Petra Pau (Die Linke) geht am 07.10.2013 in Erfurt (Thüringen) während einer Pause des NSU-Untersuchungsausschusses des Landtages durch den Landtag. Pau, die Mitglied im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages war, besuchte den Thüringer Ausschuss als Gast (Quelle: Marc Tirl/dpa)

13 Kandidaten vorgeschlagen - Linke geht mit Petra Pau an Spitze in Bundestagswahlkampf

Die Berliner Linke will mit Petra Pau an der Spitze in den Bundestagswahlkampf ziehen. Der Landesvorstand beschloss am Dienstagabend einen entsprechenden Vorschlag für die Landesliste, wie eine Sprecherin am Mittwoch mitteilte. Über die Landesliste soll am 1. April eine Landesvertreterversammlung entscheiden.

Auf Platz zwei und drei der vorgeschlagenen Liste stehen Stefan Liebich und Gesine Lötzsch, die wie Pau bereits im Bundestag sitzen. Insgesamt wurden 13 Kandidaten nominiert.

Auf Platz vier ist der Linke-Vorsitzende in Friedrichshain-Kreuzberg, Pascal Meiser, vorgesehen, auf Platz fünf Evrim Sommer, die zunächst wegen Ungereimtheiten in ihrem akademischen Lebenslauf in die Kritik geraten und deshalb bei der Wahl zur Bezirksbürgermeisterin von Lichtenberg durchgefallen war. Die Staatsanwaltschaft sah später allerdings keinen hinreichenden Tatverdacht wegen etwaigen Titelmissbrauchs.  

Auf Platz sechs soll der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, Hakan Tas, kandidieren.

Linke will vier Wahlkreise direkt gewinnen

Der neue Bundestag wird am 24. September gewählt. Ziel der Linke Berlin sei, wieder vier Wahlkreise direkt zu gewinnen sowie ein gutes Ergebnis bei den Zweitstimmen zu erreichen, hieß es. Man wolle einen Politikwechsel im Bund. Nach einer jüngsten Umfrage erreicht die Linke derzeit acht Prozent der Wählerstimmen. Rein rechnerisch käme ein rot-rot-grünes Bündnis im Bund demnach auf 47 Prozent.  

Petra Pau sitzt seit 1998 im Bundestag. Die 53-Jährige ist auch Vizepräsidentin des Parlaments. Ihren Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf gewann die Linken-Politikerin mehrmals direkt, zuletzt 2013 mit knapp 39 Prozent.

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1 Kommentare

  1. 1.

    Auch im Bundestag wird kein wirklicher Politikwechsel beschlossen werden können, dafür sind alle zu sehr in das (ökonomische) Gesamtsystem eingebunden. Die Linke kann nur darauf warten, dass die Finanzmärkte nachhaltig kollabrieren. In der Zwischenzeit darf man weiter an den Symtomen herumdoktern.

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