigkeit als Offiziersschüler des MfS weiterhin", schrieb die HU-Präsidentin. Als der Tagesspiegel Mitte Dezember über Holms Tätigkeit als Offiziersschüler berichtete, korrigierte Andrej Holm seinen Lebenslauf bei der HU, allerdings nicht vollständig! Auch hier gab er erneut an, er habe eine Grundausbildung beim Wachregiment geleistet.“ Öfter gelogen als bisher gedacht!“schönen Freitag

  5. 107.

    "Gerade dazu gibt es ja Personalabteilungen, die auch aus solchen Gründen Zeitungen lesen, im Internet surfen etc. "
    Ich befürchte fast, dass Sie noch nicht viele Schritte in einem eigenen Erwerbsleben absolviert haben.
    Die von Ihnen beschriebenen Tätigkeiten sind eher die Expertisen, die sich Herr Holm mit seinem ersten Berufswunsch aneignen wollte (wenngleich dazumal auch ohne Internet) oder wofür wir viel Steuergeld in den BND, in Dutzende Verfassungsschutzämter etc. pumpen :-).

  6. 106.

    Gerade dazu gibt es ja Personalabteilungen, die auch aus solchen Gründen Zeitungen lesen, im Internet surfen etc.
    Wenn sich herausstellt, dass die HUB dieses Blatt in diesem Zeitraum abonniert , die Personalabteilung aber lieber die "St.Pauli Nachrichten" gelesen hat, ist das Ding eigentlich durch.

  7. 105.

    "In welchem politischen Klima leben wir eigentlich? Da wird einem nach fast 27 Jahren das Recht auf eine Staatsfunktion abgesprochen, weil er eine 5 monatige Tätigkeit als 18 jähriger Jugendlicher nicht richtig angegeben hat." Was hat das mit politischem Klima zu tun - Herr Holm hat das übrigens wiederholt getan. Zuletzt in 2011 ... Von einem Hochschullehrer im öffentlichen Dienst sollte man in jeder Beziehung korrektes Verhalten erwarten dürfen, er hat schliesslich auch Vorbildfunktion. Ich hoffe nicht, dass die rechtswidrigen Reaktionen seiner Studenten das Ergebnis dieser persönlichen Vorbildwirkung sind - aber wer weiss?

  8. 104.

    In welchem politischen Klima leben wir eigentlich? Da wird einem nach fast 27 Jahren das Recht auf eine Staatsfunktion abgesprochen, weil er eine 5 monatige Tätigkeit als 18 jähriger Jugendlicher nicht richtig angegeben hat. Seine Entwicklung, seine Leistungen und sein Verhalten der ganzen Jahre seit 1990 werden in einem medialen Kessel treiben, dass ich als Hexenjagd bezeichnen möchte, ignoriert und zerrissen.

    Kennen wir keine Vergebung, keine Gnade mehr? Ganz abgesehen davon, ob es hier um eine Verfehlung oder gar Verbrechen geht, die solches überhaupt erfordern? Fragen wir uns selbst, welches Vergehen Andrej Holm begangen hat, so bleibt am Ende doch nur diese kurze Episode in den Wendetagen der DDR. Und so etwas wie eine zweite Chance kommt nicht in Frage, wenn man schon sagen will er habe sich falsch verhalten.

    Es wird Zeit, dass wir in Deutschland lernen mit allen Kapiteln unserer wechselvollen Geschichte und den Beteiligten versöhnlicher umzugehen,

  9. 103.

    "die Sache war bekannt, die HUB hat es wohl über Jahre hingenommen". Ich habe das TAZ-Interview aus 2007 mal "genossen" - ein schickes Wortbild - auch dort wurde u.a. vom Wachregiment F.D. gesprochen, allerdings auch von weiterführenden "Aufgaben" und seiner von ihm offenbar recht minutiös geplanten Stasi-Karriere. Nun müsste Frau Prof. Kunst einerseits genau diese TAZ gelesen haben (und ich kenne keinen Naturwissenschaftler, der sich dieses Schmierenblatt antun würde) und/oder man müsste beweisen, dass dieser Sachverhalt tatsächlich und offiziell (bspw. durch Eintrag in die Personalakte) der Uni bekannt war. Gibt es da keinen offiziellen Vermerk, wird das eher schwierig - die Lügen von Herrn Hol aus 2005 und 2011 scheinen ja schriftlich dokumentiert und damit beweisbar zu sein ...

  10. 102.

    Ich habe die Aussagen der HUB-Präsidentin ( hoffentlich) richtig wiedergegeben. Mit der Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses kann man meines Erachtens nicht kommen, die Sache war bekannt, die HUB hat es wohl über Jahre hingenommen.

  11. 101.

    "Bei zutreffender Ausfüllung des Fragebogens wäre Holm eingestellt worden, die Stasitätigkeit wäre kein Hindernis." Ich kenne die spezifischen Zugangsvoraussetzungen für den Lehrtätigkeit an der HU nicht, aber das scheint so zu sein. Zunächst ist eine Überprüfung der Eignung für einen Beruf / eine Tätigkeit auch nichts Ungewöhnliches, für Ärzte wird zur Erlangung der Approbation ja auch ein polizeiliches Führungszeugnis etc. verlangt beizubringen.
    Wenn Herr Holm so bescheuert ist, die diesbezüglichen Anforderungen seines potentiellen Arbeitgebers nicht zu kennen ... :-). Das Grundproblem ist m.E. wie durch Frau Prof. Kunst benannt die arglistige Täuschung seines Arbeitgebers und die damit verbundene Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses sowie sein Verhalten in 2011, wo er das Bestehen des Dienstverhältnisses als Berufsoffizier MfS der HU gegenüber wohl wiederum verschwiegen hat. Insofern wird er vermutlich auch arbeitsrechtlich nicht völlig auf der sicheren Seite sein.

  12. 100.

    Mein Vater hat damals nicht gelogen, als er zur Wende als Wirtschaftswissenschaftler in der HU gekündigt wurde - NUR weil er SED Mitglied war! Er wurde ohne Angabe von Gründen entlassen und durch West-Kollegen ersetzt!
    ALLE im Öffentlichen Dienst würden auf Stasi-Tätigkeit überprüft und bekamen den "Persilschein" oder wurden entlassen ... Wer falsche Angaben gemacht hat, sowieso! JEDER wußte was die Stasi gemacht hat und jeder der Grips hatte, hat aufgepasst und sich natürlich NICHT für eine solche Tätigkeit entschieden (auch wenn man so schneller zu einem Auto kam!)
    Ich finde diese Entlassung gerechtfertigt!

  13. 99.

    Die Sache sieht aus einiger Entfernung seltsam aus und ich hoffe, ich gebe die Erklärungen richtig wieder: Bei zutreffender Ausfüllung des Fragebogens wäre Holm eingestellt worden, die Stasitätigkeit wäre kein Hindernis. Auch stände einer Wiedereinstellung bei richtiger Fragebogenausfüllung nichts im Wege. Die Geschichte selbst ist seit 2007 bekannt, ist also schon reichlich "verbrannt". Wenn das stimmt, was soll das Ganze?

  14. 98.

    "Er hat nicht gelogen. ist das so schwer zu verstehen?" Dann lügt vermutlich Prof. Kunst: "2005 hatte Holm bei seiner Einstellung in einem FRAGEBOGEN die Frage, ob er hauptamtlich bei der Stasi tätig war, verneint." Den Fragebogen wird sie wohl vorzeigen können ... Die erstaunliche Faktenresistenz beim VEB Linksaussen macht Euch halt so sympathisch :-). Und noch einmal für die Spätgeborenen: mit dem Eintritt in den Dienst als Offiziersschüler begann das 25jährige Dienstverhältnis, zumindest bei NVA/GT. Eventuell war das beim MfS noch länger ausgelegt, die Details von "Horch und Guck" haben mich nie so interessiert.
    "Den plausibelsten Grund hat der Student vorgetragen,Frau Kunst ist ebenfalls in der SPD." Und das ist FAKT :-)!!!! Einer der häufigsten mir bekannten Entlassungsgründe überhaupt: el Chefe ist in der selben Partei wie der OB. Irgendwie hatte ich zeitlebens das Gefühl, dass es neben der richtigen noch eine parallele kommunistische Wahrheit gibt. Mit sozialistischem Gruss ...

  15. 97.

    Er hat nicht gelogen. ist das so schwer zu verstehen? Man kann das natürlich behaupten,Tatsache ist es aber nicht,auch wenn es immer wieder geschrieben wird.

    Glaubst du tatsächlich er muss deswegen gehen,selbst wenn es wahr sein sollte? Wenn es danach geht,hätten wir kaum Politiker im Amt.

    Den plausibelsten Grund hat der Student vorgetragen,Frau Kunst ist ebenfalls in der SPD.

    @Mexiko
    Ich glaube,viele sind in der Lage das nachzuvollzuiehen. Sie sind allerdings auch in der Lage zu differenzieren. Eine großartige und scheinbar immer seltener vorkommende Fähigkeit.

  16. 96.

    Es ist richtig den Mann zu kündigen. All' die Studenten, welche jetzt dagegen aufmucken, können nicht nachvollziehen, was Stasi war. Wer es nicht erlebt hat, kann das System nicht nachempfinden. Die Menschen die dort arbeiteten, wussten sich immer darzustellen, sich zu verstellen. Und es eine Tragödie, dass die Lehrer der DDR alle übernommen wurden, obgleich es abzusehen war, dass sie ihr altes Brauchtum übernehmen und die Kinder in der Schule dadurch nicht richtig belehrt wurden . Aber das zieht sich ja durch unser ganzes System von den Lehrern, den Politikern bis hin zur Bundeskanzlerin aus dem Osten. Deshalb ist die Kündigung des Herrn Holm ein "Muss".

  17. 95.

    Wer gegen die Entlassung Holms, beliebt als kritischer Stadtsoziologe, protestiert, sollte auch wissen, dass diese Art von Studentenprotesten in der DDR absolut unmöglich gewesen wären. Diese Art des offenen Protestes hätte im Stasigefängnis geendet.
    Die DDR war eine Diktatur, es gab keine freien Wahlen, aber immer die Freiheit nein zu sagen bei der Unterstützung dieses Systems. Wenn man nicht völlig ignorant war, hätte auch ein 18jähriger erkennen müssen, dass sich gerade gegen Ende der DDR ein unhaltbarer und für Systemkritiker ein sehr gefährlicher Zustand entwickelte.
    Holm als kritischer Wissenschaftler, geht mit seiner eigen Vergangenheit nur soweit kritisch um, dass sie wieder gut ins neue System passt, eine geschickte Kombination aus Selbstkritik und Täuschung.

  18. 94.

    Diesem Menschen würde ich nicht nur den Job kündigen, sondern auch die Freundschaft.

  19. 93.

    Nebenbei: Uni-PräsidentInnen sollten nicht über ein Parteibuch an ihren Posten gelangen, sondern ausschließlich über ihre Leistungen als ForscherInnen. Ansonsten ist das verbriefte Recht auf Unabhängigkeit und Freiheit der Wissenschaft nicht gesichert. Aber inzwischen mischen ja auch schon Wirtschaftsunternehmen im Uni-Betrieb kräftig mit. Kritische Wissenschaften sind rar geworden und werden konsequent sukzessive eingeebnet. Was das langfristig für die Stabilität der Demokratie bedeutet, möchte man sich gar nicht ausmalen. Jedenfalls kann auch im Fall Holm eine politische Entscheidungsmotivation nicht ausgeschlossen werden. Als Wisssenschaftssenator ist Müller nicht nur Boss, sondern auch Parteikollege von Frau Kunst, sie trat 2014 in die SPD ein.

  20. 92.

    Noch einmal:
    Gehaltsliste mit Abfindungssumme der Stasi 1990
    0810704254xxx; 15;53;00 HOLM, Andrej Abfindung: 2500'00
    Er war nicht nur in einem Stasi-Ausbildungscamp, er war angestellter Hauptamtlicher
    der STASI, sonst hätte er keine Abfindung bekommen. Ganz einfach. Und diese
    Leute sollten nicht unsere Jugend ausbilden.

  21. 91.

    Zu Ihrem differenzierten Kommentar als "Insider" passt auch dieses aufschlussreiche Interview, dass die Süddeutsche mit dem BStu-Historiker Kowalczuk zum Fall Holm führte (er war auch der bei der Podiumsdiskussion mit Holm dabei). Dass ausgerechnet die wichtigsten Berliner Regionalmedien, allen voran der TSP, perspektivisch eher unterbelichtet berichteten, will wohl auch etwas heißen, was genau habe ich noch nicht erfassen können.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/ddr-geschichte-andrej-holm-ist-auch-ein-opfer-des-sed-regimes-1.3331910

  22. 90.

    Und im deutschen Arbeitsrecht ist selbst eine Lüge nicht zwangsläufig ein legitimer Kündigungsgrund; ist das so schwer zu verstehen? Im übrigen ist nicht klar ob es eine Lüge war oder ein einfacher Irrtum, denn die Akten mit denen jetzt gewedelt wird kannte Holm definitiv nicht. Auch liegt die Einstellung 10 Jahre zurück, die DDR mehr als ein Vierteljahrhundert ... schon komisch dass man einem Mitarbeiter da kündigt und gleichzeitig betont er sei fähig und beliebt und man würde das bedauern... ja warum kündigt man ihm dann... passt doch nicht zusammen.

  23. 89.

    Die Entscheidung der HU ist ein Skandal! Es gibt keine Alternative zum Rücktritt von Frau Kunst.

  24. 88.

    "Als erstes würde ich gern das Alter vieler Kommentatoren wissen, die hier urteilen." Zumindest ich sollte für ein Urteil alt genug sein. Mein Vater war hochrangiger NVA-Offizier und überzeugtes Parteimitglied. Da ich Arzt werden wollte, war seine Vorstellung Studium an der Militärmedizinischen Sektion der Uni Greifswald und dann weiter als Berufsoffizier. Da ich bereits als Jugendlicher Anfang der 80'er den einen oder anderen Zweifel am damaligen Gesellschaftsmodell hatte, gelang mühelos ein Kompromiss: Verpflichtung für 4 Jahre als Offizier auf Zeit mit anschliessendem Studium in Leipzig. Lustigerweise bin ich nach der einjährigen Offiziersausbildung (med. Sicherstellung) ausgerechnet auf eine Regimentsarztstelle im Grenzkommando Mitte versetzt wurden und war dort der einzige aktive Offizier, der nicht Parteimitglied war, obwohl mir die Partei und die Abwehr diesbezüglich gehörig auf die NüXXe gegangen sind. War alles möglich - wenn man wollte!

  25. 86.

    Gehaltsliste mit Abfindungssumme der Stasi 1990
    0810704254xxx; 15;53;00 HOLM, Andrej Abfindung: 2500'00
    Sollte man das wirklich vergesse haben

  26. 85.

    Ich weiß nicht wie es in Österreich ist, aber im deutschen Arbeitsrecht gibt es Fragen an den Bewerber die unzulässig sind, z.B. Parteizugehörigkeit oder auch Vorstrafen, sofern diese nicht für die Stelle relevant sind. Wird der Bewerber dennoch gefragt, darf er lügen, da er sonst offensichtlich aus unzulässigen Gründen abgelehnt würde. Kommt dies später heraus darf dem Arbeiter daraus auch kein Nachteil erwachsen. Ob der konkrete Sachverhalt unter diese Regelungen fällt wird nun wohl ein Arbeitsgericht entscheiden. Es gibt da wohl Präzedenzfälle die günstig für Hr. Holm aussehen, insbesondere weil er zum Zeitpunkt seiner Ausbildung noch Heranwachsender war, diese nicht abgeschlossen wurde, und zum Zeitpunkt der Bewerbung an der Humboldt-Universität auch schon beinahe 20 Jahre zurücklag. Selbst wenn Holm 1990 eine Straftat begangen _hätte_ und nach Jugendstrafrecht verurteilt worden _wäre_, wäre dies längst getilgt und müsste - auch auf Nachfrage - in keiner Bewerbung erwähnt werden.

  27. 84.

    Jeder sollte für sein Handeln auch die Verantwortung tragen. Selbst! Nicht auf andere abwälzen. Das sollte man schon Kindern beibringen. Und Stasi-Mitarbeit kann und darf durch nichts beschönigt, verbindlicht o.ä. werden.

  28. 83.

    Als erstes würde ich gern das Alter vieler Kommentatoren wissen, die hier urteilen. Zum anderen würde ich gern wissen, ob Herr Holm seine Anstellung bekommen hätte, wenn er alles wahrheitsgemäß beantwortet hätte. Vielleicht sollten hier viele Kommentatoren mal einen Gang zurückschalten und sich in einen jungen Menschen hieneinversetzen, der durch sein Elternhaus und die Geselschaft geprägt wurde und nun versucht in der veränderten Gesllschaft Fuß zu fassen. Ich komme aus einem sehr Staatgeprägtem Elternhaus und war wegen meiner Kritik an der DDR immer ein Außenseiter meiner Familie. Für viele unverständlich bilde ich mir gerade deshalb kein solches Urteil nüber Herrn Hollm. Der Tenor scheint doch hier: Du bist für immer draußen! Wer gibt Euch das Recht so zu urteilen?

  29. 82.

    Ich gebe zu bedenken, dass man zu DDR-Zeiten mit 19 Jahren oft schon verheiratet war und Kinder hatte, dass man voll gearbeitet, studiert oder in der Armee gedient hat. Man war viel erwachsener als heutzutage in diesem Alter. Wer im Wachregiment "F.D." gedient hat, hat sich bewusst dafür entschieden, und wenn es wegen des höheren Soldes war. Herr Holm war sich seiner Taten voll bewusst. Selbst wenn er noch keinen Schaden anrichten konnte (weil die Wende kam), aber er nahm dies sehenden Auges in Kauf. Diesen Teil seiner Biographie hat er verschwiegen, ergo hat er gelogen und gehört abgesetzt und gekündigt.

  30. 81.

    Worüber man mal nachdenken sollte:

    Vor Gericht muss man sich NICHT selbst belasten.
    Aber bei Bewerbungen muss der Lebenslauf vollständig sein, damit man gegebenenfalls selbst das Argument liefert, warum man nicht genommen wird, also quasi gar nicht erst eine Bewerbung zu schreiben braucht.
    Ist das richtig?

  31. 80.

    wenn einer mit falschem lebenslauf sich eine anstellung erschleicht und lange genug damit durchkommt, ist das also kein kündigungsgrund ? offenbar ist es unter politikern üblich, lebensläufe und doktortitel zu erfinden. übrigens ein beamter kann sich selbst kündigen. man nennt das dienstentsagung.

  32. 79.

    Genau, das verstehe ich überhaupt nicht. Warum beziehen die Stasi- Leute nicht ausführlich Stellung zu ihren Missetaten und ihren West- Partnern, die da mächtig mitgeholfen haben.
    Unsere Wirtschaftsbosse: Stasi- Leute sind klug, schweigsam, stellen keine übertriebenen Lohnforderungen und sind dem Brötchengeber verbunden. Da findet Herr Holm bestimmt eine bessere Anstellung in unserer Wirtschaft. Was soll er sich mit den ungezogenen Volk rumärgern, was ihn nicht will.

  33. 78.

    Nun ja es geht doch den Links Populisten auch nur ums Geld, wann begreift das der letzte Links Wähler eigentlich, die wollen doch immer so schlau sein, lest das Kapital von Marx endlich auch mal zu ende, wer dann noch links wählt hat selbst schuld, er lebt in einer Welt die es nicht gibt & niemals geben wird, denn Herr Lafontaine oder die beste Freundin Wagenknecht sind Kapitalisten, diese haben Millionen auf dem Konto, na nun die Denke mal eingeschaltet ???

  34. 77.

    "Außerdem stellt er beispiels­weise dar, dass die Tätigkeit beim MfS dem regulären Wehrdienst gleichgestellt gewesen sei"
    Wer diesen Schwachsinn verbreitet, hat nix, aber auch gar nix begriffen ... geschweige denn bereut. Wer das noch verbreitet, nachdem die Welt weiss, dass er bereits Offiziersschüler des MfS gewesen ist, ist m.E. auch kognitiv nicht potent genug, jungen Leuten irgendwelches Wissen zu lehren. Und wohin die Früchte seiner Bildungsmission gefallen sind, sieht man präzise an den angekündigten Reaktionen der "Studenten".
    Charakterlich ist Holm vom Stasi-Niveau nicht weit weg geschwommen ...

  35. 76.

    Fortschritt ist nur möglich, wenn man intelligent gegen die Regeln verstößt (B. B.) - Verpassten Fortschritt: Gute Lehre bewahren; Missachtete Regel: Befindlichkeiten beachten. - Wirklich Schade -

  36. 75.

    Ich bin ernsthaft schockiert, wie sich Leute äußern , die offensichtlich keine Probleme mit dem DDR-Regime hatten. Stasi-Leute haben ihr Recht verwirkt, auf andere Menschen in entscheidenden Positionen losgelassen zu werden. Außerdem stört mich Holms Unehrlichkeit und die Dreistigkeit, bei bewusster Verschleierung gegen die richtige Uni-Entscheidung zu klagen. Holm war schon immer auf Vorteile bedacht und deshalb schon zeitig bewusst bei der Stasi.

  37. 74.

    Ich schätz dich mal clever genug ein,um den offensichtlichen Widerspruch zu erkennen. Dass du ihn trotzdem ignorierst,spricht nicht gerade für dich.


    Die Begründung der Präsidentin ist aber reichlich heuchlerisch.

  38. 73.

    Naja, Ihr zweiter Teil ging ja nicht um Holm, sondern um die NPD. Sie äußerten dort den Verdacht, dass die Verfassungsrichter nur deshalb die NPD nicht verboten haben, weil sie um ihre persönliche Sicherheit fürchten. Dieser Gedanke ist aber so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass ihn wohl deshalb niemand weiter kommentiert hat.

    Jeder Richter an einem beliebigen Landgericht in Deutschland, der Urteile gegen Mitglieder der organisierten Kriminalität spricht, hat da wohl ein höheres Risiko. Und trotzdem lassen sich Richter davon nicht einschüchtern. Das wäre ja wohl das Ende des Rechtsstaates.

    Ich bleibe dabei: Bedrohungen von links und von rechts müssen gleichermaßen mit voller Härte verfolgt werden.

    In der Ideologie der Linksextremisten ist übrigens jeder ein Rechter, der kein Linker ist. Auf die Idee, dass unsere Gesellschaft zum ganz überwiegenden Teil aus ganz normalen Leuten besteht, die weder mit Links- noch mit Rechtsextremisten sympathisieren, kommen die nicht.

  39. 72.

    "Der Staat nutzt ja schon viele Möglichkeiten, seinen Einfluss geltend zu machen. ZBsp, in dem Grundstücke nur an Investoren verkauft werden, wenn die eine gute Mischung planen."
    Wo haben Sie denn das her? Gleich um die Ecke bei mir wird ein Riesen Block Hochpreisiger Eigentumswohnungen gebaut. Durchmischung Fehlanzeige. Übrigens SPD Entscheidung für den Investor obschon einige Dinge gegen die Bebauung sprachen.
    Gegen Systematischen Leerstand wird, wie viele Beispiele beweisen, eben NICHT vorgegangen.
    "Ich habe wirklich die Nase voll von irgendwelchen Spinnern, die meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und moralisch im Recht zu sein." Stimmt. Danke.

  40. 71.

    "Dies scheint aber niemand zu interessieren." Offensichtlich nicht. Weil es Unfug ist. IMHO ist das MfS bereits seit ein paar Wochen aufgelöst ...
    Was dieser Vergleich soll, werden Sie nur selber wissen ...

  41. 70.

    Für die Kommentatoren NR. 38 und 51. Ich muss mich leicht korrigieren. Ich meinte natürlich, dass Holm seine Grundausbildung beim Wachregiment absolviert hat. Nun noch das.
    Ich habe auch einen zweiten und politisch höchst aktuellen Teil in meinem Kommentar angefügt.
    Dies scheint aber niemand zu interessieren. Wir haben eben auch unverbesserliche Kämpfer für ein anderes Deutschland auf der rechten Seite des politischen Spektrums . Hoffen wir, das auch diese politische Richtung so intensiv beurteilt wird, wie das hier im Fall Holm geschieht!

  42. 69.

    Nein, er hat sich eben seit der Wende nicht bewährt, sondern er sympathisiert mit gewaltbereiten Hausbesetzern. Die Verfahren gegen ihn wurden nur deshalb eingestellt, weil er offensichtlich schlau genug war, immer genau den einen Zentimeter ausreichenden Abstand von irgendwelchen gewalttätigen Aktionen zu halten.

    Ich habe wirklich die Nase voll von irgendwelchen linken Spinnern, die meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und moralisch im Recht zu sein.

    Es gibt jedenfalls kein Grundrecht auf billiges Wohnen in bester Innenstadtlage. Der Staat nutzt ja schon viele Möglichkeiten, seinen Einfluss geltend zu machen. Zum Beispiel, in dem Grundstücke nur an Investoren verkauft werden, wenn die eine gute Mischung planen. Auch gegen systematischen Leerstand kann man vorgehen. Ansonsten helfen gute Regionalexpress-Anbindungen dabei, Wohnquartiere auch im Umland zu erschließen.

    Aber Farbbeutel-Attacken auf missliebige Wohngebäude sind nicht akzeptabel.

  43. 68.

    Als Abwasserbiologin aud dem Kreis Dithmarschen kennt sich Frau Kunst absolut über die Gemengelage im Herbst 89 aus. Das Schmierentheater geht weiter.
    Unabhängig vom Arbeitsprozess sollten die Studenten bzw. Lehrkräfte darüber befinden ob Hr. Holm tragbar ist oder nicht.
    Blöd wäre, wenn das Arbeitsgericht der Kündigung wiederspricht
    Herrn Holm viel Erfolg

  44. 67.

    "Mir sind 2 Personen ..." Mir sind durchaus noch ein paar mehr ehemalige Stasis bekannt, die mittlerweile ein durchaus respektables Leben führen. Habe ich auch null Probleme mit. Voraussetzung sind die Aussagen dieser Leute "Ich war dabei.", "Ich fühle mich dadurch nicht wirklich als besserer Mensch." und "Ich entschuldige mich bei allen, denen ich aufgrund meiner damaligen Tätigkeit Schaden zugefügt habe". Letzteres sollte natürlich anhand ihrer "post-Wende-Entwicklung" auch noch irgendwie plausibel wirken. Da habe ich insgesamt bei Herrn Holm anlässlich seiner recht frühen Amnesiezustände und seiner "Aktivistentätigkeit" in etwas schwurbeligen Berliner Politgrüppchen ganz leise Zweifel.

  45. 66.

    Zur Geschichte Holms weiss ich zu wenig, als dass ich mich dazu äußern möchte. Nur dass der Staat schon vor einigen Jahren nicht gerade zimperlich mit ihm umgegangen ist, er überwacht wurde und so weiter und erst durch massive Gegenwehr in Ruhe gelassen wurde. Nur so viel: Der Mensch hat mit 18 vielleicht eine falsche Entscheidung getroffen, für die er sich später schämt und diese verschweigt, natürlich auch aus Angst vor Repressionen. Nun fliegt die Geschichte auf und jetzt muss er, 25 Jahre später, dafür mit der fast vollständigen menschlichen und sozialen Vernichtung büßen. Ich frage mal in die Runde: Findet ihr es menschlich richtig, einem Menschen, der noch nicht einmal etwas strafrechtliches relevantes getan hat, die Existenz zu zerstören? Ihn evtl. gar in die Armut zu treiben? Wie nachtragend seid ihr alle eigentlich? Habt ihr nie Fehler gemacht?

  46. 65.

    Erinnerungslücken bei einem Wissenschaftler? Die Linken haben nichts dazu gelernt. Er ist zu einem Zeitpunkt zur Sasi gelaufen, als alle anderen weggerannt sind.
    Dieser Unrechtsstatt DDR hat so viele Menschen auf dem Gewissen. Lompscher und Holm sollen nicht öffentlich heulen.
    Jetzt stell ich mir die Frage, ob ich schon die CDU wählen werde, wenn ich rot-rot nicht in der Regierung möchte.

  47. 64.

    "Da du ja scheinbar nur in schwarz und weiss oder anders gesagt in Kommunisten und Nazis einteilst und offensichtlich kein Kommunist bist,mach ich es mir mal genauso einfach und ordne dich der anderen Seite zu. Ok so?"
    Tun Sie sich nur keinen Zwang an ... dieses Kategorisierungsverhalten scheint bei einigen Zeitgenossen mit der Muttermilch indoktriniert wurden zu sein, da will keine inneren Selbstkasteiungen triggern :-)

  48. 63.

    Ich finde es in unserer politischen Gesellschaft enttäuschend, wenn der Fehler eines seiner Zeit jungen Menschen in dieser Art und Weise geahndet wird, er wusste es nicht besser, das damalige System hat ihn geprägt. Jeder Mensch hat eine Chance verdient und keine Hetzjagd, zumal Herr Holm sich seit der Wende bewährt hat.

  49. 62.

    Genau so ist es!
    Holms Fehler war es, anders als etwa Günther Grass nicht erst kurz vor seinem Tod die Mitgliedschaft in einer Organisation zugegeben zu haben, die menschen... - aber sehen Sie schon, wie hier die Vergleiche hinken?

    Vor allem aber war er wohl gefährlich für den boomenden Immobilienmarkt und ein gefährlicher Fanal für soziale Wohnungspolitik.
    Schade!

  50. 61.

    Ich verstehe überhaupt nicht, warum sich hier einige Leute so über die Entscheidung der HU Berlin aufregen. Hier stehen alle Anforderungen für Bewerber bezüglich MfS/AfNS: https://www.personalabteilung.hu-berlin.de/themen-a-z/referat-iii-b/mitarbeit-beim-mfs-afns
    Das war Herrn Holm sicher bekannt. Wichtig ist dieser Satz: "Falsche oder unvollständige Angaben können zur Anfechtung oder Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen." Warum sollte die HU hier eine Ausnahme machen?

  51. 60.

    Muss er jetzt für die ganzen Jahre das Gehalt zurückzahlen? Immerhin hatte er den Job nur bekommen können, weil er im Fragebogen falsche Angaben gemacht hat!

  52. 59.

    Ich gratuliere der Präsidentin zu dieser wichtigen Personalentscheidung. Hut ab. Die Entscheidung spricht für eine starke Frau.
    Mich hat die ganze Geschichte sehr bewegt und finde die Ignoranz und das Fallen in eine Opferrolle von Herrn Holm überaus unerträglich.

  53. 58.

    hui,solche Bilder findet man heutzutage selbstverständlich nicht mehr..

    Da du ja scheinbar nur in schwarz und weiss oder anders gesagt in Kommunisten und Nazis einteilst und offensichtlich kein Kommunist bist,mach ich es mir mal genauso einfach und ordne dich der anderen Seite zu. Ok so?


    ich empfehle mal auch das Interview,welches netterweise schon weiter unten gepostet wurde: http://telegraph.cc/das-ist-eine-unlautere-debatte/

  54. 57.

    Wer gegen die Kündigung von Holm protestiert, sollte sich bewusst machen, wie viele nicht Systemkonforme in der DDR nicht an der Humboldt Universität oder generell nicht studieren durften. Es ist ein Schlag ins Gesicht dieser Menschen, wenn ein ehemaliger Stasi Offizier, der die Diktatur der DDR mit unterstützt hat, heute an dieser Universität lehrt.

  55. 56.

    Mir sind 2 Personen bekannt die hauptamtlich beim Personenschutz( MfS ) waren und nach der Wende beim BKA eine Anstellung bzw übernommen wurden. Ich habe mit einem ich sogar zusammen studiert. Er war sogar als Personschützer vom Papst in Privataudienz in mit einer Gruppe empfangen ( mit Bild in der Zeitung). Keiner stellt heute die Frage, wieviel Altnazis in der der alten BRD beschäftigt waren und vielleicht noch Angehörige heute eine dicke Rente vom Staat bekommen? Nur Holm der der kurze Zeit beim Wachregiment war, den wirft man seine alte Vergehen vor. Hoffentlich hat Holm Erfolg mit seiner Klage beim Arbeitsgericht. Und die Medien berichten über den Ausgang das Ergebnis so eifrig wie sie es jetzt im Fall Holm täglich berichten.

  56. 55.

    Die Erinnerungslücken kann ich ihm nicht abnehmen ……… Wenn man nach der Schule bewußt einen Berufsweg einschlägt, dann kann man/frau so eine Entscheidung nicht vergessen ... Demnach ist das für mich auch ein bewußte Täuschung ……

  57. 54.

    "Wahrscheinlich war der Protest der Studierenden der Auslöser" Nicht ganz unmöglich - wenn der Fanclub des Genossen Offiziersschüler a.D. aus solchen Radikalinskis besteht, würde ich mir als Hochschulverwaltung auch Sorgen machen.
    "Die Diktatur des Geldes ist allgegenwärtig."
    Jupp, das Kommunisten Stadtentwicklungen können, ist unstrittig [ https://suitesculturelles.files.wordpress.com/2011/04/prenzlauer-berg-1983.jpg ].
    "Passender nick." d'accord :-)

  58. 52.

    Wahrscheinlich war der Protest der Studierenden der Auslöser: http://www.tagesspiegel.de/wissen/demonstration-fuer-andrej-holm-hu-studierende-sprengen-senatssitzung/19263164.html
    Da hat die HU-Präsidentin wohl gemerkt,dass Holm seine Studenten zu selbstdenkenden,eigenständigen Wesen formt und das ist in der heutigen Zeit ja nicht mehr ganz so erwünscht. Nachher wird noch das System in Frage gestellt.

    Es ist doch längst klar,dass die Stasi Geschichte nicht der eigentliche Grund für alles war und trotzdem wird immer noch darüber diskutiert. Am schlimmsten sind die,die das tatsächlich glauben. Die Medien wissen halt wie es geht. Eine gute Zusammenfassung hatte ich ja schon weiter unten gepostet.

    passend zum Thema und schade,dass ich hier nichts von lese:
    https://www.morgenpost.de/berlin/article209299277/Studie-Berliner-Mieten-steigen-seit-2004-um-69-Prozent.html

    Die Diktatur des Geldes ist allgegenwärtig.

    @keine-ahnung
    Passender nick.

  59. 51.

    Lesen Sie bitte seine Stasiakte, die sich im Netz befindet, auf zeitliche Abläufe durch. Da sind schon interessante "Verpflichtungen" ab dem 15 Geburtstag zu lesen.

    Gehen Sie bitte zu diversen Linken-Treffen (vorzugweise wenn ältere Genossen anwesend sind)und hören Sie sich deren politische Wunschliste, wenn die Partei dann wieder die politische Macht hätte, einmal an. Lauschen Sie bitte bei diversen Links-Aktivisten-Gesprächen, wenn wieder einmal eine politisch nicht genehme Veranstaltung gestört werden soll.

    Da wissen sie dann, was auf uns zukommt ...

  60. 49.

    Ich kann die Aufregung um diese ordentliche Kündigung nicht nachvollziehen. Da mir in der DDR kein entsprechendes Klassenbewußtsein attestiert wurde und mein Elternhaus nicht systemkonform war, wurde mir ein Abi- und Uniabschluss verwehrt. Für eine staatlich verordnete Berufsausbildung als niedere Knallcharge wurde ich dann korrekt und ohne Aufstiegschancen verortet. Mein Abi und den Dipl.Ing. habe ich dann nach 1989 frei von politischer Bevormundung angefangen und erfolgreich abgeschliessen können.

    Warum, das frage ich mich jedesmal, möchte so einer mit diesem Backround (Kopie Stasi-Liste PKZ-081070425460;15;53;00;;Holm,Andrej:;;;2700,00) in den allseits beliebten Politikerfilz aufsteigen? Und Warum soll man im das gestatten??? Was wäre mit Altbundesbürgern passiert, wenn das DDR-System gewonnen hätte. Pläne, wie mit sogenannten "Klassenfeinden" umzugehen wäre, haben zu Hauf in den Schubladen gelegen und sind in den Köpfen dieser Täter herumgespukt. Auge um Auge - Zahn um Zahn ...

  61. 48.

    Stasi-Anbiederer, Linksextremist und Lügenbold ... Mal im Ernst ... Was hat er erwartet?

  62. 47.

    "übrigens war Frau Merkel auch in hohen Funktionen in der DDR" In was für hohen Funktionen denn? Nicht dass ich Madame Grenzenlos jetzt für eine gute Besetzung halten würde, aber da gibt es schon noch qualitative Unterschiede zu einem Volljährigen, der Im Herbst (!) 1989 (!) seine berufliche Laufbahn beim MfS beginnt. Wenn man den Schuss da noch nicht gehört hatte, muss man sich entweder unterstellen lassen, ein 180%iger gewesen zu sein oder die Hochschulreife im Lotto gewonnen zu haben. So oder so würde der Mann für mich nicht in den Hochschuldienst gehören, aber im R2G-Berlin wird der Arbeitsrichter sicher gnädig sein. Und nein, nicht jeder MfS'ler gehört für mich an den Pranger gestellt. Aber klar Schiff müssen diese "Genossen" dann schon gemacht haben ... Was Holm diesbezüglich getan hat, ist unter aller Kanone und halt einfach nur "Stasi-like".

  63. 46.

    Was ist eigentlich mit Merkels Doktorarbeit, warum kann man nicht prüfen ob sie auch nur abgeschrieben hat und ihre Stasiakte, was steht da eigentlich drin ?

  64. 45.

    übrigens war Frau Merkel auch in hohen Funktionen in der DDR (FDJ, Akademie der Wissenschaften) - dan dürfte sie nach Ihrer Meinung alles sein, aber nicht Bundeskanzlerin

  65. 44.

    Sicher meinen Sie den Kampf gegen die Klassen diverser ideologischer Schlagenölverkäufer, die mit dubiosen Traktaten aus dem Dampfmaschinenzeitalter sämtliche Probleme des 21.Jhdts zu lösen behaupten, trotz mehrfach erwiesener völliger Untauglichkeit und höchster Vergiftungsgefahr.

  66. 43.

    27 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren
    die deutsche Justiz,
    Politik (Kiesinger(NSDAP), Filbinger(NSDAP), Strauss(NSKK)),
    Polizei (BKA Präsident Paul Dickkopf(SS)),
    Wirtschaft (H.M. Schleyer(SS)),,,
    mit belasteten Altnazis durchsetzt.
    Niemand musste irgendwelche Konsequenzen tragen.
    Damals verlangte jeder nach einem Schlußstrich.
    das musste auch der Frankfurter Staatsanwalt Bauer als
    Ermittler gegen Eichmann erleben.

    27 Jahre nach dem Untergang der DDR versucht man
    die kleinsten PGs zu hängen, während man den Großen,
    wie Schalck-Golodkowsky Absolution erteilte.

  67. 40.

    Ich wäre dafür auch die Besucherbücher des MfS offen zulegen und bei der Beurteilung einer Einstellung im öffentlichen Dienst zu berücksichtigen. Da steht drin wer mit welchem Grund die Stasi aufsuchte. Nicht wenige, die sich heute am lautesten gegen die DDR und das MfS äußern stehen bei mir im nicht unbegründeten Verdacht da einen Eintrag zu haben.

  68. 39.

    Lange nach seiner Stasi-Zeit hat der Bundesgerichtshof Holm eine linksextremistische Gesinnung bescheinigt. Ich denke dass Berlin nicht von Extremisten regiert werden sollte egal vom rechten oder linken Rand. Und zum Glück sehen das ca 70 Prozent der Wähler die nicht Linke und Afd gewählt haben auch so.

  69. 38.

    "Holm hat im September 1989 seinen Grundwehrdienst von 6 Wochen offensichtlich beim Wachregiment angetreten." Das ist schlicht falsch. Er hat am 01. September seine Laufbahn als Offiziersschüler des MfS begonnen. Da er offenbar für einen zivilen Studiengang vorgesehen war, erfolgte die GrundAUSBILDUNG bem Wachregiment und nicht wie sonst üblich für OS, die für den "Einsatz" in den Truppenteilen der NVA/GT vorgesehen waren, an der OHS Zittau (ich habe mir während meiner Offiziersheranbildung zum OaZ mit diesen aufgrund der mannigfaltigen Waffenfarben "Papageien" genannten Leute den Unterkunftsflur geteilt). Zumindest bei mir erfolgte die Vereidigung unmittelbar nach Ende der Grundausbildung - bei uns waren das drei Wochen.
    "Die Stasi spielte im ursprünglichen Sinn keine Rolle mehr." Habe ich im Oktober 1989 in Leipzig etwas anders erlebt, aber ich stand da vermutlich auf einer anderen Seite als Sie.

  70. 37.

    Holm hat im September 1989 seinen Grundwehrdienst von 6 Wochen offensichtlich beim Wachregiment angetreten. Zum Ende des Grundwehrdienstes war Honnecker bereits entmachtet und ich glaube nicht, dass Holm vorher schon vereidigt wurde. Die Stasi spielte im ursprünglichen Sinn keine Rolle mehr. Was kann man nun Herrn Holm vorwerfen?
    Mit großem Erstaunen musste ich gestern erfahren, dass die NPD zwar verfassungsfeindlich ist, aber nur aus ein paar verwirrten Hanseln besteht. Da wäre es doch dumm, diese Partei zu verbieten. Vielleicht hatten die Richter aber nur Angst um ihre eigene Gesundheit!

  71. 36.

    In der Politik geht es, sollte es um Vertrauen gehen. Zu einem Menschen der aus solchen politischen Verhältnissen kommt und dann sich in einem strafmündigen Alter für die Stasi entscheidet, darf kein Platz in öffentlichen Ämtern oder Parteien sein. Für mich ist der erzwungene Rücktritt nur konsequent.
    Danke.

  72. 35.

    Die Menschenjagd hat ihr Ende gefunden.Der rbb war dabei.Unwürdig. Maßlos.Ich bin fassungslos.So werden Menschen, die andere Auffasungen vertreten, fertig gemacht.Das Verhalten eines 18jährigen vor 27 Jahren war nur ein Vorwand.Ich wünsche Herrn Holm viel Kraft, um mit diesen Gemeinheiten fertig zu werden.

  73. 34.

    Doppelmoral!

    Das man sich im linken Lager nun so gegen die Disqualifizierung dieser Person wehrt, wirft Fragen auf. Die Idee Steine auf 18 Jährige zu werfen, die an einer NPD-Demonstration teilnehmen, ist in der linken Szene durchaus populär - und wenn sie nicht geteilt wird, so behindert man die Steinewerfer zumindest nicht(oder hilft anschließend wenigstens bei den polizeilichen Ermittlungen).
    Aber einen Menschen (symbolisch!) vom öffentlichen Dienst zu entfernen, weil er sich als 18 Jähriger der Stasi anschloss und dort vor hatte Karriere zu machen (es war ja nicht Holm, sondern der Sturz der DDR, der diesen Traum beendete) ist aus Sicht dieser Linken ein Unding.

  74. 33.

    Ihrem Kommentar zu folgen, müsste ein Herr Hönes im bayrischen Stadion sitzen und Tickets verkaufen,damit er den Umgang mit Geld wieder lernt.
    Alles andere ist Siegerjustiz und pure Heuchelei.

  75. 32.

    genauso sieht es nämlich aus. Und genauso die angeblich "ach so Jungen" waren damals die Schlimmsten. Weil sie noch karrieregeil waren. Übrigens war derjenige, der mich an die Stasi verriet, zu dem Zeitpunkt auch gerade 19 Jahre alt und nach meiner Haftentlassung wurde eine 17-Jährige auf mich angesetzt, um mich schnellstmöglichst wieder in Haft zu bringen. Das konnte ich meiner BStU-Akte entnehmen!

  76. 31.

    @Caspar David: "Und selbst bei den Eltern, die in Uniform zur Arbeit gingen aber weder Polizisten noch NVA-Soldaten waren, stand nicht das Kürzel MfS sondern immer MdI ." Bei einem GEHEIMdienst war das Teil der Legendierung, ansonsten war es m.E. beim MfS unüblich, in Uniform in der Öffentlichkeit in Erscheinung zu treten. Ausnahmen (Wachregiment, Passkontrolle --> hier in Uniformen der Grenztruppen, Hauptamtliche in den Truppenteilen trugen die Waffenfarbe eben dieser Truppenteile) bestätigen die Regel. Ansonsten konnten nur Insider einen "normalen" MfS-Uniformträger von einem NVA-Angehörigen unterscheiden (Waffenfarbe [die noch dazu der der Artillerie stark ähnelte], Unteroffiziersdienstgrade trugen Uniformen aus Offiziersstoff und Breaches/Schaftstiefel statt der NVA-üblichen Knobelbecher).

  77. 30.

    naja, Grass war auch sowas um die 18, als er bei der Waffen-SS eine Karriere begann.

    Interessanterweise hat sich auch Grass nach all der Zeit nicht mehr recht erinnern koennen, ganz aehnlich wie Holms.

    Oder darf man solche Parallelen nicht ziehen?

  78. 29.

    Wenn vor einem Rechtsstreit (egal bei welchem) schon bekannt ist, dass er nicht gewonnen werden kann, dann ist das Arbeitsbeschaffung für die Gerichte, bzw. Rechtsanwälte.

  79. 28.

    @Harald Breuer: "18 Jahre war er alt, 6 Monate hat diese Tätigkeit gedauert...Was hat er in all der Zeit schon anstellen können?" Zum Beispiel mit dem Schlagstock auf Demonstranten bei den Protesten rund um den 40. Jahrestag einprügeln? Demonstranten mit "sanfter Gewalt" inhaftieren? Für solche hochqualifizierten Tätigkeiten wurde das Wachregiment des Schildes und des Schwertes der Partei gerne eingesetzt ...

  80. 26.

    An dieser Stelle möchte ich noch mal erklären, warum ich meinen Kommentar nach wie vor für angemessen halte. Herr Holm hatte die Absicht, einem Staat zu dienen, der seine Gegner mit Brachialgewalt verfolgt hat. Menschen wurden in Bautzen weggesperrt, ihre Kinder zur Adoption freigegeben, oder sie wurden gleich beim Fluchtversuch erschossen. Er wollte diesem Staat aber nicht als Lokführer oder als Postbote dienen, sondern er wollte "Tschekist" werden und dem "scharfen Schild und Schwert der Partei" dienen.

    Es ist schon schlimm genug, dass wir in Berlin jetzt wieder mit Beteiligung der Linkspartei regiert werden, das wird die Stadt um Jahre zurückwerfen. Wenn dann aber auch noch solche Leute in hohe Positionen kommen, dann ist das für unsere Stadt einfach nicht akzeptabel. Wir brauchen heute keinen Klassenkampf, sondern eine vernünftige Politik für alle. Das gilt auch dann, wenn Klassenkämpfer ihrem Klassenkampf ein wissenschaftliches Antlitz geben...

  81. 25.

    Manchmal fragt man sich ob die Leute in der Uni-Verwaltung
    auch noch 'deutsch' koennen. Unerheblich von der persoenlichen
    Bewertung der Situation, kann man 'haupt' und 'amtlich' hier
    mit Sicherheit nicht so bewerten, wie es die HU gemacht hat.
    Eine Verpflichtungserklaerung ist noch keine Taetigkeit.
    Bei den Umstaenden kann wohl noch nicht mal von einer
    Nebentaetigkeit ausgegangen werden - haupt(saechlich)
    unterstellt aus meiner Sicht eine Taetigkeit >50% der woechentlichen
    Arbeitszeit. Der Begriff amtliche Taetigkeit setzt auch voraus,
    das man tatsaechlich in eine Form eines Amts eingesetzt wurde,
    das ist hier sicher nicht der Fall. Absurde Entscheidung - falls
    Hr Holm auf Wiedereinstellung klagt wird das wohl eher peinlich
    fuer die HU werden.

  82. 24.

    Der im Text als "Bau-Staatssekretär Holm" bezeichnete, war in Wirklichkeit "Staatssekretär Wohnen". Soviel Genauigkeit dürfte bei einem Regionalsender beim Thema Landespolitik schon sein.

  83. 23.

    Laßt den Mann doch seine Arbeit machen. Obwohl IM Erika einen wirklich schlechten Job macht und uns immer mehr Neubürger beschert, muß sie keinen Rausschmiss befürchten. Selbst eine Abwahl scheint unwahrscheinlich. Auch mit der Entnazifizierung war der "Westdeutsche" nicht gerade sehr motiviert. Viele Verbrecher wurden in Freiheit sehr alt und starben in Ihren Betten. Und nun diese peinliche Hexerverfolgung, weil der Mann mit 18 für sechs Monate bei der Stasi war?! Wahrscheinlich ein Karrierist und ich vermute, dass die meisten Grünen Politker auch bei der Stasi mitgearbeitet hätten, sollte es der Karriere zuträglich sein. Mensch möge nur die Standhaftigkeit vieler Sozialdemokraten zur Zeit des Faschismus betrachten..... Die Zeiten wiederholen sich leider....

  84. 21.

    Neben anderen Stimmen ist diese auch recht interessant:

    Wolfhard Pröhl, Dresdner Bürgerkomitee zur Auflösung des MfS Dresden:
    http://telegraph.cc/das-ist-eine-unlautere-debatte/

  85. 20.

    lieber mit einem ticket der linken in den bundestag. jetzt erst recht!

  86. 19.

    Damit ist der Befriedungsversuch der guten Immobilienbesitzer im Senat gescheitert. Die Fronten sind die alten.

  87. 18.

    Mein Gott, als er die nicht einmal abgeschlossene Ausbildung antrat, war Holm noch ein unwissendes Kind! Ich sehe es als Hexenjagd an,wenn man derartige Jugendsünden nach mehr als einem Vierteljahrhundert heranzieht, um jemandem die Lebensgrundlage wegzunehmen, oder seine politische Tätigkeit zu unterbinden. Zumal diese schon seit 10 Jahren bekannt waren. Nebenbei: War unsere Kanzlerin nicht auch bei diesem Verein,in einem reiferen Alter, und wesentlich aktiver als Holm? Aber die ist ja in einer anderen Partei...

  88. 17.

    Ja, es ist bitter, wegen einer nicht beantworteten Frage zu einer Stasitätigkeit wird einem Menschen seine Existenzgrundlage zerstört...18 Jahre war er alt, 6 Monate hat diese Tätigkeit gedauert...Was hat er in all der Zeit schon anstellen können?Und kann man diesen Fehler aus der Jugend nicht verzeihen?Hat er sich nicht zu einem Demokraten entwickelt?
    Viele Ehemalige sind nie in der Demokratie angekommen, werden aber vom System bezahlt, damit Ruhe herrscht...Wurden also gekauft, wie die ehemaligen Nazis...Das hat in der BRD Tradition und wird weitergeführt...Zumindest die Großen dürfen weitermachen, die Kleinen schlägt man, wenn man sie schon nicht hängt!
    Das ist einer Demokratie unwürdig...Und eine Partei wie der CDU, die massiv von Blockföten profitiert hat, sollte sich schämen, einen Menschen so zu behandeln und an den Pranger zu stellen!

  89. 16.

    Als ehemalige Ehefrau eines sächsischen Ministerialrats habe ich mehrfach Interessantes mitbekommen. Da gab es beispielsweise einen Staatssekretär, der seinem Neffen ein hohes, sehr gut dotiertes Pöstchen zuschob, obwohl der von der Ausbildung her völlig ungeeignet und zudem noch extrem jung war. Mein Ehemaliger ließ mehrere ehemalige "Kommunisten" auf hohen Posten und riskierte dabei, selbst angegriffen zu werden. Er richtete sich nicht nach ehemaligen Parteibüchern sondern nach dem Können seiner Leute! Eine deutsche Krankheit ist es, ständig nach hinten in Richtung früherer extremer Linke oder Rechte zu blicken statt nach vorn und gestandenen Kompetenzträgern zu vertrauen.

  90. 15.

    ....Sie sprechen mir aus der Seele" - glaub ich gern. Auf FB geht das ja nicht mehr.
    Wie dem auch sein: eine Entscheidung, die den "Bewusstseins-Ausfällen" Holm gerecht wird. Wie will so jemand an der Uni arbeiten, der das Wichtigste in seinem leben vergisst?
    Uns bleibt nus eines zu sagen: Tschüss, Andrej - die Opfer der Stasidiktatur bemitleiden Dich nicht!

  91. 14.

    Auch mir sprechen Sie aus der Seele! Die Medien glauben, in ihren Foren den Lügenpresseschreiern beweisen zu müssen, dass deren Ansicht falsch sei - und machen sich auf diese Weise selbst zur Plattform der Verbreitung von Hass, Häme und unseriöser Meinungsäußerung. Ich habe schon auf so vielen Medienportalen darum gebeten, endlich darauf zu reagieren. Dies ist nicht an einer einzigen Stelle geschehen. Ergebnis ist nun, dass in kaum einem seriösen Nachrichtenportal überhaupt noch ernst zu nehmende Diskutanten diskutieren, da sich diese den persönlichen Anfeindungen und der Häme unter der Gürtellinie, der Unsachlichkeit und der Personifizierung nicht mehr preisgeben möchten. Das alles trägt am Ende aktiv zur politischen Entwicklung und zum Populismus bei. Da haben die Medien dann tatsächlichen Anteil. Den sehen sie aber leider noch immer nicht, gefangen im Wahn, eine Verschwörungstheorie widerlegen zu wollen, indem man Verschwörungstheoretiker und Hater frei kommentieren lässt.

  92. 13.

    Mit Verlaub, aber ich gönne Ihnen nach einem privaten Fehltritt absolut den selben Hohn, den Sie hier in einer so widerlichen Art feierlich zu verbreiten versuchen.
    Ich kann nur mutmaßen, welchen Hintergrund Sie haben, um solcherlei Ekelhaftigkeit in Wort und Schrift zu verpacken und doch glaube ich, Sie profitieren insgeheim von der Entlassung Holms.
    Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Worte Ihnen eines Tages dermaßen unangenehm sein mögen und Sie vor Scham im Boden versinken, denn das sollten Sie wirklich. Pfui!

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