Ein Mann hält ein Heft mit der Aufschrift "Deutsches Reich - Reisepass" in der Hand (Quelle: dpa/Patrick Seeger)

Neuruppin - Polizisten werfen rabiate 'Reichsbürger' aus dem Bürgeramt

Zwei "Reichsbürger" sind am Freitag von Polizisten aus dem Bürgeramt in Neuruppin (Ostprinitz-Ruppin) geworfen worden.

Eine 39-Jährige und ein 61-Jähriger seien dort erschienen und hätten ihre Personalausweise abgeben wollen, weil sie "Reichsbürger" seien, berichtete die Polizei. Als die Sachbearbeiterin erklärte, sie wolle dies erst prüfen, wurden die beiden laut.

Auf ein daraufhin erteiltes Hausverbot reagierten sie nicht. Alarmierte Beamte brachten die beiden schließlich nach draußen - "unter Anwendung einfacher körperlicher Gewalt", so die Polizei.

Die 39-Jährige leistete deutlichen Widerstand und verletzte einen Beamten mit Kratzspuren an den Armen. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen die beiden nun wegen Hausfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Selbsternannte "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik als Staat und die Behörden nicht an.

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3 Kommentare

  1. 3.

    Die Herrschaften sollte man nicht nur auf ihren Geisteszustand untersuchen lassen, sondern direkt in die Psychiatrie einweisen. Wer über 70 Jahre nach der Befreiung immer noch den alten Idealen nachtrauert, dem ist nicht mehr zu helfen. Je nach Delikt wäre ja auch eine Anzeige wegen Volksverhetzung etc. pp. angebracht.

  2. 2.

    ... einfach nur: KRANK!

  3. 1.

    Aus meiner Sicht sollte bei solchen Leuten sofort eine Zwangseinweisung erfolgen. Wer die Existenz der Bundesrepublik Deutschland leugnet und deshalb seinen Personalausweis abgeben möchte, bei dem kann wohl eine Form von Geistesgestörtheit angenommen werden, ohne dass es dazu weitergehender psychologischer Untersuchungen bedarf.

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