Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, SPD (Quelle: Imago / Methody Popow)

Debatte um Angaben zu Stasivergangenheit - Regierender Müller äußert Zweifel an Holms Glaubwürdigkeit

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist deutlicher als bislang auf Distanz zu dem stasibelasteten Baustaatssekretär Andrej Holm (Linke) gegangen. Die kritische Auseinandersetzung mit der Stasi-Vergangenheit Holms, der von den Linken für den Senat nominiert wurde, sei "noch nicht abgeschlossen", sagte Müller am Dienstag.

Ein Staatssekretär sei in einer besonderen Verantwortung, glaubwürdig mit seiner Biografie umzugehen und glaubwürdig zu agieren. Vor diesem Hintergrund finde er die letzten Interviews und öffentlichen Auftritte Holms schwierig, so Müller.

Der 46-jährige Stadtsoziologe Holm steht wegen seiner Stasi-Vergangenheit unter Druck. Holm hatte zwar seinem ehemaligen Arbeitgeber, der Berliner Humboldt-Universität, seine Stasi-Tätigkeit nicht verschwiegen - wohl aber die Tatsache, dass er hauptamtlicher Mitarbeiter war. Holm war in der Wendezeit 1989/1990 als junger Mann für knapp sechs Monate bei der Stasi, wo er unter anderem eine militärische Grundausbildung absolvierte.

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7 Kommentare

  1. 7.

    Zweifel zu äußern haben mit "Stasi-Hatz", wie der andere Icke meint, nichts zu tun. Natürlich war das ungeschickt und wenig überzeugend, öffentlich einen Vergleich wie den von Fleischessern und Vegetariern zu bemühen, um die eigene Glaubwürdigkeit zu demonstrieren (ist die Fleischproduktion plötzlich eingestellt worden?).
    Dass Holm noch nie in seine eigene Akte gesehen hat, wurde ihm nun zum Verhängnis, denn Erinnerungslücken sind ja normal, die hätte er aber längst auffüllen können. Aus meiner Sicht ist erst die Auseinandersetzung mit den eigenen Stasi-Unterlagen Beginn oder Grundlage einer Vergangenheitsbewältigung. Wenn man dem Historiker Kowalczuk folgen will, ist es damit allgemein leider nicht sehr weit her in der Linken-Partei. An der Schraube sollte sie dringend drehen, sonst wird es nix mit einer Koalitionsbeteiligung auf Bundesebene. Trotzdem sollte Holm seine Chance bekommen, denn geschadet hat er wohl niemandem.

  2. 5.

    "...nicht verschwiegen - wohl aber die Tatsache, dass er hauptamtlicher Mitarbeiter war."
    Das ist falsch! Er hat es nach eigener Aussage nicht besser gewusst. Dann bitte auch so berichten.

    Ansonsten hat der Müller nicht mehr gesagt,außer dass er es "schwierig" fand?

  3. 4.

    "seine Stasi-Tätigkeit nicht verschwiegen - wohl aber die Tatsache, dass er hauptamtlicher Mitarbeiter war"
    #holmbleibt = Vorbild ?
    Über die fehlerhaften Angaben gegenüber der HU möchte Holm sich nicht länger äußern. "Das war anders verabredet. Ich bin entgeistert", sagte #Holm
    Auch wenn Lügen in der Politik gang und gäbe scheinen -  Für falsche Entscheidungen darf nicht gleiches Recht gelten. Ein #hauptamtlicher #Mitarbeiter + 15 Jahre späterer "Lügner" sollte nicht in der Regierung als Staatssekretär in Berlin sitzenbleiben. Herr Holm sollte endlich aufstehen und gehen. eine angenehme Restwoche

  4. 3.

    Diese Stasihatz, mehr als 25 Jahre nach dem Untergang der DDR, ist langsam sowas von lächerlich.

  5. 2.

    das ganze ist doch nur ein Politikum weil er den großkapitalistischen Mietgeiern im Weg stehen würde, ließe man ihm im Amt, deswegen sägt man ihn ab.

  6. 1.

    Seit dem massenhaften Verkauf von stadteigenen Wohnungen (GSW) sind weder SPD noch DL glaubwürdig. Die Mieten steigen seitdem rasant ohne Ende in Sicht.

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