In den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof sind derzeit noch etwa 600 Geflüchtete untergebracht

Auszug bis Sommer - Flüchtlinge sollen Tempelhof-Hangars verlassen

Seit Oktober 2015 leben Flüchtlinge in den riesigen Hangars des Ex-Flughafens Berlin-Tempelhof. Damit soll es demnächst vorbei sein: Die Unterkunft ist bei Weitem nicht ausgelastet und verursacht vergleichsweise hohe Kosten.

Die Flüchtlingsunterkunft in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhofer soll zum Sommer endgültig geschlossen werden. Spätestens im Herbst sollen keine Geflüchteten mehr dauerhaft in den riesigen Hallen untergebracht werden. Den ersten 20 von insgesamt 140 Mitarbeitern sei schon gekündigt worden, bestätigte der Betreiber der Flüchtlingsunterkunft, Michael Elias, dem rbb.

Eine zu geringe Auslastung würde den Weiterbetrieb nicht mehr rechtfertigen. Derzeit wohnen immer noch etwa 600 Geflüchtete in den Tempelhofer Hangars, die insgesamt Platz für bis zu 4.000 Menschen bieten. Selbst auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise hätten jedoch nie mehr als 2.500 Personen in der Notunterkunft gewohnt, so der Betreiber. Zudem ist die Unterbringung in Tempelhof viel teurer als in anderen Flüchtlingsunterkünften. Statt eine Pauschale pro Bewohner zu zahlen, wie andernorts üblich, werden dem Betreiber die anfallenden Kosten deshalb direkt erstattet.

Tempelhof bleibt Ankunftszentrum

Einer der Hangars bietet mittlerweile auch Berliner Obdachlosen Schlafplätze. Laut einem Bericht der "Berliner Morgenpost" übersteige aber auch hier das Angebot bei Weitem die Nachfrage.

Tempelhof war als Flüchtlingsunterkunft von Beginn an umstritten. Die Hangars sind sehr weitläufig und hoch, zudem wohnen die Menschen dort in kleinen Boxen, die nach oben offen sind. Einige der derzeitigen Bewohner leben schon seit der Eröffnung im Oktober 2015 dort.

Der ehemalige Flughafen soll allerdings auch nach der geplanten Schließung eine zentrale Anlaufstelle bleiben. Das in Hangar 5 aufgebaute Ankunftszentrum für neu eingereiste Geflüchtete bleibt.

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Lieber Leo,

    unsere Lektoren sind eierlegende Wollmilchsäuse, sie müssen früh am Morgen Nachrichten schreiben - in diesem Fall war's offenbar eindeutig zu früh ;). Vielen Dank für die berechtigten Hinweise und sorry, ist korrigiert. Beste Grüße

  2. 1.

    Hallo,
    gibt es beim RBB echt keinen Lektor? Würde mich zur Verfügung stellen - ernsthaft.
    Auch in diesem Artikel wieder (mindestens) zwei Rechtschreibfehler:
    1. Absatz: "rießigen" sollte wohl "riesigen" heißen (oder "rissigen"?)
    Vorletzter Absatz "derzeitgen" sollte wohl "derzeitigen" heißen.

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