
Amtliches Endergebnis - So haben Berlin und Brandenburg gewählt
Das amtliche Endergebnis für die Bundestagswahl 2013 hat noch einmal die CDU mit 34,76 Prozent als deutlichen Wahlsieger in Brandenburg bestätigt. Auch in Berlin haben die Christdemokraten deutlich zugelegt und mit 28,5 Prozent der Zweitstimmen ihr bestes Ergebnis bei Bundestagswahlen seit 1994 erreicht.
Jetzt sind die Ergebnisse auch für Brandenburg amtlich: Die CDU hat die Bundestagswahl in Brandenburg mit deutlichem Abstand gewonnen. Nach dem amtlichen Endergebnis kam sie mit 34,76 Prozent auf den höchsten Stimmenanteil. Die CDU legte damit im Vergleich zu 2009 um knapp elf Punkte zu. Alle anderen etablierten Parteien verloren im Vergleich zur letzten Bundestagswahl Stimmen.
Die SPD wurde mit 23,1 Prozent zweitstärkste Partei. Sie verlor knapp zwei Punkte. Es folgt die Linke mit 22,4 Prozent - ein Minus von knapp sechs Punkten gegenüber 2009. Das bedeutet einen klaren Trendwechsel. Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren war noch die Linke die stärkste Kraft: Sie bekam damals 28,5 Prozent und landete vor der SPD (25,1 Prozent) und der CDU (23,6 Prozent).
Die FDP erreichte diesmal nur noch rund 2,6 Prozent nach 9,3 Prozent 2009. Die Grünen verschlechterten sich von 6,1 auf rund 4,7 Prozent. Die AfD holte allerdings aus dem Stand 6 Prozent.
CDU liegt in Brandenburg auch bei Direktmandaten vorn
Das starke CDU-Ergebnis wird auch beim Blick auf die Direktmandate deutlich: Neun von zehn Wahlkreisen in Brandenburg gewannen die Konservativen, nur SPD-Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier siegte ganz knapp in seinem Wahlkreis Brandenburg an der Havel. 2009 bekam die SPD noch fünf, die Linke vier Direktmandate, die CDU damals nur eines.
Die Wahlbeteiligung in Brandenburg ist leicht angestiegen - von 67 auf rund 68,4 Prozent.
Hier finden Sie alle Ergebnisse aus Brandenburg im Überblick.
CDU auch in Berlin stark - bestes Ergebnis seit fast 20 Jahren
Auch in Berlin hatten die Christdemokraten bei der Bundestagswahl überraschend deutlich zugelegt (plus 5,6 Punkte) und mit 28,5 Prozent der Stimmen ihr bestes Ergebnis bei Bundestagswahlen seit 1994 erzielt.
Die Hauptstadt-SPD verbesserte sich ebenfalls - um 4,4 Punkte - und kam mit 24,6 Prozent auf den zweiten Platz. 2009 hatten die Sozialdemokraten ihr schlechtestes Ergebnis bei Wahlen in Berlin erzielt, nun arbeiteten sie sich aus diesem Tief heraus. Seit 2011 regieren sie Berlin zusammen mit der CDU.
Auf Platz drei liegt in Berlin die Linke mit 18,5 Prozent (minus 1,7). Die Grünen verloren in ihrer Hochburg dagegen deutlich: Sie erreichten 12,3 Prozent – ein Minus von 5,0 Punkten. Die Liberalen stürzen von 11,5 Prozent auf 3,6 Prozent. Die erstmals angetretene Alternative für Deutschland kam in Berlin auf 4,9 Prozent. Die Piraten, die im Abgeordnetenhaus vertreten sind, errangen 3,6 Prozent der Zweitstimmen (plus 0,2 Punkte).
CDU bei Berliner Direktmandaten vorn - Ströbele wieder drin
Bei den Direktmandaten gab es in Berlin - im Gegensatz zu Brandenburg - die gleiche Verteilung wie 2009: die meisten holte die CDU (fünf Mandate), die Linke gewann vier, die SPD zwei. Für die Grünen erzielte Hans-Christian Ströbele im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg zum vierten Mal das bundesweit einzige Direktmandat.
Wechsel bei den Direktmandaten in Berlin gab es nur in Charlottenburg-Wilmersdorf (von SPD-Frau Petra Merkel - nicht wieder angetreten - zu CDU-Mann Klaus-Dieter Gröhler) und Neukölln (von CDU-Frau Stefanie Vogelsang zu SPD-Mann Fritz Felgentreu).
Die Ergebnisse aller Wahlkreise in Berlin finden Sie hier.




