Einbürgerungsurkunde (Quelle: imago/Chromorange)
Video: Brandenburg aktuell | 18.06.2017 | Andreas B. Hewel

Festakt im Hans-Otto-Theater - Brandenburg begrüßt 821 Neubürger

Bei einem Einbürgerungsfest in Potsdam sind am Sonntag mehr als 800 Neubürger begrüßt worden. Insgesamt wurden 2016 weniger Einbürgerungen bewilligt als im Vorjahr. Die Zahl der Briten, die einen deutschen Pass haben wollen, stieg allerdings stark an.  

Mit einem Festakt im Potsdamer Hans-Otto-Theater sind am Sonntag mehr als 800 Neubürger in Brandenburg willkommen geheißen worden. Die neuen Staatsbürger wurden von Landtagspräsidentin Britta Stark und Innenminister Karl-Heinz Schröter (beide SPD) begrüßt. "Mit Ihren kulturellen Wurzeln und mit allem, was Sie mitbringen, machen Sie Brandenburg bunter und vielfältiger", sagte Stark. Insgesamt erhielten im Jahr 2016 in Brandenburg 821 Ausländer einen deutschen Pass, die meisten kamen aus Polen (131) und der Ukraine (106).

Zahl eingebürgerter Briten ist deutlich gestiegen

Deutlich angestiegen ist die Zahl der eingebürgerten Briten: Waren es früher nur ein oder zwei pro Jahr, stieg ihre Zahl 2016 auf 27. Hintergrund ist vermutlich der bevorstehende Brexit - denn noch ist unklar, ob sich Briten, die im EU-Ausland leben, nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs weiterhin auf die bisher geltende Freizügigkeit berufen dürfen.

Insgesamt war die Zahl der Einbürgerungen leicht rückläufig. Im Jahr 2015 waren noch 857 bewilligt worden. Die Zahl der Einbürgerungen in Brandenburg hatte erstmals im Jahr 2014 die Marke von 800 überschritten und schwankt seither etwas über diesem Wert. Dagegen waren 2012 nur 464 Einbürgerungen gezählt worden, im Jahr darauf waren es 611.

Voraussetzungen für eine Einbürgerung

Um in Deutschland eingebürgert zu werden, müssen Anwärter mindestens acht Jahre hier leben, ein unbefristetes Aufenthaltsrecht haben und ihren Lebensunterhalt ohne Sozialhilfe bestreiten. Auch müssen sie die deutsche Sprache beherrschen, dürfen nicht vorbestraft sein und müssen sich zum Grundgesetz bekennen.

Das Einbürgerungsfest wird seit 2007 jährlich vom Landesparlament und von der Landesregierung veranstaltet. Damit soll nach Angaben des Landtags ein deutliches Zeichen des Willkommens und der Anerkennung gesetzt werden.

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