Gedenken an die Attentatsopfer auf dem Breitscheidplatz in Berlin (Quelle: imago/Winfried Rothermel)

Nach Anschlag vom Breitscheidplatz - Mahnmal soll am 19. Dezember fertig sein

Zum ersten Jahrestag des Terroranschlags am Berliner Breitscheidplatz soll nach den Plänen des Senats ein Mahnmal an die Opfer erinnern. Es werde keine Gedenktafel, sondern "ein gestalterisches Gedenkzeichen" geben, sagte Senatssprecherin Claudia
Sünder der Montagsausgabe der "tageszeitung".

Senat spricht mit Angehörigen über Konzeption

Wie das Mahnmal aussehen könnte, damit beschäftige sich eine Arbeitsgruppe unter Federführung der Senatskanzlei. Beteiligt seien zudem der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Vertreter der Kirche sowie "Persönlichkeiten aus dem Gedenk-Kontext", sagte Sünder. Auch die Angehörigen der Opfer würden bei der Konzeption einbezogen: "Wir sind im Austausch mit den Hinterbliebenen zu dem Gedenkformat", so die Senatssprecherin.

Vor genau sechs Monaten, am 19. Dezember 2016, war der Tunesier Anis Amri mit einem Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gerast. Bei dem Anschlag kamen zwölf Menschen ums Leben, 67 wurden zum Teil schwer verletzt. Wie es dazu kommen konnte und welche Fehler den Berliner Ermittlern in diesem Zusammenhang unterliefen, soll ab Anfang Juli ein Untersuchungsausschuss des Berliner Angeordnetenhauses klären.

Sendung: Abendschau, 18.06.2017, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereKommentar-Regeln und Hilfe zu Kommentaren zum Kommentieren von Beiträgen.

1 Kommentare

  1. 1.

    Ich wünsche jedenfalls den Initiatoren und den darüber Beschließenden ein sorgsames Händchen.
    Ein Mahnmal, das zu direkt ist, verpufft m. E. ebenso in seiner Wirkung, wie ein Mahnmal, das zu abstrakt ist.
    Mithin wäre m. E. die Aufgabe, das Nachdenken und die Empfindung zu fördern.

    Verblendung würdigt immer Menschen herab. Manchmal bis hin zum Tod.

Das könnte Sie auch interessieren

Rettungssanitäter stehen am 17.08.2017 auf der Promenade Las Ramblas in Barcelona (Quelle: AP/Manu Fernandez)

Terroranschlag in Barcelona - Berlins Bürgermeister Müller bekundet sein Beileid

Wieder ist ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast – diesmal in der spanischen Metropole Barcelona. 13 Menschen wurden getötet, mehr als 100 verletzt. Am späten Donnerstagabend gab es einen zweiten Anschlag südlich der Stadt. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat den Terroropfern sein Mitgefühl bekundet.