"Tegel bleibt offen" steht am 12.03.2017 in Berlin bei der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) auf der Weste einer Anhängerin des Volksbegehren für die Offenhaltung des Flughafen Tegel (Quelle: dpa / Paul Zinken).
Video: Abendschau | 20.03.2017 | Studiogesräch

Volksbegehren hat gute Chancen auf Erfolg - Tegel-Unterstützer sammeln fast 200.000 Unterschriften

Das am Montag endende Volksbegehren zum Weiterbetrieb des Flughafens Tegel steht offenbar vor einem Erfolg: Die Initiatoren sammelten laut FDP-Chef Sebastian Czaja deutlich mehr Unterschriften als nötig. Für die Wirtschaftssenatorin ist das keine gute Nachricht.

Für den Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegel haben die Initiatoren rund 198.000 Unterschriften gesammelt. Das teilte Berlins FDP-Fraktionschef Czaja auf Anfrage des rbb mit. Falls mindestens 174.000 dieser Stimmen für gültig erklärt werden, ist das Volksbegehren erfolgreich und ein Volksentscheid möglich. Am Montag um 24 Uhr endet die Frist für das Volksbegehren zum Weiterbetrieb des Berliner Flughafens.

Czaja sagte gegenüber rbb-Inforadio, es sei ein "Riesenstandortvorteil für die Stadt, einen city-nahen Flughafen zu haben, der noch dazu funktioniert". Zwar seien Investitionen nötig, um die Terminals zu modernisieren und den Lärmschutz für die Anwohner zu verbessern. Die Summen seien aber im Vergleich zu den Kosten eines Komplettumzugs nach Schönefeld "mehr als vertretbar", da sie "einen nachhaltigen Effekt für Berlin und auch für den Wirtschaftsstandort" hätten.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop auf der Berliner Regierungsbank (Quelle: imago/Christian Ditsch)
Die Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) will Tegel wie geplant schließen. Die Flächen würden dringend für Gewerbeansiedlungen benötigt.

Stimmen müssen noch überprüft werden

Zuvor hatte Czaja bereits mit der rbb-Welle Radio Berlin über die Unterschriftenaktion gesprochen. "Am heutigen Tag geht es darum, das Ergebnis abzusichern", sagte der FDP-Politiker. "Wir müssen den heutigen Tag nutzen, um weitere Stimmen oben drauf zu legen." Die abgegebenen Unterschriftenbögen müssen noch auf ihre Richtigkeit überprüft werden.

Das Bündnis "Tegel bleibt offen e.V." wird von der Berliner FDP unterstützt. Die Partei hatte bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus im vergangenen Herbst voll auf das Thema gesetzt, Tegel auch dann offen zu halten, wenn der Flughafen BER eines Tages fertig ist. Mittlerweile hat sich auch eine Gegeninitiative formiert. "Tegel endlich schließen" fordert eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Flughafens Tegel sowie ein sofortiges Nachtflugverbot.

Pop warnt vor einem "Zuschussgeschäft"

Für die grüne Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sind das schlechte Nachrichten. Sie warnte im rbb-Interview eindringlich vor den negativen Auswirkungen, wenn der Flughafen Tegel weiter in Betrieb bleiben sollte.

Der Airport mitten in der Stadt sei zwar praktisch, aber Berlin brauche dringend Flächen für Unternehmensansiedlungen und für Wohnungen. Diese seien jetzt schon knapp. Wirtschaftsminister anderer Bundesländer würden sich die Finger nach einem solchen Gebiet in dieser Lage lecken. Pop argumentierte weiter, wenn der BER eröffne, sei Tegel sowieso nicht mehr profitabel.

Die Initiatoren von "Berlin braucht Tegel" sehen das ganz anders. "Alle rationalen, sachlichen Argumente sprechen für Tegel", sagte FDP-Chef Czaja im rbb. "Wir haben einen Flughafen BER, der zu klein geplant ist, egal, wann er aufmacht." Das zu erwartende Passagieraufkommen sei gegenüber der ursprünglichen Prognose deutlich gestiegen. Ein zweiter Flughafen werde zudem benötigt, um das drohende Verkehrschaos, welches nach der Eröffnung des BER auf den Berliner Straßen zu erwarten sei, abzuwehren.

Volksentscheid muss innerhalb von vier Monaten stattfinden

Nach Angaben der Landeswahlleitung führt ein erfolgreiches Volksbegehren automatisch zum Volksentscheid, bei dem die Bürger über die Forderung der Initiatoren entscheiden. Er muss im Regelfall innerhalb von vier Monaten nach Veröffentlichung des Ergebnisses des Begehrens stattfinden. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat das Recht, einen eigenen Alternativvorschlag zu erarbeiten. Dieser wird dann parallel zur Abstimmung gestellt.

mit Informationen von Jan Menzel (landespolitischer Korrespondent der rbb-Radiowellen)

Drei Stufen der Mitbestimmung

  • Die Volksinitiative ist vor allem Mittel, um die politischen Organe mit der Nase auf ein bestimmtes Thema zu stoßen. In Berlin und Brandenburg sind die Modalitäten zu Ablauf und Erfolg ähnlich. Stadt und Land messen der Volksinitiative jedoch unterschiedliches Gewicht bei.

    Berliner Bürgern soll die Volksinitiative ermöglichen, sich unkompliziert mit Anliegen im Parlament Gehör zu verschaffen. In Brandenburg kann sie auch verlangen, dass Gesetze geändert oder sogar der Landtag aufgelöst wird. Tabu ist in beiden Ländern das Geld. Haushalt, Bezüge oder Personalentscheidungen können nicht zum Inhalt einer Volksinitiative gemacht werden.

    Teilnehmen können in Berlin alle Einwohner ab 17 Jahren, ebenso in Brandenburg. Hier gibt es allerdings für Ausländer gewisse Einschränkungen. Auf Unterschriftenlisten können sich die Bürger eintragen. Die Initiatoren der Volksinitiative sind dabei frei, wo und wann die Unterschriften gesammelt werden.

    Wichtig für den Erfolg ist, egal ob in Berlin oder Brandenburg: Die Initiative muss von mindestens 20.000 Einwohnern unterzeichnet werden. Geht es um einen Antrag auf Auflösung des Landtages müssen mindestens 150.000 Brandenburger unterschreiben.

    Sind die notwendigen Unterschriften geleistet, ist die Politik wieder am Zug: In Brandenburg muss der Landtag innerhalb von vier Monaten entscheiden, wie er mit den Forderungen der Bürger umgeht. Stimmt er einem Gesetzentwurf oder dem Antrag auf Auflösung des Landtages in dieser Frist nicht zu, können die Vertreter der Volksinitiative ein Volksbegehren verlangen.

    Dies ist in Berlin nicht möglich. Hat sich das Abgeordnetenhaus mit dem Thema befasst, egal mit welchem Ergebnis, ist der Verfahrensweg abgeschlossen.

  • Omnibus für direkte Demokratie (Quelle: dpa)

    Das Volksbegehren zielt, anders als die Volksinitiative, bereits in eine ganz konkrete Richtung. Gesetze sollen erlassen, geändert oder aufgehoben werden. Die Bürger können auch eine Neuwahl fordern. Beim Volksbegehren gibt es in beiden Bundesländern große Unterschiede.

    Berlin hat ein zweistufiges Verfahren eingeführt. Da hier eine gescheiterte Volksinitiative nicht automatisch zu einem Volksbegehren führt, müssen die Initiatoren zunächst 20.000 Unterschriften sammeln und einen Antrag auf Volksbegehren stellen. Haben sie Erfolg, wird es zugelassen.

    In einem zweiten Schritt müssen sieben Prozent aller wahlberechtigten Berliner unterschreiben, um ein Volksbegehren zu einem einfachen Gesetz durchzusetzen.

    In Brandenburg sind es 80.000 Menschen, die sich innerhalb von sechs Monaten in die amtlichen Listen einschreiben müssen. Geht es um die Änderung der Verfassung oder Neuwahlen, sind noch mehr Unterschriften notwendig.

    Obwohl es in Brandenburg nur ein einstufiges Verfahren gibt, scheiterten hier bislang alle Volksbegehren bis auf zwei. Der Grund liegt vermutlich darin, dass die Teilnahme für die Bürger sehr aufwändig ist. Sie können ihre Unterschrift, anders als in Berlin, nur auf einem Amt abgeben und müssen sich dabei ausweisen. In Berlin können die Unterschriften für ein Volksbegehren hingegen auf der Straße gesammelt werden.

  • Zum Volksentscheid kommt es, wenn ein Volksbegehren erfolgreich war, Landtag oder Abgeordnetenhaus aber keine Gesetzesänderung beschließen. Stimmen die Bürger per Volksentscheid für ein Gesetz, gilt es und hat denselben Stellenwert, als wäre es von der gewählten Vertretung beschlossen worden.

    Die Spielregeln für Brandenburg und Berlin sind gleich: Der Volksentscheid läuft ab wie eine Wahl. Stimmt die Mehrheit der Bürger - mindestens aber ein Viertel aller Wahlberechtigten (das so genannte Quorum) - für das Gesetz oder die Vorlage, ist sie angenommen.

    Wie viele Menschen das Viertel der Wahlberechtigten eigentlich ausmachen, wird übrigens am letzten Tag des entsprechenden Volksbegehrens erst festgelegt. Da viele Menschen zu- und wegziehen, kann diese Zahl von Volksentscheid zu Volksentscheid schwanken. Beim Volksentscheid zum Tempelhofer Feld in Berlin im Mai 2014 waren 622.785 Ja-Stimmen nötig. Dieses Quorum wurde deutlich überschritten.

    In Brandenburg gab es noch nie einen Volksentscheid. In Berlin schafften seit 1999 von sieben Volksbegehren nur fünf die Hürde und nur zwei hatte Erfolg. So erzwangen die Berliner 2011 die Offenlegung von Verträgen, die beim Verkauf von Teilen der Wasserbetriebe abgeschlossen worden waren. 2014 stimmten sie gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes.

Kommentar

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69 Kommentare

  1. 69.

    Ich wohne seit 2014 in Spandau, der Fluglärm ist zeitweise im 2-Minuten-Takt unerträglich. Im Sommer kann ich den Balkon kaum nutzen und ich muß ich das Fenster schließen, um beispielsweise die Abendschau zu hören.
    Es starten und landen täglich sehr viele Flugzeuge über der Stadt, hoffentlich geht weiterhin alles gut.
    Obwohl Tegel auch für bequem zu erreichen ist, meine ich, ein Flughafen hat in der Stadt nichts zu suchen.
    Auch ist unverständlich, warum nachts die Postflugzeuge in Tegel landen und starten, diese könnten längst nach Schönefeld umgeleitet werden.
    Ich bin für die Schließung des Flughafens Tegel.

  2. 68.

    Tegel muß geschlossen werden, die Fluglärmbelastung ist in den letzten Jahren drastisch angestiegen und das von 6-23 Uhr. In Spandau nur wenige Kilometer entfernt vom Flughafen Tegel habe ich hier eine Belastung von teils über 70 dezibell. Dieser Lärm im 90 Sekunden Takt ist für die allgemeine Gesundheit nicht mehr erträglich. Auch die Gefahr eines absturzes in ein Wohnviertel bei einer Kollision mit einem Vogelschwarm wäre ein unvertretbares Risiko für einen Weiterbetrieb Tegels. Jeder der aus Bequemlichkeit und Unvernunft für die Offenhaltung Tegels stimmt, sollte mal ein paar Wochen Urlaub in der Einflugschneise machen.

  3. 67.

    Nun es war und ist Gesetzeslage, dass Tegel 6 Monate nach Inbetriebnahme des BER geschlossen werden soll(te).
    Ich fordere nichts ein. Ich will verhindern, dass bestehede Beschlüsse nach Lust und Laune wieder gekippt werden. Darauf müssen wir uns als Bürger verlassen können.

  4. 66.

    Sie fliegen Wohl nicht oft sonst würde ihnen nicht endgangen sein das es eine echte Tortur ist den Flughafen Schönefeld zu erreichen,und ich bin Berliner.ausländische Gäste werden einfach auf dem Acker ausgeladen und wissen nicht wie sie weiterkommen sollen.also erstmal Anschlüsse schaffen! Dann können wir weitersehen.gruesse Beerbohm

  5. 64.

    Tegel muss geschlossen werden! Die Lärmbelastung steigt inmitten der Einflugschneise auf unerträgliche Werte. Bin selbst 2009 in diese gezogen mit der Meinung den Fluglärm noch 2-3 Jahre durchzuhalten. Jetzt trage ich mich wieder mit dem Gedanken deshalb wegzuziehen. Wäre eine Zwangsumsiedlung von zehntausenden Berlinern nicht auch eine Lösung - frage ich mal die FDP und die Tegel-Anhänger? Vielleicht über einem Volksentscheid?

  6. 63.

    Wenn das erste Großflugzeug ins Häusermeer kracht werden viele anderer Meinung sein. Und der Lärm muss ehrlich gesagt auch nicht weiter sein. Nervt tierisch! Dicht machen so schnell es geht!

  7. 62.

    Fortsetzung -Ende-
    Ja, Tegel hat Jahrzehnte erfolgreich und nahezu unproblematisch funktioniert.
    Tegel wurde von größeren Katastrophen zum trotze aller Widrigkeiten bisher verschont. Dies muss allerding nicht so bleiben und dann muss man sich die Frage stellen, warum ?
    TXL war beliebt und ist ein großes Wahrzeichen Berlins.
    Doch Tegel wurde so gebaut wie er heute ist weil es nicht anders ging, Berliner Vorhaben waren damals, während der Alliierten Zeiten, nur eingeschränkt Planbar, er war eine „Notlösung“. Aus heutiger Sicht wäre eine solche Planung undenkbar. Tegel sollte ein Denkmal sein aber kein aktiver Airport und sicherlich mich zum Hoffnungsträger und Müllschlucker genötigt werden. Dies würde nämlich über kurz oder lang geschehen.
    TXL war schön, wir haben Ihn geliebt und gehasst.
    Aber seine Tage sind gezählt, lasst uns verabschieden.

  8. 61.

    Fortsetzung -Ende-
    Ja, Tegel hat Jahrzehnte erfolgreich und nahezu unproblematisch funktioniert.
    Tegel wurde von größeren Katastrophen zum trotze aller Widrigkeiten bisher verschont. Dies muss allerding nicht so bleiben und dann muss man sich die Frage stellen, warum ?
    TXL war beliebt und ist ein großes Wahrzeichen Berlins.
    Doch Tegel wurde so gebaut wie er heute ist weil es nicht anders ging, Berliner Vorhaben waren damals, während der Alliierten Zeiten, nur eingeschränkt Planbar, er war eine „Notlösung“. Aus heutiger Sicht wäre eine solche Planung undenkbar. Tegel sollte ein Denkmal sein aber kein aktiver Airport und sicherlich mich zum Hoffnungsträger und Müllschlucker genötigt werden. Dies würde nämlich über kurz oder lang geschehen.

    TXL war schön, wir haben Ihn geliebt und gehasst.
    Aber seine Tage sind gezählt, lasst uns verabschieden.

  9. 60.

    Fortsetzung
    Aber stellen wir uns vor, allen Widrigkeiten zum Trotz, TXL Befürworter könnten sich rechtlich durchsetzen.
    Wer Zahlt die Zeche.
    Verkehrsinfrastruktur, Modernisierung, Lärmschutzumrüstung, Unterhalt usw.
    Wer übernimmt darüber hinaus die Verantwortung für einen Airport, der umgeben von hunderttausenden Menschen eine wachsende Belastung und Gefahr darstellt ?
    Allein die Kerosinbelastung hat sich in den letzten Jahren vervielfältigt, mitten in der Stadt !

    Mal ganz abgesehen von steigenden Terrorgefahren und möglichen Havarieschäden durch immer Steigende Flugzahlen, die einem so dicht besiedelten Einzugsgebiet große Katastrophen zur folge hätten.

  10. 59.

    Fortsetzung
    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Berliner Bevölkerung mehrheitlich eine Offenhaltung beschließt ist sehr fraglich bis sehr unwahrscheinlich.
    Gänzlich ausgeschlossen ist allerdings, dass TXL so wie es derzeit besteht alleine aufgrund dieser Abstimmung, erhalten bleibt.
    Zum einen sind die Flughafenbetriebsgenehmigungen erloschen und müssten neu beantragt werden. Zum anderen herrschen heute ganz andere Gesetze über Flugbetriebsgenehmigungen.
    Da ist auch Berlin mal keine Ausnahme. Eine Genehmigung für einen Airport in mitten der Stadt ist nahezu aussichtslos, dass Verfahren würde sich über Jahrzehnte hinziehen und am Ende zweifelsohne ein Spiegel oder schlimmeres des BER erweisen.

  11. 58.

    Ca 250 000 Unterschriften sind eingegangen, für den Begehr, TXL als Airport zu erhalten.
    Hört sich erstmal viel an aber etliche davon haben keine Gültigkeit. Offensichtlich haben auch einige übereifrige gleich öfter unterschrieben oder schlicht keine Berechtigung gehabt.
    Dieses fehlverhalten würde bei einer bevorstehenden Wahl schwierig werden.
    Tatsache ist aber nun mal, allein im Einzugsgebiet TXL leben schon deutlich mehr Menschen, als die, die an der Unterschriftensammlung teilgenommen haben, diese, den Widrigkeiten des Flugverkehrs seit Jahren ausgeliefert sind und nur noch auf die Schließung warten.
    Nur schwer vorstellbar, dass dies diese Gruppe für den Erhalt TXL mitstimmen wird.
    Wahlberechtigt in Folge einer Volksabstimmung sind momentan über 2,5 Mio Berliner.
    Nichtberliner dürfen ohnehin nicht abstimmen, auch wenn viele davon TXL noch so sehr lieben.
    Fortsetzung folgt-

  12. 57.

    Es gibt hier einige falsche Polemik. Ich antworte mal beispielhaft auf Ihr Posting.

    1. Doch, innerstädtische Flughäfen sind im Trend. Das Beispiel London-City wurde schon erwähnt. Die Vorstellung dass ein FLughafen "JWD" sein müsse ist out.

    2. Dass es sich bei dem Volksbegehren um Westalgie handele ist Blödsinn. Es geht gegen die sinnlose Zerstörung von Infrastruktur. In welcher ehemaligen Stadthälfte die Infrastruktur zufällig liegt ist irrelevant, ich bin z.B. auch gegen die Schließung des SEZ.

    3. Welche Partei auf den Zug aufspringt ist bedeutungslos, und das entwertet das Ziel nicht. In der Demokratie geht es um Inhalte.

    4. Rechtliche Hürden können überwunden werden, wenn der politische Wille besteht. Deswegen ist die Argumentation damit ein Papiertiger.

    5. Ganz großes Kino war die Polemik "Museumsflughafen". Was soll das denn bedeuten? Müssen alle Flughäfen die älter als 50 Jahre sind geschlossen und dann ein neuer daneben geöffnet werden?

  13. 56.

    Dieser Beitrag ist natürlich als Bestätigung und Übereinstimmung gemeint, selbstredend nicht als Gegenrede. Aber ich denke, das ist auch zum Ausdruck gekommen ...

  14. 55.

    Der Flughafen Tegel ist allein der ehemaligen West-Berliner Insellage geschuldet, als die Stadt ummauert war. Ansonsten wäre er in dieser Zeitperiode niemals in dieser Lage gebaut worden. Diese Zeit seit fast 3 Jahrzehnten mittlerweile und glücklicherweise vergangen. Doch anscheinend nicht für alle.

    Noch immer gibt es genügend Bewohner des ehemaligen Westteils, die in das historische Zentrum von Berlin fahren, Unter den Linden flanieren gehen oder ins Zeughaus gehen oder hinterher mitteilen, sie seien in Ost-Berlin gewesen.

    Dass jeder Mensch natürlich seine Zeit braucht, um nach der unnatürlichen Teilung der Stadt die wirklichen Koordinaten der Stadt mitzubekommen, halte ich für vollkommen nachvollziehbar. Doch bald drei Jahrzehnte sollten dafür eigentlich ausreichen. Das Brandenburger Tor markiert den Stadtausgang nicht nach Osten, sondern nach Westen. Und der Flughafen Tegel ist für eine dichtbesiedelte Stadt ein glatter Anachronismus.

  15. 54.

    "Soweit ich mich erinnere, ist die damalige Fusion sehrwohl an Brandenburg gescheitert."

    Wie ich schrieb.
    Der wesentliche Grund dafür war, dass Berlin über die Köpfe der Brandenburgischen hinweg entscheidet.
    So, wie die Initiatoren des Volksbegehrens es jetzt wieder praktizieren, durch das Versprechen, durch eine simple Unterschrift könne Tegel erhalten werden.

    Dies unter glatter Aushebelung des Flughafen-Abkommens aller drei Beteiligten, die allenfalls Neuverhandlungen zuließen, soweit denn die beiden anderen Vertragspartner dies zulassen.

  16. 53.

    Tegel muss endlich schnellstmöglich geschlossen werden. Alles Andere wäre Betrug an den 300.000 Anwohnern, die Tag für Tag Fluglärm im Minutentakt und auch viele Flüge in der Nacht ertragen müssen. Die meisten von Ihnen haben keinen Lärmschutz!!!! Von der Kerosinbelastung und der ständigen Gefahr eines Absturzes in dicht besiedeltes Gebiet einmal abgesehen!
    Eigentlich ein unglaublicher Vorfall! In keiner anderen zivilisierten Stadt gibt es einen vergleichbaren innerstädtischen Flughafen!

  17. 52.

    Soweit ich mich erinnere, ist die damalige Fusion sehrwohl an Brandenburg gescheitert. Und das ein Volksbegehren in Berlin nur von Berlinern betrieben wird, liegt ja wohl aus gesetzlichen Gründen auf der Hand. Oder würde sich Brandenburg von Berlinern in seine Brandenburger Volksbegehren einmischen lassen? Wohl kaum.
    Was interessiert denn Brandenburg, was in Berlin passiert? Warum soll es keinen Flughafen in Berlin geben? Man hat doch schon gesehen, wie ewig über Flugrouten beim BER hin- und hergeklagt wurde. TXL gehört im Übrigen nur Berlin und dem Bund.

  18. 51.

    Zudem fußen die Unterschriftenliste ja auf falschen Voraussetzungen: Nicht Berlin allein kann entscheiden, ob Tegel offen bleibt oder nicht - was die faktische Behauptung der Initiatoren ist mit der damit verbundenen Erwartungshaltung -, Berlin, der Bund und Brandenburg gemeinsam entscheiden über den Vertrag.

    Was soll das wieder bewirken und an Empfindung hinterlassen, als dass diejenigen in der Hauptstadt wieder einmal solo entscheiden, egal was die anderen, die Brandenburgischen, denken? Soweit die seinerzeitige Volksabstimmung zu einem gemeinsamen Land Berlin-Brandenburg an etwas gescheitert ist, dann waren es genau solche Alleingänge. Alleingänge von Berlin.

  19. 50.

    @ Zuschauer,

    ich danke Ihnen für die Darstellung der Zusammenhänge.
    Nicht Berlin allein hat den Vertrag über die Schließung von Tegel geschlossen, es war ein gemeinsamer Vertrag zwischen Berlin, Brandenburg und dem Bund.

    Für das Land Brandenburg war der Standort Schönefeld definitiv der falsche Standort - im Gegensatz zu Sperenberg -, und Brandenburg hat Schönefeld ja nur zugestimmt im Zuge der Koppelung mit der Schließung von Tegel.

    "Den Politikern" einerseits vorzuwerfen, dass sie nicht Wort halten - was oft genug gewiss zutrifft -, dann aber, wenn tatsächlich Wort gehalten wird, Wortbruch einzufordern, ist schon eine gedankliche Kapriole. Auch wenn mittlerweile offenbar 200.000 Unterschriften diesen einseitig begangenen Vertragsbruch einfordern.



  20. 49.

    Warum die Aufregung über ein Bürgerbegehren?
    Wenn den Menschen in Spandau, Reinickendorf und Pankow die Ruhe, Gesundheit und Umwelt so sehr wichtig ist brauchen sie doch bei einer möglichen Abstimmung nur mit großer Beteiligung und großer Mehrheit gegen den Flughafen stimmen und er wird geschlossen. -
    Ich habe das Bürgerbegehren
    der neoliberalen FDP nicht unterstützt; sollte TXL aber geöffnet bleiben werde ich ihn nutzen.

  21. 48.

    Tegel ist für 2,4 Mio. Fluggäste konzipiert und leistet mit ein paar zusätzlichen (provisorischen) Terminals momentan etwa 22 Mio. Fluggäste pro Jahr. Der BER ist für 27 Mio. Fluggäste konzipiert und kann mit ein paar (provisorischen) Terminals etwa X Fluggäste pro Jahr leisten. Welcher Tegel-Fan kann X berechnen? Für den Lärmschutzanspruch der Anwohner spielt es übrigens keine Rolle, ob dort nur City-Hopper fliegen. Wenn Flughafen, dann voller Lärmschutz! Aber das kann sich Berlin problemlos leisten. Dann lassen wir eben die Schulen noch weiter verkommen. Wer braucht schon Kinder. Hauptsache die Rente kommt pünktlich. Prost

  22. 47.

    Ich wohne in Pankow direkt neben der Bahn!! Ich sage es gern nocheinmal wer Lärm nicht ertragen kann hat die möglichkeit ins Umland zu ziehen. Eine Millionenmetropole wie Berlin ist nun mal kein Dorf. Alle wollen Fliegen nur keiner will den Flughafen vor der Tür. Findet euch endlich damit ab das Großstadt auch Lärm bedeutet!

  23. 46.

    nachdem der ber auch ohne eröffnung zu klein ist braucht berlin tegel-1.als städte hopper u.2. alle flüge bis zu 3std.flugzeit wäre denkbar-damit wäre der zu eröffnende ber dann entlastet und alle sind glücklich-also bitte gebt eure unterschriften ab ---DANKE-----

  24. 44.

    Wenn ich die Meinung von Pro-Tegel mal zusammenfasse, dann wird Tegel im Jahr 2030 35 Mio. Fluggäste bedienen, geflogen wird von 04:00 - 24:00 und Lärmschutz für die Anwohner gibt es nicht, weil zu teuer. Dafür ist man aber mit dem Taxi in 10 Minuten dort, weil U-Bahn, S-Bahn, Strassenbahn und Regio gibt es ja nicht. Das nennt man "future-proof". Glückwunsch!

  25. 43.

    Ach, das wäre so schöööön.....

    Weiter im völlig überfüllten TXL durch Moabit, links ein Tourist dem zum dritten mal sein Koffer gegen mein Bein fällt, rechts ein genervter Vielflieger dem die Verspätung des Busses rote Flecken ins Gesicht treibt!

    Und, endlich angekommen, kann ich mich durch die Autos, die in 3er Reihe stehen quälen.

    Dann, herrlich (!) endlich an der Drehrtür, die garantiert wieder durch irgeneinen Nichtsblicker blockiert wird!
    ----

    Tegel ist am Ende, nehmt das zur Kenntnis... Klar, wenn ich 1x pro Jahr in den Urlaub fliege, kein Problem. Der TXL ist einer Hauptstadt nicht mehr gewachsen (wie so vieles in dieser Stadt...)

  26. 41.

    Der BER wird womöglich niemals eröffnet werden und Ramona P. plant schon mal die Gewerbeansiedlung in Tegel. Wirtschaftspolitik nach R2G. Sie wird noch als Rentnerin von dort fliegen können und froh darüber sein...

  27. 40.

    Falsch Herr Reinhart,
    ich wohne zwar im Pankower Umfeld (Einflugschneise) und bin auch für einen Fortbestand von Tegel - ich bin auch mit Tegel großgeworden - jedoch muss dieser Fortbestand dann auch so verträglich und entlastend gestaltet sein mit echtem Nachtflugverbot, wie er übrigens auch für den BER gefordert wird, hier seit der Schließung von THF aber NIE praktiziert wird. Siehe Ferienzeiten - da wird bis weit nach 23.30h geflogen und Petitionen dagegen werden unter Verweis auf die wirtschaftliche Interessenlage abgeschmettert - wie toll.
    Die Zahl der Betroffenen ist immens größer als die der im Süden der Stadt - ich verstehe das gejammer nicht - wir leben in einer freien Welt mit freier Wahl des Wohnorts - wem es nicht gefällt der kann gerne umziehen oder es "ertragen", darf dann aber nicht weinen - und die Meinung der zugezogenen Provinzler kann mir nur ein müdes Lächeln zaubern.

  28. 39.

    Und nur weil ein paar Leute reiten wollen und Sie damit Geld scheffeln ,soll der Rest der Bevölkerung in betroffenen Beziken den Dreck und Lärm ertragen.???

  29. 38.

    PRO TEGEL!!!!

  30. 36.

    Ich möchte mal wissen, wo all die Befürworter wohnen. Bestimmt nicht in Pankow, Reinikendorf, Haselhort oder Spandau. Hier habe ich auch keinen Unterschriftenstand gesehen. Und wo wohnt eigentlich der feine Herr Czaja?

  31. 35.

    Wenn Lex Tegel ausläuft, dann bekommen alle Anwohner von Tegel den gleichen Lärmschutz wie ein neu gebauter Flughafen. Beim BER sind das momentan ca. 800 Millionen Euro. Jetzt schaut mal auf die Karte, wie viele Häuser in den Einflugschneisen beim BER und im Vergleich dazu bei Tegel sind. Seine wir realistisch, hier sind bestimmt 10 mal so viele Einwohner betroffen. Das wir dann vielleicht nicht 10 mal so viel kosten wie am BER, aber wenn Tegel offen bleibt, dann kommen auf Berlin Kosten in Höhe mindestens 5 Milliarden Euro zu. Bei den 100 Mio. Euro Gewinn, die Tegel macht, hat sich das in 50 Jahren amortisiert. Dann sind aber schon längst wieder neu Fenster fällig. Ist es das wirklich wert?

  32. 34.

    Tolle Argumente sind das hier. Mas macht es denn für ein Südberliner/Potsdamer oder Cottbuser für einen Sinn quer durch die Stadt durch verstopfte Straßen oder mit dem Superbequemen TXL Bus zu fahren um zum Museumsflughafen Tegel zu kommen.
    Mit eine Toilette pro Ankunftsbereich.
    Am besten immer 2 Flüge pro Ziel : Einer für die Nordberliner ab Tegel und einen für die Südbewohner ab BER.

    Von Europas Hauptstadtflughäfen ist wohl der in Tegel- obwohl Citynah. der mit der miesesten Verkehrsanbindung.

    Soll mal die FDP den nächsten Volksentscheid zur Wiedereröffnung von Bf. Zoo einleiten.
    Sonst kommen die (Westberliner)nach Tegel Schließung überhaupt nicht mehr aus der Stadt.
    Im übrigen bin ich für Sperenberg.

  33. 33.

    Natürlich muss TXL bleiben! Alle, die hier dagegen sind, sind doch meist hinzugezogene. Sich aufregen, dass Flugzeuge fliegen und Lärm machen. Das hat man doch vorher gewusst, wenn man ein/e Haus/Wohnung in diesem Gebiet bezieht. Die waschechten Berliner/innen kennen das und es gehört zum Leben dazu. Genauso wie Geräusche der S-Bahn, wenn man direkt an den Gleisen wohnt, so wie wir. Man hört sie dann einfach nicht mehr. Außerdem macht es denn Sinn, vom Norden quer durch die Stadt zu fahren, um im Süden an den BER zu gelangen? Verstopfte Straßen, Staus und hohe Abgaswerte!? Eine gesunde Umverteilung von Nord und Süd macht da doch mehr Sinn. Und, die Gelder für neue Lärmschutzregelungen können ja die intelligenten Bauherren, die für das nicht Fertigstellen des BER's verantwortlich sind und immer noch immense Gelder / Abfindungen bekommen, rüber rücken. Oder werden die nicht zur Rechenschaft gezogen? Also, wenn ich so arbeiten würde, bekomme ich nicht noch Monate lange mein Gehalt!

  34. 32.

    Man o man konstruktiv diskutieren ist aber anders ;-(
    Pro Tegel:
    - viel bessere Erreichbarkeit, egal welchen Anschluss es zum BER gibt, die Anreise dauert sogar für die Leute im Süden (Steglitz) erheblich länger als nach Tegel
    - Wenn Tegel schließt kann die Gentrifizierung auch in diesem Teil Berlins endlich ohne Hemmung voranschreiten (gesetzl. Hürden wirken ja nicht!) und dies führt sowieso dazu, das Menschen, die nicht so gut verdienen immer mehr an den Stadtrand gedrängt werden. Die Immobilienspekulanten freuen sich schon darauf, von wegen wir brauchen die Flächen, erst mal wir haben sowieso nix davon!
    Berliner: Stoppt den weiteren Verfall Berlins erhaltet TEGEL!
    Der Flughafen gehört zu Berlin wie Klops und Kudamm

  35. 31.

    Verabschiede dich von dem Gedanken von Tegel abzufliegen.

    Rechtlich nicht möglich und objektiv auch Schwachsinn, Deppenfang der FDP, wahrscheinlich um nicht schon wieder aus dem Berliner Senat zu fleigen.

    hahahaha

  36. 30.

    Sie haben Ihre Ansichten und Gründe und ich habe die Meinen. Ich kann Ihnen nicht zustimmen und das wird sich auch nicht ändern, wenn wir uns hier weiterhin hin- und her schreiben und erfahrungsgemäß macht das auch wenig Sinn :-)

    Ihre Argumente sind in meinen Augen unzutreffend und ob andere Städte 1000 Flughäfen haben, rechtfertigt meiner Ansicht nach nicht den Betrieb eines völlig veralteten und deplatzierten Flughafens in Berlin. Ich lebe ja auch hier und nicht in London oder Moskau oder sonst wo. Weiterhin ist es gesetzlich, soweit ich weiß, sogar verboten, den Flughafen Tegel nach Eröffnung des BER weiter zu betreiben. Das hatte ich bisher noch gar nicht erwähnt.

    Also, machen Sie ruhig weiter ihre FDP Spaßpartei - Lobbyarbeit (amüsieren tut mich das ja durchaus) - ich bin hier mal weg :-))

    Viel Spaß noch :-)

  37. 29.

    Als aussenstehender kann man leicht darüber hinwegsehen das es Betroffene gibt die Flughäfen in der Stadt ablehnen.

    Als AUssenstehender nicht Betroffener haben Sie das Recht zu schweigen zu Angelegeheiten der Bewohner einer Stadt.

    Noch zwingt Sie jemand hier her zu kommen ;)

  38. 28.

    Frankfurt und München sind erheblich kleiner als Berlin. SIe haben zwar je nur 1 Flughafen (naja Frankfurt nominell 2), aber deren Kapazität ist jeweils doppelt so groß wie der geplante BER, oder auch doppelt so groß wie Tegel, Tempelhof und Schönefeld zusammen. Zum Vergleich London hat 6 Flughäfen mit einer Gesamtkapazität von fast 2 x Frankfurt, nämlich über 100 Mio Passagiere pro Jahr. Und das reicht noch nicht, es wird ausgebaut!

  39. 27.

    Sowohl Wohnungsbau wie Ansiedlung von Unternehmen sind ne tolle Sache und ich bin dafür, aber wenn die an irgendwas scheitern dann bestimmt nicht daran dass ein Flughafen tatsächlich ein Flughafen ist. Berlin hat massig Flächen, daran mangelt es am allerwenigsten. Was Flughäfen dabei leisten können ist, mehr Unternehmen anlocken, und mehr Umsatz für bestehende Unternehmen generieren. Dazu müssen sie halt offenbleiben.

    Nochmal eine zeitliche Perspektive: 1990 hatte Berlin 4 funktionierende Flughafen auf seinem Stadtgebiet (5 wenn man Adlershof mitzählt, der damals noch nominell bestand). Heute noch 2, und demnächst vielleicht nur noch 1. Das Verschwinden dieser Anlagen liegt an einer "Anti-Flughafen-Mentalität" in Teilen der Bevölkerung, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Freude an der Selbstbeschädigung?

  40. 26.

    All die Leute, die hier pro TXL argumentieren: Sollte Tegel offen bleiben, kann der BER nicht eröffnet werden. Warum? Weil sämtliche richterlichen Beschlüsse zur Realisierung des BER die Schließung von TXL vorsahen. Die Juristen der Anwohner im Süden Berlins würden geradezu frohlocken und dann hätte Berlin gar keinen Flughafen mehr oder eben nur TXL... Der BER kommt und muss ausgebaut werden, was im Übrigen mit einem neuen Terminal ja auch schon passiert... Alles andere ist Populismus der FDP!

  41. 24.

    Aha, und Frankfurt und München sind keine großen Städte? Dort gibt mit nur einem Flughafen Millionen mehr Passagiere.

  42. 23.

    Völlig absurd dieses Volksbegehren: Die FDP hat mit fraglichen Methoden Unterschriften gesammelt. Die Offenhaltung von TXL würde Milliarden zusätzlicher Kosten für den Schallschutz im Norden bedeuten bedeuten. Dieses Geld sollte der Erweiterung des BER dienen, der für 45 Millionen Passagiere ausgebaut werden kann laut Leipziger Urteil. Außerdem würden sich zwei Airports gegenseitig kannibalisieren...

  43. 22.

    Danke für Ihre Nachfrage nach meinen Ohren, denen geht's soweit ganz gut. Wie haben die Kinder das nur früher ausgehalten, als Flugverkehr zu beiden innerstädtischen Flughäfen zu Berlin gehörte wie Currywurst und Buletten? Ich bin in unmittelbarer Nähe von Tempelhof aufgewachsen und fand es als kleines Kind toll, die anfliegenden Flugzeuge zu beobachten. Heute sehe ich die Anflüge auf Tegel, manche gehen auch hörbar über meinen Wohnort. Ob einen das stört oder man es als normal hinnimmt ist glaube ich mehr eine Frage der Befindlichkeit. Viele Leute die sich über Fluglärm beschweren haben nicht das geringste Problem mit Autolärm, obwohl der viel lauter und penetranter ist. Das ist auch eine Zeitgeist-Frage.

    Zur Frage wo die neuen Flughäfen liegen, schmeißen Sie mal einen Blick auf London City Airport, gebaut in den 1980er Jahren:

    http://hotelsbrit.com/wp-content/uploads/2015/04/london-city-airport-view.jpg

  44. 21.

    Chancen liegen vor Allem darin, Wohnungen zu bauen und zwar IN der Stadt, anstatt dort nen Flughäfen unnötig weiter zu betreiben. Wie wollen Sie das weiterhin rechtfertigen: Unternehmen können sich nicht ansiedeln, weil ein paar Experten unbedingt nen 2ten Flughafen weiterbetreiben wollen. Wohnungen werden immer knapper, weil auf dringend benötigten Flächen unbedingt ein 2ter Flughafen betrieben werden soll u.s.w. Auf lange Sicht spricht aus meiner Sicht ALLES gegen einen weiteren Betrieb.

  45. 20.

    Sie können den Fluglärm noch so dolle finden, ich finde ihn für Wohngebiete nicht passend und auf Dauer auch nicht zu befürworten. Vielleicht sind Sie schon taub oder schwer Hörgeschädigt, dann würde ich ihr Argument nachvollziehen können. Aber die tausenden Kinder in Pankow können nichts dafür und die haben auch sehr gute Ohren, meinen sie nicht ? Fragen sie mal, wie die Kinder den Lärm finden und dann lesen Sie sich nochmals ihren Kommentar kritisch durch.

    Und zu den Flughäfen: Bitte schauen Sie doch auch mal, WO diese Flughäfen neuerdings liegen: RICHTIG .... Außerhalb der Stadt :-))

  46. 19.

    Starten die Betroffenen halt ein Volksbegehren für die Schliessung.

    WIe kann es sein das sich Leute erdreisten als nicht Betroffene Schaden an der Gesundheit von 600 000 Berlinern in Kauf zu nehmen damit sie 20 min weniger zu ihrem Flughafen brauchen.

    Typisch FDP.

    Allein mathematisch muss mal son Ding runterkommen in der Stadt, dann ahben die offenhalter auch noch Blut an den Händen.

  47. 18.

    Gerade Leute mit knappen Einkommen oder prekärer Beschäftigung sollten Sie sich mit Händen und Füßen gegen die Zerstörung von Infrastruktur und wirtschaftlichen Chancen für ihre Region stemmen. NIMBY-Mentalität kann sich nur leisten, wer ausgesorgt hat.

  48. 17.

    Tja - dann geht es Ihnen wie vielen anderen Betroffenen auch.
    Würde der Betrieb von TXL zur jetzigen Zeit entsprechend der gesetzlichen Vorgaben und MIT echtem Nachtflugverbot betrieben werden, dann würde die Akzeptanz auch eine etwas andere sein - selbst fundierte Petitionen auf Einhaltung des Nachtflugverbots wurden mir seitens des Senat mit der Begründung abgelehnt, die wirtschaftlichen Interessen stünden gegen die des Senats und daher kann das Petitionsbegehren keinen Erfolg auf Aussicht haben, ist ein Schlag ins Gesicht von zigtausend Betroffenen - schade nur, dass sich darüber hinaus keine vernünftige Auseinandersetzung mit dem Thema führen lässt und Polemik herhalten muss.
    Es gäbe einige gute Ansätze, ohne gleich mit flachem Sarkasmus durch Andere, mit diversen komischen, altbackenen Ideen zu antworten.

  49. 16.

    Paris hast 4 Flughäfen, Moskau 5, London 6. Eine Stadt von der Bedeutung Berlins mit nur einem Flughafen ist von Anfang an ein falsches Konzept, erst recht wenn der so klein ist wie BER. Der Flugverkehr wird außerdem wachsen, dazu kommt das Ziel Berlin mittelfristig zum Luftkreuz zu machen was zusätzliches Wachstum bedeutet. Das braucht mehr als 1 Flughafen. Schon die Schließung Tempelhofs war falsch.

    Der Berliner an Sich ist außerdem an Flugzeuge über der Stadt gewöhnt. Ich weiß nicht wo Sie herkommen, aber ich nehme das überhaupt nicht wahr, so selbstverständlich ist das Fluggeräusch. Wenn Sie die Begleiterscheinungen großstädtischer Infrastruktur nicht aushalten, sollten Sie vielleicht aufs Land ziehen.

  50. 15.

    Oh je , das Chaos in Berlin .. schon seit Jahren …
    Und was soll ein Volksbegehren bringen ?? auf das Volk wird doch schon lange nicht mehr gehört .Für unsere „Eliten“ sind wir nur Wahl und StimmenVieh und können ja so komplexe Entscheidungen und die Weltpolitik nicht überblicken .. diese Heuchler !!!

  51. 14.

    für meine Reitanlage 70km Nord/West von Berlin
    ist Tegel die Verbindung für Kundschaft und Gäste aus Europa
    Wirtschaftlich - Umwelt - Zeitlich - Verkersbedingt
    PRO TEGEL !!!

  52. 13.

    Bitte nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich mir meine Meinung durch eine gewisses verbitterte Ostmentalität, die zum einen teils nachvollziehbar und sich zum Anderen auch jeglicher Veränderung mit Händen und Füssen entgegenstemmt, nicht verbieten lasse. Mit Dummberliner meine ich hauptsächlich die FDP Experten, die außer dieser dummen Flughafenidee nichts weiter auf die Beine kriegen.

    Und "leisten" kann ich mir mit meiner Familie die Wohnung in der Einflugschneise nur knapp.... gehe halt arbeiten und lebe bescheiden..... die Kinder aber haben ein Recht auf Ruhe finde ich und können nichts für die dummen Entscheidungen der Erwachsenen (FDP Wähler).

  53. 12.

    Da stellt sich doch auch die Frage wieviel der Unterschriften ( z.B. von Sixt ) gekauft sind?

  54. 11.

    Dann möchte ich wieder für 23 Pfennig unbegrenzt lange Ortsgespräche führen können, mit einem Wählscheibentelefon. Als erstes rufe ich dann bei der FDP an und fordere Herrn Czaja auf, unverzüglich eine Wohnung am Kurt-Schumacher-Platz zu beziehen.

  55. 10.

    Gute Idee einen Reserveflughafen für Störungsfälle vorzuhalten.
    Dann bitte aber auch zusätzliche Autobahnen und Fernbahnen in die Stadt verlegen - esk könnte ja sein, das mal auf der Avus oder inm Bf. Spandau was passiert.

    Tegel ist sowas aus der Zeit gefallen, das kostet hunderte Millionen ihn auf die heutigen Bedürfnisse anzupassen.
    Die Gelder dazu sind bitte auf die Befürworter der 2-Flughafen Regelung umzusetzen. Die Adressen sind bekannt und wer bestellt bezahlt.

  56. 9.

    Sehr gut. Und als neechstes will ick meene Mauer wieder haben! Und die Berlin-Zulage! Und eigene West-Berliner Briefmarken!

    FDP und BZ helft!

  57. 8.

    "Ein zweiter Flughafen werde zudem benötigt, um das drohende Verkehrschaos, das nach der Eröffnung des BER auf den Berliner Straßen zu erwarten ist, abzuwehren."

    Das soll ein rationales, sachliches Argument für einen Flughafen sein? Wieso sollte der BER ein Verkehrschaos auf den Berliner Straßen auslösen?

  58. 7.

    "dreiste Dummberliner" - Sie sind sicher einer der derjenigen NEUBerliner, die sich die Mieten hier noch leisten können, wenn nicht vvlt schon gentrifizierter Wohnraum gekauft wurde?
    Ich bin auch vom unerträglich gewordenen Lärm Tegels betroffen - aber das liegt in der Verantwortlichkeit eines ehem. Partymeisters, der Berlin von 6 funktionierenden Bahnen auf 3 kastriert hat ohne über Zeiträume nachzudenken und nur in eigenem Interesse gehandelt zu haben scheint.
    TXL, THF und SXF bis zur Fertigstellung des Problem-BER wären sinnvoll gewesen- die Teilnutzung THF dann in ein Tempelhofer Feld und als Regierungsflugplatz (kurze Wege) und TXL Teilflächen für Wohnraum für Berliner und nicht nur für Excellenzen, das wäre mal ein Ansatz gewesen.
    Und wo wäre das Problem über eine Weiternutzung TXL mit nur einer, der kurzen Bahn inkl. echtem Nachtflugverbot?
    Der Senat vertraut aber scheinbar gerne zugezogenen, egozentrischen Stadtplanern, die keine Ahnung der Bedürfnisse der BERLINER haben.

  59. 6.

    Große Städte haben mehrere Airports. Berlin benimmt sich aber wie Klrinkleckrrsforf. Sollte mal ein Unfall am BER eintreten oder sehr schlechtes Wetter vorherrschen wäre unsere Stadt dicht. Die Urlauber,Geschäftsleute und die geldbringenden Touristen wären stinksauer.so was spricht sich schnell herum.

  60. 5.

    so ein Quatsch, wer so eine Einstellung hat kann er gleich ein gedankenloses Werkzeug der Regierung sein und nur schön Steuergelder schaffen und dann schön den Mund halten.

    Nur weil es einen Beschluss von der Regierung gibt, muss das doch leider noch nicht bedeuten, dass dieser korrekt ist.

    Ich bin gespannt, ob sich nun ein Politiker traut, die knapp 200.000 Stimmen nicht ernst zu nehmen und sich gegen den Volksentscheid im September zu stellen, ich denke weiß er jetzt schon dass er seine Karriere damit beendet.

  61. 4.

    Was für ein Theater. Angezettelt von der Springerschen Presse gemeinsam mit der FDP. Da könnt ihr noch soviele Unterschriften sammeln wie ihr wollt:Es gibt Verträge die dies Verhindern. Sollte er doch offen bleiben:Wird es ohne Ende klagen geben. Aber da die Unterschriften mit Adresse sind, hat man ja wenigsten ne Rechnungsanschrift.....

  62. 3.

    Direkte Demokratie ist ja schön und gut, aber sie kommt an ihre Grenzen, wenn dadurch Dinge erzwungen werden sollen, die rechtswidrig sind. Der Konsensbeschluss zum Single-Airport ist die Grundlage für Bau und Betrieb des BER, und die Schließung von Tegel damit zwangsläufig und glücklicherweise unumkehrbar.

    Wenn da jetzt nach kleinen Hintertürchen gesucht wird, dann ist das Wasser auf die Mühlen derjenigen, die schon immer die Sorge hatten, dass man sich auf politische Entscheidungen nicht verlassen kann.

    Meiner Meinung nach ist es für den gesellschaftlichen Frieden in Berlin extrem wichtig, dass man sich auf die Einhaltung von Beschlüssen verlassen kann. Die Menschen in Spandau, Reinickendorf und Pankow haben nun endlich mal ihre Ruhe verdient. Tegel war nett, ist aber aus der Teilungssituation Berlins entstanden, die ist nun lange vorbei, und damit geht der Flugbetrieb in Tegel zu Ende.

  63. 2.

    Was für eine absolute Frechheit, dass es so dreiste Dummberliner gibt, die dafür sind, den Flughafen offen zu halten !!! Der BER braucht nun schon ewig lange, bis er offen hat und es gibt hier Menschen in Berlin, die haben es sich verdient, dass sie Ruhe haben nach all den Jahrzehnten Fluglärm und die auch damut rechnen. Pankow ist einer der kinderreichsten Bezirke Europas und es donnern täglich die Flieger drüber weg.

    Außerdem läuft doch die Betriebserlaubnis aus, da können noch so viele Unterschriften gesammelt werden, es verstößt gegen das Gesetz, den Flughaven weiter zu betreiben. So what ??

    Dich machen das Ding wie geplant und fertig !!

  64. 1.

    Ich hoffe nur,dass die erkauften Stimmen nicht zählen.Sonst wäre das Betrug in meinen Augen.
    Was ist das für ein erbärmliches Theater.
    Was ist mit der Umwelt?
    Dann fahren wir ,wie der Senat es am liebsten möchte,mit dem Fahrrad dort hin.

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