Archivbild: Test eines Digitalen Wahlzettels für die Bundestagswahl (Bild: dpa)

Der Wahlkampf kann beginnen - Die Landeslisten für die Bundestagswahl stehen

In Berlin und Brandenburg sind die Landeslisten für die Bundestagswahl zugelassen worden. In Brandenburg treten zwölf Parteien an, in Berlin sind es sogar 17. Die Partei des Satirikers Martin Sonneborn ist dabei, er selbst allerdings nicht.

Viele kleinere Parteien, die derzeit in keinem Parlament sitzen, haben diesem Freitag mit einer Mischung aus Hoffen und Bangen entgegen gesehen. Am Vormittag hat der jeweilige Landeswahlausschuss in Berlin und Brandenburg entschieden, welche von ihnen zur Bundestagswahl im September antreten dürfen.

Auf der Berliner Liste stehen unter anderen CDU, Linke, SPD, Grüne, FDP und die Piratenpartei. Die Listen der KPD und der Partei der Vernunft wurden abgelehnt, da sie nicht genug Unterstützerunterschriften nachweisen konnten.

Martin Sonneborn (dpa, 2011)
Satiriker Sonneborn beim Wahlkampf für das Berliner Abgeordnetenhaus 2011
Vertreten ist hingegen die für Satire bekannte Partei "Die Partei" - allerdings ohne ihren Spitzenmann Martin Sonneborn. Den einstigen Chefredakteur der "Titanic" ließ der Wahlausschuss wegen einer fehlenden Unterschrift nicht als Kandidaten zu.

Im Wahlprogramm der Partei findet sich die Forderung nach einer Faulenquote von 17 Prozent, die Abschaffung der Sommerzeit und der Artenschutz für die Grünen. Bei der Abgeordnetenhauswahl 2011 in Berlin war Sonneborn mit seinen Mitstreitern bereits angetreten, konnte sich aber keinen Sitz im Parlament sichern.

Vereinigung "Freie Wähler Deutschland" in Brandenburg nicht zugelassen

Die Brandenburger können bei der Bundestagswahl zwischen zwölf Landeslisten von Parteien entscheiden. 15 Parteien hatten ihre Landeslisten eingereicht. Drei davon wurden allerdings von dem Gremium abgelehnt.

Die Vereinigungen "Freie Wähler Deutschland" und "Die Alternativen" seien als Parteien nicht anerkannt, hieß es zur Begründung. Die Partei "Neue Mitte" hatte in Brandenburg nicht die erforderliche Zahl von Unterstützer-Unterschriften vorlegen können. Anerkannt wurden unter anderen die Listen von CDU, SPD, Grünen, FDP, Piratenpartei sowie der neugegründeten "Alternative für Deutschland".