Der Handel mit Drogen ist in Deutschland verboten. Deshalb möchte die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne), versuchen, das Betäubungsmittelgesetz zu ändern. Das scheint aber derzeit politisch kaum umsetzbar zu sein - darum wollen es die Grünen mit einem gesetzlichen Schlupfloch versuchen. Der Paragraph 3 erlaubt nämlich einen gesetzlich kontrollierten Handel mit Betäubungsmitteln, jedoch nur zu "wissenschaftlichen oder anderen im öffentlichen Interesse liegenden Zwecken".
Bei den Coffeeshops, so die Logik der Grünen, liegt ein großes "öffentliches Interesse" vor, da, so die Argumentation, etwa alle polizeilichen Versuche zur Eindämmung bisher weitgehend verpufft sind. Im kommenden Jahr wollen sie deshalb einen entsprechenden Antrag beim Bundesamt für Arzneimittel stellen.
Berlins Justizsenator Thomas Heilmann von der CDU bezeichnete die Coffeeshop-Pläne der Grünen dagegen als "rechtlich ausgeschlossen". Letztlich ist die Frage nicht abschließend geklärt.