Blick auf die Elsenbrücke, über die die A100 nach Friedrichshain und Lichtenberg führen soll (Quelle: Drohnenaufnahme Lokaler)

Umstrittener Bauabschnitt der Berliner Stadtautobahn - So könnte die A100 bis Lichtenberg verlängert werden

Anwohner und Umweltaktivisten sind sauer: Die Autobahn A100 in Berlin soll ab 2022 noch weiter verlängert werden. Die Baupläne stammen zwar noch aus den 90ern - der Bund bringt das Projekt aber derzeit auf Touren. Er hält den 17. Bauabschnitt für unverzichtbar - und sieht ihn sogar schon "im Bau".

"Im Bau" - diese Bezeichnung passt gut zu dem, was seit 2013 am östlichen Ende der A100 in Neukölln passiert: Hier wird abgerissen, ausgeschachtet und Beton gegossen. Die Arbeiten am so genannten 16. Bauabschnitt der A100 vom Autobahndreieck Neukölln bis zur Anschlussstelle am Treptower Park sind in vollem Gange.

Keine Bagger, keine Bauarbeiter

Doch "im Bau" ist offiziell nicht nur die 3,2 Kilometer lange Trasse der A100 bis Treptow - sondern auch die Verlängerung von dort bis zur Storkower Straße in Lichtenberg. So zumindest steht es im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP), der im Dezember 2016 vom Bundestag verabschiedet wurde. Auf diesem 17. Bauabschnitt lassen sich allerdings bislang - einmal abgesehen von der Baustelle Ostkreuz - weder Bagger noch Bauarbeiter blicken.

A100 Verlaufsplan (Quelle: rbb/Karo Krämer)
Von der Frankfurter Allee soll die A100 weiter zur Storkower Straße führen

Für Umweltschützer und Anwohner steht fest: Hier sollen mit Worten Fakten geschaffen und Gegner des Bauprojekts ausgebootet werden.

Der Bund als Treiber des Projekts rechtfertigt sich: Die derzeitige Verlängerung der Autobahn bis Treptow mache nur Sinn, wenn auch der nächste, 4,3 Kilometer lange Bauabschnitt realisiert werde. Erst dann würde sich "die angestrebte vollständige Verkehrswirkung entfalten". Insofern seien beide Teile gewissenmaßen aneinandergekoppelt. Und da der 16. Bauabschnitt derzeit gebaut werde, sei der 17. Bauabschnitt als "Bezugsfall" eben auch "im Bau". Bis September 2016 stand auch das Land Berlin unter rot-schwarzer Regierung hinter den Plänen.

Konzept ist schon in die Jahre gekommen

Die Idee, die A100 in den Nordosten Berlins zu verlängern und den Ring möglicherweise ganz zu schließen, ist so alt wie die ersten Teile der Autobahn selbst. Zunächst ausgebremst durch die Teilung Berlins kam in den 1990ern neue Fahrt in die Debatte: 1999 erstellte eine Planungsgemeinschaft aus zwei Ingenieurbüros (Krebs und Kiefer/Grassl) für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine "Vorplanung", auf welcher Route die A100 weitergezogen werden sollte - bis zur Frankfurter Allee.

Für die Ingenieure eine knifflige Sache - eine Autobahn durch Wohngebiete und Gewerbeareale zu führen und dabei immer wieder Bahngleise zu kreuzen. Diverse Brücken bauten die Bauleute in die Pläne ein, mehrere Tunnel, davon einen sogar doppelstöckig - durch eine besonders enge Straße. 1.171,5 Millionen Mark, so die damalige Schätzung, sollte das Ganze kosten.

Bauprojekt mit politischer Sprengkraft

Doch weit kniffliger sollte die politische Entscheidungsfindung sein: Nach der Berlin-Wahl 2011 scheiterte sogar eine Koalition zwischen SPD und Grünen, weil sich letztere hartnäckig gegen die neue Trasse sträubten. Inzwischen liefen Umweltschützer wie Anwohner Sturm gegen die "Schneise des Lärms".

Ein Robin Wood-Aktivist hat sich am 03.02.2014 in der Neuköllnischen Allee in Berlin am Baum festgekettet, um gegen den 16. Bauabschnitt A100 zu protestieren (Quelle: Florian Schuh/dpa)
Ein Gegner des 16. Bauabschnitts hat sich an einem Baum festgebunden

Erst im Bündnis mit der CDU konnten die Sozialdemokraten den ersten Bauabschnitt Neukölln-Treptow durchsetzen. Den Spatenstich setzte 2013 der damalige Stadtentwicklungssenator und inzwischen Regierende Bürgermeister Michael Müller. 2021 können voraussichtlich die ersten Autos auf der A100 bis Treptow durchfahren.

Dann sollte nach den Plänen von SPD und CDU die nächste Bauetappe starten. "Wir halten nach wie vor daran fest, dass das eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Netzes ist", sagte Staatssekretär Christian Gaebler (SPD) Ende Juni rbb|24 zu dem geplanten 17. Abschnitt. Mit der A100 als "Umfahrung" würde Durchgangsverkehr aus belasteten Wohnbereichen herausgezogen. Dort hätten dann Fußgänger, Radler und der Öffentliche Nahverkehr mehr Platz, lobte Gaebler das geplante Millionenprojekt.

Intro zur A100VR-App (Quelle: Lokaler / rbb)

Senat streckt Trasse durch längeren Zubringer

Allerdings hätten Studien gezeigt, so Gaebler, dass die Situation an der Frankfurter Allee als Ende der A100 "kompliziert" werde. Es sei nicht "sinnvoll, allen Verkehr auf die Möllendorfstraße zu lenken", erläuterte Gaebler. "Daher ist der aktuelle Planungsstand, dass die Anschlussstelle quasi mit einem Zubringer an die Storkower Straße angeschlossen wird."

Offiziell hieß es also: "Die Autobahn endet an der Frankfurter Allee." Faktisch aber verlängerte das Land Berlin, als es beim Bund den A100-Bau neu beantragte, die A100-Trasse um einen Kilometer.

Ordner mit Unterlagen zu den Bauabschnitten 16. und 17. der A100 in Berlin (Quelle: rbb/Steinberg/Blecha)
Alles noch analog: Ordner mit Unterlagen von 1999 in der Senatsverwaltung

Einen Grund, den über 15 Jahre alten, durchaus umstrittenen Vorplanungen nochmal so richtig auf den Zahn zu fühlen, sah das Land zu diesem Zeitpunkt. "Eine Überprüfung fand (…) bisher nicht statt", antwortete die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Mai 2015 auf eine Anfrage von Harald Moritz, dem verkehrspolitischen Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus. Auch an der Kostenschätzung noch aus dem Jahr 2013 - sie geht von 531 Millionen Euro für den 17. Bauabschnitt aus - wurde bis dahin nicht gerührt. Vor der Baugenehmigung, so hieß es von Staatssekretär Gaebler, müsste im Planfeststellungsverfahren ohnehin noch einmal alles überarbeitet werden, inklusive "vorgezogener Bürgerbeteiligung" und "allem drum und dran".

Bundestag verabschiedete "Ausbaugesetz"

Gegen den Bundesverkehrswegeplan konnten Bürger im Frühjahr Einwände erheben. Das Verkehrsministerium steuerte zur Meinungsbildung Kostenangaben bei, Prognosen zu Verkehr und Umweltauswirkungen - keine Infos gab es allerdings zum 17. Bauabschnitt der A100 als "fest disponiertem Projekt".

Im Dezember segnete der Bundestag den Bundesverkehrswegeplan ab - und verabschiedete damit ein "Ausbaugesetz".

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels haben wir den Grünen-Politiker Harald Moritz als Bundestagsabgeordneten bezeichnet. Das ist falsch, Moritz ist vielmehr Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Beitrag von Friederike Steinberg

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30 Kommentare

  1. 30.

    Die Autobahn muss noch viel weiter gebaut werden! Bis zum AS Seestraße und dann komplett durch den Prenzlauer Berg. Damit die Preise dort wieder sinken. Und vorallem ziehen dann endlich weniger Ökoschwaben nach Berlin.

    Wir brauchen sowas in Berlin nicht! Wems nicht passt, dass Berlin eine Stadt ist: "Dort hat der Maurer ein Loch gelassen"!

  2. 29.

    Bin ebenfalls absolut für den Weiterbau. Für mich macht das Argument der Entlastung kleinerer Straßen Sinn. Habe selbst seit einem Jahr kein Auto mehr und fahre hauptsächlich Fahrrad und ansonsten gelegentlich mit Car Sharing und Mietwagen und dann ist es immer sehr langwierig aus der östlichen Innenstadt die Stadt zu verlassen. Eine wachsende Metropole benötigt auch in Zukunft in der es dann hoffentlich emissionsfreie und autonom fahrende Fahrzeuge geben wird funktionierende und leistungsfähige Verkehrsadern für den Liefer- und Individualverkehr. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass flüssig rollender Verkehr auch weniger Emissionen freisetzt als wenn ständig angefahren und abgebremst werden muss.

  3. 28.

    @Manuel:

    Ich bin zwar aus einer ganz anderen Stadt (Frankfurt am Main) und kann mir nicht wirklich eine Meinung zum 17.Bauabschnitt machen, aber die Frage die sich auch bei uns häufig stellt: Will die Mehrheit der Einwohner der Stadt oder der Anrainer des Ausbaugebiets wirklich diese Entwicklung hin zu weiterem Wachstum und zur Weltmetropole? Es steht für mich ausser Zweifel, der Wandel der Zeit ist unaufhaltsam und auch in gewissem Maße unverzichtbar, weil es sonst ein schleichender Rückschritt wäre.

    Gruß Andy

  4. 27.

    Die Stadtautobahn ist eine Planung in die Zukunft. Wir werden für die nächsten Genarationen mit dem Automobil leben werden. Öffentliche Verkehrsmittel werden nicht die Menge der zu befördernden Menschen bewältigen können. Andere Städte Honkong, Tokio, New York und Paris haben dies bereits erkannt und entsprechende Planungen umgesetzt. Berlin ist eine Stadt von Rentnern geworden, Stadtautobahn ja, aber nicht vor meiner Tür. Wir werden bald eine 5 Millionen Stadt werden wie soll diese Masse von Menschen transportiert werden? Mit dem Fahrrad wohl kaum, wie soll die Versorgung dieser Menschen erfolgen? Machen wir uns nicht lächerlich mit diesem vor der Haustür denken. Den Grünen haben wir das heutige Verkehrskaos zu verdanken. Sie wollten den Autofahren das Fahren verleiden, was haben Sie geschaft? Autos stehen auf den Straßen und haben eine funktionierende Infatruktur zerstört. Und so etwas wird dann gewählt.

  5. 26.

    Muss denn unbedigt dieses Ding durch meine Wohnung gehen???

  6. 25.

    Ich bin seit über 10 Jahren selbstständig, wohne in Fhain und auf Auto angewiesen. Leider merkt man wenn man durch Berlin von Ost nach West und ungekeht fährt noch immer die Mauer. Der Ausbau der A100 ist daher unverzichtbar. Vorallem wenn man den Radverkehr stärken will, sollte man den Autoverkehr um die Innenstadt leiten.

  7. 24.

    Wenn es hier nur um den Gütertransport ginge ... Aber der motorisierte Individualverkehr liegt bei ca. 80 % ! des Gesamtverkehrsaufkommens auf der Straße. Und ich wüsste nicht, wie der z.B. den Salat in die Läden bringt. Die Frage kann nicht ernst gemeint gewesen sein. Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten. Das ist Fakt. Und auf jeder neuen Autobahn wird es daher auch in Zukunft Stau geben. Von dem zusätzlichen Dreck und Lärm und den Auswirkungen auf Mensch und Natur ganz zu schweigen.
    Eine neue Autobahn wird die Gütertransporte nicht schneller machen, wenn sich daneben noch viermal mehr Individualverkehr auf der Straße tummelt. Und der steigt jährlich an. Mit dem Bau von neuen Autobahnen hinein in die Stadt werden nicht Probleme gelöst, sondern die vorhandenen multipliziert. So sehe ich das.

  8. 23.

    Das Ding heißt STADTautobahn. Das Ding verläuft bzw. soll gebaut werden mitten in der Stadt. Der Verkehr ist also mitten in der Stadt. Ob man das braucht, halte ich für fraglich.

    Auf jeden Fall ein Bauprojekt mit reichlich potential für Verzögerung und massiver Kostensteigerung. Habe den 16. Abschnitt jetzt nicht vollständig im Blick, aber beim 17. greift man vermutlich massiver in bestehende Straßen und Verkehrsströme ein. Dazu kommt noch ein Tunnel durch den beliebten Sand, auf dem Berlin errichtet wurde.

  9. 22.

    Ich bin selbst Anwohner und der Autobahnbau sollte auf jeden Fall realisiert werden auch der 17.Teil bis zur Storkower Str. - gerade wenn man mal mit dem Auto gen Süden aus der Stadt rausfahren will, ist es nervig derzeit bis zu 1,5 Std. bis zum Dreieck Neukölln (nur 9km Strecke) zu brauchen und insbesondere die Belastung der Gürtelstr. und dann über die Halbinsel Stralau ist wirklich unzumutbar für die Anwohner. WIR BRAUCHEN DRINGEND DIESE AUTOBAHN - Berlin wächst und damit auch die Verkehrsbelastung. Dem muss Rechnung getragen werden! Die Straßen würden damit entlastet!

  10. 21.

    Guten Tag,

    Berlin braucht die Stadtautobahn sowie die Verlängerung dieser!
    Berlin ist eine Großstadt und Hauptstadt der Bundesrepublik, wer meint das wir durch die Stadtautobahn mehr Verkehr in der Stadt haben, fährt wohl nicht auf der Stadtautobahn, denn wenn dieser Verkehr durch die Stadt müsste das wäre schlimm nicht anders rum. Wir können nicht alle mit dem Rad oder unseren tollem Öffentlichen Nahverkehr zur Arbeit, BErlin kann nur wachsen und Weltmetropole werden mit einem guten Ausgebauten Strassennetz.

    Grüße

  11. 20.

    Mein eindeutiges Ja für den Autobahnbau.
    Die Grünen wollen Fahrradhauptstadt Berlin, haben ein riesiges "Freifeld" in Tempelhof und die notwendige Bebauung wurde damit verhindert. Vielleicht setzen sie auch noch die "Rauschgiftfreigabe" durch, damit die "bösen" Autofahrer nur nicht nur auf Fahrradfahrer, die ohne Licht mit ignorieren der Lichtsignale spezieller Fahrradampeln (selber entscheiden ob Fahrradweg oder Fahrbahn) unterwegs sind, sondern dann auch noch "bekifft" (schon jetzt gilt die max. Promillegrenze für Autofahrer nicht für Radfahrer!) sind. Ja, Grüne in der Opposition ok, aber in der Regierung aus meiner Sicht Hemmnis der wirtschaftlichen Entwicklung einer Weltmetropole wie Berlin.

  12. 19.

    Diese Autobahn ist sehr nötig, nicht nur für den Güterverkehr, und liebe Ökis, wie kommt denn euer Salat in den Laden ??
    Noch Notwendiger ist doch die Nord - Süd Tangente von Marzahn => Schönefeld. (Landsberger Allee > Karlshorst > Wuhlheide > Adlergestell
    Liebe Politiker, fahrt einfach mal 8 Stunden vom Adlergestell zur Landsberger Allee und zurück und zurück und zurück ... Lernen durch tun, dann solltet Ihr die Notwendigkeit schnell erleben. Aber im Stau lernt man auch nette Leute kennen und RS2 vergibt auch Geld für Wissen.
    Ach und auch für Radfahrer ist diese Strecke eine "Erlebnistour"

  13. 17.

    Der Bund finanziert, die Bauwirtschaft freut sich um Großauträge -> aus welchen Gründen sollten dann Politiker mit der Lobby im Nacken oder selbst der Lobby angehörend dieses Großprojekt ablehnen?!

    Aus städtebaulicher Sicht ist diese Autobahn totaler Unfug und lässt Erinnerungen an die Autstadt der 60er Jahre erwecken. Berlin muss Fortschritte als lebenswerte Stadt machen und nicht ein zusätzliches Konkurrenzsystem zum Umweltverbund schaffen, indem der Autobahnring geschlossen wird. Die Nutzungskonflikte rund um die Autobahn werden zwar in Neukölln entschärft, aber dafür nach Treptow und Lichtenberg verschoben. Aber von normativen Kriteriern aus gesamtheitlicher Sicht spricht naürlich niemand, solange der Flächennutzungsplan für dieses Projekt goldige und mit Honig umschmierte Argumente für die Wirtschaftschaft verspricht. Es fehlt einfach die richtige Lobby, die all den richtig denkenden Wissenschaftlern und Politikern den Rücken stärkt!

  14. 16.

    Da sollte man sich doch ernsthaft die Frage stellen, warum so viele geniale Berliner Bürger die SPD bei der diesjährigen Wahl wieder einmal an die Macht gewählt haben?!? Ich sage nur "lernen durch Schmerz" ich denke das trifft das mangelnde politische Wissen der Berliner Bevölkerung am besten. Und dank nicht vorhandener politischer Kenntnis, müssen unsere Steuern für unnötige Spielerein herhalten. Die sollen mal die Altersarmut und die armen Kinder die ihr Abendessen in der Arche bekommen unterstützen und nicht so einen Schwachsinn bauen, den kein Mensch braucht. Mir fallen noch mehr Themen ein aber das sprengt die Textfreigabe von 1000 Zeichen.

  15. 15.

    An einer Stelle, die schon seit Jahren ein Staupunkt ist, ende demnächst eine Autobahn, die, nach Angaben der Befürworter, täglich 40.000 Fahrzeuge mehr 'sammelt'.
    Der Elsenbrücke.

    An einer Stelle, an der zwischen der Straßen- udn der Bahnbrücke keine vier, oder gar sechsspurige Straße mehr durchpasst.

    40.000 Autos, die dann auf den Abschnitt der A100/A113 treffen, an dem es, nach Frau Junge-Reiher bei der Eröffnung der Verbindung der A100 zur A113, auf keinen Fall es zu Staus kommen wird.
    Genau.

    und dann soll eine Entlastung der Innenstadt genau durch diese geführt werden.

    Denn der östliche S-Bahn-Ring ist nicht, wie der westliche, außerhalb der Innenstadt, sondern geht seit über 100 Jahren mitten durch diese Innenstadt.
    ---
    PS:
    Wann wird eigentlich die B96-ost, südlich des Treptower Parks zurückgebaut?
    Denn das ist Grundlage der A113 gewesen.

  16. 14.

    Absolutes dafür für den Ausbau incl. 17. Bauabschnitt. Baubeginn am besten sofort nach Fertigstellung des 16.!

  17. 13.

    So kann man nur argumentieren, wenn man als einzige Perspektive die eines Autofahrers einnimmt, der bequem in seinem klimatisierten Auto sitzt und erstens völlig unempathisch gegenüber den Anwohnern ist, vor deren Wohnungen eine Autobahn entlangführen würde und zweitens trotz aller offensichtlichen Trends in den besonders lebenswerten Weltstädten dieser Welt nicht verstehen kann oder will, dass eine nachhaltige Stadtentwicklung nicht mit dem Fokus auf motorisiertem Individualverkehr gelingen kann. Bestimmt hätte irgendjemand auch etwas von der Verlängerung der A100, aber sicher nicht alle Radfahrer, Fußgänger und Anwohner. Am Treptower Park und entlang der Wilhelm-Guddorf-Straße würden Wohngebiete zerschnitten werden, südlich der Frankfurter Allee würden Radwege und Fußgängerwege zerstört werden und der Stadtpark Lichtenberg würde massiv beeinträchtigt werden. Die Aufzählung der negativen Auswirkungen ist nicht vollständig.

  18. 12.

    Also mal erlich. Die Berliner beklagen sich immer öffters wegen mangelndem Wohnraum, demonstrieren für hässliche Freiflächen wie dem Tempelhofer Feld, besetzen alternative Gebäude für ihren erhalt und dann Stadtautobahnen?
    Was soll dieser quatsch? Meiner Meinung nach gehören alle Straßen mit mehr als einer Spur je Richtung verbote und unter die Erde verlegt. Andere Großstädte wie Bosten bauen heute bereits ihre supter tollen Stadtautobahnen zurück, weil sie kein nutzen gebracht haben. Genau wie die S-Bahnlinien. Das sind regelrechte Schluchten zwischen Stadtteilen, die für Fußgänger und Radfahrer zu regelrechten Blockaden werden. Also ab unter die Erde mit sowas. Die Stadt ist für Menschen nicht für autofahrsüchtige postmoderne Bewegungsmuffel!

  19. 11.

    Eine Autobahn über die Elsenbrücke? Ein Albtraum!

  20. 10.

    Der Autobahnring sollte endlich geschlossen werden. wenn möglich 4 Spuren pro Richtung. Nicht erst in Jahrzehnten sondern innerhalb der nächsten 5 bis 6 Jahre. Berlin will Weltstadt sein und ist verkehrstechnisch leider Provinz. Wer z.B. in die Fahrradstadt Amsterdam über die Autobahn fährt, kommt über eine gut beleuchtete Strecke mit 5 Spuren je Richtung. Von der Entlastung der Stadtstraßen hätten alle etwas, Radfahrer, Fußgänger und Anwohner.

  21. 9.

    Ein absurdes Unterfangen. Diese Autobahn, so sie nicht das "Schicksal" des anderen Großprojektes BER erleidet, wird nix und niemanden entlasten, wie ihre Befürworter behaupten. Sie wird zuallererst noch mehr Verkehr mit all seinem (auch akustischem) Müll in die Stadt bringen. Wer zu feige ist, neue Lösungen zu suchen und dann auch gegen die betonierten Denk- und Wahrnehmungsweisen durchzusetzen, muss halt solche anachronistischen Projekte vorantreiben. Müssten all die Befürworter unmittelbar neben dieser A100 wohnen und leben, so würde das Ding niemals gebaut werden.

    Es ist absolut bezeichnet, dass ein paar lumpige Millionen pro Jahr für die zügige Entwicklung des ÖPNV und des Radverkehrs in Berlin nicht vorhanden sind. Es ist alles offensichtliche, leicht zu durchschauende Lobbyarbeit. Aber 61 Mill. Kfz. jeglicher Art in D sind zuviel. Lobbyarbeit hin oder her

    Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.

  22. 8.

    der komplette bau der a100 ist dringend notwendig.
    was viele gegner gar nicht realisieren, ist dass es jedem (fast jedem) zu gute kommt.
    ob autofahrer, fahrradfahrer, fußgänger oder benutzer der öffentlichen.
    zb. nadelöhre wie die rund ums ostkreuz, würden umgangen.
    der hauptverkehr, würde von den kleinen str.auf die autobahn verlagert.
    natürlch schade, für jeden, der deswegen weichen muss/musste.

  23. 7.

    Die Verlängerung bis zur Frankfurter und Storkower ist absolut notwendig! Warum man für so ein Projekt aber über 20 Jahre Planung braucht - das gibt es wohl nur in Berlin.

  24. 6.

    Die Frankfurter Allee ist schon jetzt eine der am meisten Feinstaub-belasteten Straßen der Stadt. Mit der unsäglichen Autobahn durch Wohngebiete werden die Bezirke Treptow & Friedrichshain voneinander abgetrennt. Autobahnen bringen keine Entlastung, sondern mehr Verkehr. Der immens hässliche Bahnhof Ostkreuz reicht doch schon, muss Friedrichshain jetzt noch an einen Autobahnzubringer angrenzen?

  25. 5.

    Vielleicht sollten wir uns erst einmal neu über zeitgemäße und zukunftsfähige Verkehrsmittel verständigen?!

    Privatautos werden so oder so künftig nicht mehr in eine moderne Metropole passen.
    Stattdessen wird der gut ausgebaute und weiter zu entwickelnde öffentliche Nahverkehr die Menschen transportieren.

    Und für den Güterverkehr ist die Schiene 1. Wahl . Erst für den Nahbereich kommen andere Verkehrsmittel zum Zuge.
    (Nur so als Idee: Wie wär's z.B. mit einer modernen Rohrpost bis an die Haustür? :-)) )

    _Die Stadt muss für MENSCHEN dimensioniert bleiben. Nicht für Autos._
    Die "autogerechte Stadt" (https://de.wikipedia.org/wiki/Autogerechte_Stadt) ist längst passé!

  26. 4.

    Ein offener Ring ist wenig belastbar. In der Mechanik wie in der Verkehrstechnik.
    Nach Überwindung der deutschen und Berliner Teilung muss nun nach dem Eisenbahnring auch noch der Autobahnring endlich geschlossen werden, um ihn stabil und leistungsfähig zu machen. Der 17. Bauabschnitt ist ein weiterer Schritt in Richtung dieses Ziels.
    Wenn der Ringschluss bis zur Anschlussstelle Seestraße im Wedding erreicht ist, werden die Fahrzeuge auf der Autobahn emissionsfrei, fahrerlos/unfallfrei und flüsterleise unterwegs sein. Niemand muss mehr durch die Innenstadt, um Berlin auf dem Straßenweg zu verlassen oder zu erreichen.

  27. 3.

    Ist der Stadtautobahnring nicht bereits jezt hoffnungslos überlastet, insbesondere zwischen Schöneberg und Abzweig nach Hamburg?

    Wäre es da nicht wichtiger, ein paar Kilometer südlich und nordöstlich des Stadtautobahnrings eine weitere neue Autobahn zu bauen, um eine Entlastung zu schaffen?

  28. 2.

    Ich begrüsse die Idee! Eine Stadt wie Berlin,die langsam aus allen Nähten platzt muß auch ein ordentliches Srassennetz haben. Ich fahre jeden Tag 35 km zur Arbeit und bin leider nicht in der Lage mit der BVG zu fahren weil erstens ich in der Frühschicht nicht pünktlich sein würde und ich seit meiner Jugend in Menschenmassen unter Akuter Atemnot leide!
    Das Fahrrad ist für mich ein Freizeitvergnügen und kein Fahrzeug um bei Wind und Wetter zur Arbeit zu fahren.Ich werde mir auch ein Elektroauto zulegen wenn es Autos gibt die auch den Namen Auto verdienen. Der einzige Hersteller mit annähernd guten Autos ist nun mal leider nur Tesla. Aber leider kann ich mir einen solchen Wagen noch nicht leisten. In einem Schuhkarton mit 150km reichweite werde ich mich nicht auf die Strasse begeben.Ich hoffe das es langsam mal andere Hersteller wagen ein vernünftiges Auto mit E-Antrieb zu bauen. Damit wird die Stadt sauberer und es ist nicht mehr notwendig ab 22Uhr Tempo 30 zu fahren !!

  29. 1.

    Es ist ein Unding, dass hier mit veralteten Plänen Verkehrspolitik von Vorgestern betrieben wird! Es liegen genug wissenschaftliche Studien vor, die belegen, dass ein Mehr an Autobahn nicht den innenstädtischen Verkehr entlastet, sondern für mehr Autoverkehr und somit Staus sorgt. Es ist ärgerlich, wieviel Steuergeld hier hier rausgeworfen wird, das man besser in die Sanierung kaputter Straßen, den ÖPNV und den Ausbau des Radvekehrs stecken sollte.

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