
Stand der Dinge beim Großprojekt - Die ewige Baustelle Alexanderplatz
Das Herz der "City Ost" soll zum "Manhattan Berlins" werden: Der Alexanderplatz wird umgebaut. Star-Architekt Kollhoff entwarf vor 20 Jahren den Plan dafür - doch was wurde eigentlich schon realisiert? Und was nicht? rbb online liefert eine Übersicht.
Wann "kommt" der Alex? Seit Jahren wird immer wieder über die städtebauliche Entwicklung des Berliner Alexanderplatzes geredet. Schließlich ist der Ort nicht nur einer der berühmtesten Plätze der Welt, sondern auch ein attraktives Wohn- und Gewerbegebiet.
Einen "Masterplan" zur Entwicklung des Alex gibt es seit langem - Star-Architekt Hans Kollhoff hat ihn für den Städtebaulichen Ideenwettberb 1993 entworfen. Damals setzte er sich gegen 13 bekannte Architekturbüros durch. Sein Entwurf sah unter anderem die Errichtung von zehn 150 Meter hohen Wohn- und Bürotürmen vor.
Doch das ist zwanzig Jahre her. Passiert ist seitdem nicht viel, lediglich ein paar Einkaufshäuser wurden gebaut (Alexa) oder saniert (Galeria Kaufhof). Von den zehn Hochhäusern, die Kollhoff einst geplant hat, wurde kein einziges auch nur begonnen - bis jetzt.
![Modell der zukünftigen Bebauung des Alexanderplatzes [dpa] Modell der zukünftigen Bebauung des Alexanderplatzes [dpa]](/politik/hintergrund/die-ewige-baustelle-alexanderplatz/_jcr_content/articlesContList/textpicture/image.img.jpg/rendition=original/size=320x180.jpg)
Amerikaner machen den ersten Schritt
Der US-Investor Hines hat angekündigt, einen Wohnturm direkt am Alex zu errichten. Ein Teil des Gebäudes steht bereits: Der Sockelbau für den Wohnturm wurde bereits 2009 abgeschlossen, dort zog ein Elektronikmarkt ein.
Nun soll auch das Hochhaus gebaut werden - allerdings nicht direkt auf den Sockel, wie Kollhoff es sich gedacht hatte, sondern etwas versetzt dahinter. Kollhoff selbst hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik an der neuen Bebauung des Alexanderplatzes geübt - zuletzt an eben jenem Sockelbau von Hines (siehe Beitrag rechts).
Doch auch Kollhoffs Plan ist umstritten. Die Senatsbaudirektroin Regula Lüscher nannte ihn bereits "nicht umsetzbar", vor allem weil für die meisten der zehn Hochhäuser erst andere Gebäude abgerissen werden müssten. In 20 Jahren hat sich für solch ein Vorhaben noch nicht ein einziger Investor am Alex gewinnen lassen können.














