
Sozialministerium fordert Reformen - Immer weniger Menschen wollen in die Altenpflege
Brandenburgs Sozialminister Baaske will die Pflege alter Menschen in ihrem häuslichen Umfeld verbessern - wegen des demographischen Wandels dränge die Zeit. Noch zumal es immer weniger Bewerber für den Altenpflegeberuf gebe.
Brandenburgs Sozialminister Günter Baaske (SPD) will mehr Mitsprache der Kommunen im Pflegebereich. Um Angehörige länger zu Hause pflegen zu können, müssten die Einflussmöglichkeiten der Sozialämter gestärkt werden, sagte er am Dienstag.
Dafür sei aber eine Anpassung des Sozialgesetzbuchs XI nötig, das die Vorschriften für die Pflegeversicherung in Deutschland enthält, erklärte Baaske. Gerade im ländlichen Raum gebe es Handlungsbedarf, wo die Strukturen immer dünner würden und weite Wege zu fahren seien.
Derzeit gibt es nach Angaben des Ministeriums zwischen Elbe und Oder rund 96.000 Pflegebedürftige. Bis 2030 soll ihre Zahl auf 160.000 steigen. 26.000 Menschen sind derzeit in Brandenburg hauptberuflich in der Pflege tätig. Bis 2030 könnte sich der Bedarf an Fachkräften mehr als verdoppeln, schätzt das Ministerium.
Dafür sei aber eine Anpassung des Sozialgesetzbuchs XI nötig, das die Vorschriften für die Pflegeversicherung in Deutschland enthält, erklärte Baaske. Gerade im ländlichen Raum gebe es Handlungsbedarf, wo die Strukturen immer dünner würden und weite Wege zu fahren seien.
Derzeit gibt es nach Angaben des Ministeriums zwischen Elbe und Oder rund 96.000 Pflegebedürftige. Bis 2030 soll ihre Zahl auf 160.000 steigen. 26.000 Menschen sind derzeit in Brandenburg hauptberuflich in der Pflege tätig. Bis 2030 könnte sich der Bedarf an Fachkräften mehr als verdoppeln, schätzt das Ministerium.

Steigender Bedarf - sinkende Bewerberzahlen
Aber dieser absehbare Bedarf führt nicht etwa zu einem Anstieg der Bewerberzahlen – die Zahl derer, die sich für den Pflegeberuf interessieren, sinkt sogar.
Die Vorsitzende des Landespflegerates Berlin-Brandenburg, Christine Vogler, macht dafür auch die Politik verantwortlich. Ihrer Meinung nach bekommt der Beruf von dort nicht die notwendige Anerkennung, sagte Vogler dem rbb.
Ihr Vorschlag: Statt die Ausbildung zu verkürzen, sollte man sie reformieren - beispielsweise eine Grundausbildung für Pflegeberufe anbieten, nach der man sich dann entweder zum Altenpfleger oder zum Krankenpfleger ausbilden lassen könne.
Gar nichts hält Vogler davon, beispielsweise ehemalige Schlecker-Mitarbeiterinnen zu Alternpflegerinnen umzuschulen: "Wenn diese Frauen einen Pflegeberuf hätten ergreifen wollen, dann hätten sie es getan, und wären nicht Verkäuferin geworden"
Die Vorsitzende des Landespflegerates Berlin-Brandenburg, Christine Vogler, macht dafür auch die Politik verantwortlich. Ihrer Meinung nach bekommt der Beruf von dort nicht die notwendige Anerkennung, sagte Vogler dem rbb.
Ihr Vorschlag: Statt die Ausbildung zu verkürzen, sollte man sie reformieren - beispielsweise eine Grundausbildung für Pflegeberufe anbieten, nach der man sich dann entweder zum Altenpfleger oder zum Krankenpfleger ausbilden lassen könne.
Gar nichts hält Vogler davon, beispielsweise ehemalige Schlecker-Mitarbeiterinnen zu Alternpflegerinnen umzuschulen: "Wenn diese Frauen einen Pflegeberuf hätten ergreifen wollen, dann hätten sie es getan, und wären nicht Verkäuferin geworden"
