AfD-Landesvorsitzende Beatrix von Storch steht am 04.03.2017 in Paaren/Glien (Brandenburg) beim Parteitag des Berliner Landesverbandes der Alternative für Deutschland (AfD) . (Foto: dpa / Paul Zinken)
Video: Abendschau | 04.03.2017 | Agnes Taegener

Wahl auf AfD-Landesparteitag - Beatrix von Storch soll Berliner AfD in den Bundestag führen

Die Vorsitzende des Berliner AfD-Landesverbands Beatrix von Storch kandidiert auf Platz eins der Landesliste für die Bundestagswahl. Auf einem Parteitag des Berliner Landesverbands bekam sie 195 von insgesamt 290 gültigen Stimmen - 67,2 Prozent.

Die Berliner AfD-Landesvorsitzende und Europaabgeordnete Beatrix von Storch ist zur Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl im September gewählt worden. Sie erhielt am Samstag bei einem Landesparteitag 195 von insgesamt 290 gültigen Stimmen - das entspricht 67,2 Prozent. Der einzige Gegenkandidat Ralf Ziegler erhielt 60 Stimmen. 23 AfD-Mitglieder votierten mit Nein, 12 enthielten sich.

Auf den zweiten Listenplatz wurde bei dem Landesparteitag in einer Halle in Paaren im Glien (Havelland) nach AfD-Angaben der Physiker Gottfried Curio mit 181 Stimmen gewählt. Er ist derzeit Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.

Stichwahlen um die weiteren Listenplätze

Von den Bewerbern für die weiteren Listenplätze erreichte keiner beim ersten Durchgang die nötige Mehrheit. Am Samstag und Sonntag fanden danach die Stichwahlen statt: Dort sicherten sich in der Reihenfolge zunächst der Lehrer Götz Frömming, die Richterin Birgit Malsack-Winkemann und der  ehemalige Bild-am-Sonntag-Vize-Chefredakteur Nicolaus Fest die Listenplätze drei bis fünf.

Die Versammlung beschloss danach nach längerer Debatte, nur zehn statt der ursprünglich 14 Kandidaten aufzustellen. Die letzten Plätze bekamen Hans-Joachim Berg, Jörg Sobolewski und Marius Radtke. Der Unternehmensberater und Berliner Abgeordnete Harald Laatsch und der Jurist Ralf Conradi entschieden die Stichwahl um die Plätze 9 und 10 am Sonntag für sich.

Storch kündigt Widerstand gegen Islam an

Storch kündigte in ihrer Rede auf der Wahlversammlung massiven Widerstand gegen den Islam und die Integrationspolitik der Bundesregierung an. "Unser Schicksal entscheidet sich an einer Frage: Wie halten wir es mit dem Islam? An dieser Frage entscheidet sich nicht nur, ob wir unsere Kultur bewahren, sondern ob wir unsere Zivilisation erhalten", sagte sie und fügte hinzu: "Wenn wir in der Neuzeit leben und mit der Steinzeit Kompromisse machen, landen wir im Mittelalter."

Pazderski kritisiert interne Debatten

Zu Beginn des Parteitags hatte der zweite AfD-Landesvorsitzende Georg Pazderski angesichts der sinkenden Umfragewerte der Partei interne Debatten seiner Partei als schädigend angeprangert und zu mehr Einigkeit aufgerufen. "Wer sich lieber mit den eigenen Eitelkeiten und Befindlichkeiten befasst als mit den Sorgen der Bürger, der wird keine Stimmen gewinnen", sagte Pazderski. In den vergangenen Wochen habe man den Eindruck gewinnen können, "dass wir uns lieber mit uns selbst und den eigenen Parteifreunden als mit dem politischen Gegner beschäftigen", kritisierte er. "Und da nehme ich mich selbst gar nicht aus."

Pazderski will nicht auf Landesliste

Pazderski trat nach einigem Hin und Her nicht für einen Platz auf der Kandidatenliste an, sondern wird nur Direktkandidat in Pankow sein. Damit dürfte er voraussichtlich nicht in den Bundestag einziehen. Vor einigen Wochen hatte er das noch anders angekündigt.

Weil kleinere Parteien normalerweise keine Bundestags-Wahlkreise direkt gewinnen können, entsenden sie ihre Kandidaten über eine Landesliste ins Parlament. Wie viele Kandidaten dann pro Partei erfolgreich sind, hängt vom Wahlergebnis ab. Die Berliner AfD könnte zwischen zwei und vier Bundestagsabgeordnete stellen, falls sie ein Ergebnis um die zehn Prozent erzielt.

Mit Informationen von Nina Amin

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13 Kommentare

  1. 13.

    Ich bin hier geboren, ich bin hier aufgewachsen, ich arbeite, zahle Steuern und bin deutscher Staatsangehöriger. Ich habe haargenau die gleichen Rechte wie Sie. Ich bin muslimischen Glaubens, allein das scheint für Sie ein großes Problem zu sein. Mich würde nur interessieren: Mit welchem Recht sagen Sie mir, dass ich nicht zu Deutschland gehöre? Mit freundlichen Grüßen

  2. 11.

    Was bitte hat das Christentum mit Demokratie zu tun? Nichts! Wenn ihr ganzen gläubigen Spinner doch endlich weg wärt. Dank eurer Religionen ist doch die Welt so Scheiße wie sie ist. Religion ist heilbar!!!

  3. 9.

    Genau. Die AfD wird als (nicht mal größte) Oppositionspartei im Bundestag (und zu mehr wird's nicht reichen)sicher dafür sorgen, dass der Islam dann nicht mehr zu Deutschland gehört.

    Die schaffen den hier dann einfach ab, Muslime kommen dann keine mehr nach Deutschland und Sie bleiben unter sich.

    Gratuliere zu dieser Erkenntnis!

  4. 8.

    Frau von Storch macht das einzig richtige.
    Klare Ansage gegen den Islam der nicht zu uns gehört.Viele Menschen denken so sind aber leider nicht in der Position um Ihre Meinung in die Medien zu bringen.
    Die AFD wird das für uns machen.......

  5. 7.

    Hättet Ihr wirklich Empathie mit den Opfern des Nationalsozialismus, so würdet Ihr das Wort Nazi nicht so inflationär verwenden. Anstand? Fehlanzeige.
    Aber naja, daß Ihr einen Völkermord dazu instrumentalisiert, um politische Gegner mundtod zu machen, finde ich zwar schäbig, andererseits erfreut mich Eure Schwäche.
    Beweihräuchert Euch nur weiter selbst. Ich freue mich derweil auf den SEPTEMBER.

  6. 6.

    Frau Storch kündigt Widerstand gegen den Islam an und fragt u.a. ob wir unsere Kultur bewahren ! Das frage ich mich auch und wieviel Einfluss hat der Islam in Deutschland ? Eine Studie aus der Uni Münster besagt, daß fast die Hälfte der Islamisten den Islam über dem deutschen Recht stellen, wird mir angst und bang. Wieviel Christen gibt es in einigen Jahrzehnten in Deutschland ? Wir dürfen nicht unsere christliche demokratische Kultur vernachlässigen.

  7. 5.

    @tiger, das Überleben der Demokratie hier in Deutschland hängt davon ab, inwieweit wir es schaffen,die Linken und Grünen klein zu halten.
    Denn deren Ziel scheint zu sein, unser Land gegen die Wand zu fahren.
    Mir machen die mehr Angst,als alle anderen.

  8. 4.

    Mir scheint bei, Ihnen hat es erst gar keine geistige Blase gegeben!!!

  9. 3.

    Das Überleben der Menschheit hängt davon ab ob diese Nazis im bürgerlichen Mantel zurückgedrängt werden können oder ob sie ihren Hass weiter verbreiten und radikalisieren.

  10. 2.

    Bäcker bleib bei deinen Torten.

  11. 1.

    »Islamfeindlichkeit«? Schafft es der Staatsfunk eigentlich einmal ohne uns erziehen zu wollen?
    Die Einseitigkeit der Themen kann ich auch nicht bestätigen. Finanz-, Bildungs-, Rentenpolitik, Förderung junger Firmengründer usw. wurden ebenfalls thematisiert.
    Identität und innere Sicherheit standen natürlich trotzdem im Fokus, schließlich handelt es sich um die Schicksalsfragen unserer Nation. Leider ist das in der geistigen Blase Potsdam-Babelsberg noch nicht Recht angekommen.

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