BerlinTREND September 2013 -
CDU und SPD in Berlin vor Bundestagswahl fast gleichauf
In allen bundesweiten Umfragen zur Bundestagswahl liegt die Union weit vor der SPD. Doch nicht in Berlin: Laut dem aktuellen Berlin TREND liegen die Christdemokraten hier lediglich einen Prozentpunkt vor den Sozialdemokraten. Spannend wird es in der Hauptstadt auch bei den Direktmandaten.
Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl liegt bei den Berliner Wählerinnen und Wählern die CDU mit 27 Prozent vorn. Knapp dahinter mit 26 Prozent folgt die SPD. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von infratest-dimap im Auftrag der rbb-Abendschau und der Berliner Morgenpost.
Auf Platz drei liegt bei den Befragten in Berlin die Linke mit 16 Prozent, dicht gefolgt von den Grünen (15 Prozent). Die Piraten würden die Fünf-Prozent-Hürde gerade noch schaffen, die FDP (3 Prozent) sowie die Alternative für Deutschland (4 Prozent) hingegen nicht.
Bundesweit sieht es ein bisschen anders aus. Laut aktuellem ARD-Deutschlandtrend führt die CDU deutlich mit 41 Prozent. Dahinter kommt mit 27 Prozent die SPD, die zuletzt etwas zugelegt hat. Platz 3 halten die Grünen, dahinter folgt die Linke. Die FDP würde mit 5 Prozent wieder in den Bundestag einziehen. Piraten und auch die Alternative für Deutschland wären nicht dabei.
Osten und Westen der Stadt wählen immer ähnlicher
Das Wahlverhalten in Ost- und Westberlin gleicht sich der Umfrage zufolge immer mehr an. Noch immer ist die Linke mit 25 Prozent zwar stärkste Kraft im Osten Berlins, allerdings nur noch mit einem Prozentpunkt Vorsprung vor der CDU. Das war bei der vorigen Bundestagswahl noch ganz anders. Da fuhr die Linke 33,8 Prozent ein, die CDU kam auf knapp die Hälfte.
Inzwischen kommt die SPD mit 22 Prozent in den östlichen Bezirken knapp hinter der CDU auf den dritten Platz, nicht mehr auf den zweiten. Die Grünen liegen in den Ostbezirken mit 13 Prozent weiter an vierter Stelle, in den westlichen mit 17 Prozent an dritter - hinter der CDU mit 29 Prozent und der SPD mit 28 Prozent. Die Piraten schaffen in Ostberlin knapp die 5-Prozent-Hürde (6 Prozent), bei den Westberlinern scheitern sie (4 Prozent). Die FDP liegt in Ost (2 Prozent) und West (4 Prozent) unterhalb der Marke.
Hans-Christian Ströbele holte 2002 zum ersten Mal in der Geschichte ein Direktmandat für die Grünen.
Ströbele, Pau, Gysi und Lötzsch könnten Direktmandate verteidigen
Hinsichtlich der Direktmandate ergab die Umfrage unter den Berliner Wahlberechtigten einige Überraschungen.
So wird das Rennen in Reinickendorf und Steglitz-Zehlendorf wohl deutlich enger als bisher vermutet. Zwar hat bei den Direktmandaten weiter die CDU die Nase vorn, allerdings nur leicht. Das war bei der Bundestagswahl 2009 noch anders. Damals führte die CDU in beiden Bezirken haushoch.
In manchen Bezirken scheint aber auch alles beim Alten zu bleiben: So stehen die Chancen für Hans-Christian Ströbele von den Grünen ziemlich gut, das Direktmandat im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost zum vierten Mal in Folge zu holen. Auch für Gregor Gysi (Treptow-Köpenick), Petra Pau (Marzahn-Hellersdorf) und Gesine Lötzsch (Lichtenberg) von der Linken stehen die Chancen gut. Offen scheint das Rennen derweil in Pankow und Tempelhof-Schöneberg.
CDU verliert möglicherweise zwei ihrer Direktmandate
In Mitte, Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Neukölln liegt nach der Umfrage die SPD bei den Direktmandaten leicht vorn. Sollte sich das bewahrheiten, würde die CDU zwei ihrer Direktmandate von der letzten Bundestagswahl verlieren, nämlich in Spandau und Neukölln. Wenn es so käme, wäre das eine kleine Sensation.
Warum die Tendenz in der Umfrage vergleichsweise positiv für die SPD ausfällt, lässt sich vielleicht an den Themen ablesen, die den Befragten besonders wichtig waren: Entscheidend für ihre Wahl ist ihnen vor allem das Thema Soziale Ungerechtigkeit (20 Prozent der Befragten). Danach folgen Arbeitslosigkeit (14 Prozent), Bildung (9 Prozent) und Rente (7 Prozent). Themen also, die von der SPD im Wahlkampf besonders stark besetzt werden. Bezahlbare Mieten, Staatsverschuldung und Atomausstieg (alle 3 Prozent) rangieren deutlich weiter hinten.
Frage: Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?
Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Berlin
Frage: Welches ist Ihrer Meinung nach das wichtigste politische Problem in Deutschland, das vordringlich gelöst werden muss?
Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Berlin
Frage: Bei der Bundestagswahl können Sie ja neben der Zweitstimme für eine Partei, die Erststimme für einen Kandidaten in Ihrem Wahlkreis abgeben. In Ihrem Wahlkreis [Nummer/Name] treten zur Bundestagswahl an [… von der …; … von der …]. Welchen dieser Kandidaten würden Sie wählen oder würden Sie einen Kandidaten einer anderen Partei wählen?
Deutlicher Vorsprung für Hans-Christian Ströbele (Grüne).
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Deutlicher Vorsprung für Gregor Gysi (Linke).
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Deutlicher Vorsprung für Gesine Lötzsch (Linke).
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Deutlicher Vorsprung für Petra Pau (Linke).
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Leichter Vorsprung für Frank Steffel (CDU) vor Jörg Stroedter (SPD).
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Leichter Vorsprung für Karl-Georg Wellmann (CDU) vor Ute Finckh-Krämer (SPD).
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Leichter Vorsprung für Fritz Felgentreu (SPD) vor Christina Schwarzer (CDU).
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Leichter Vorsprung für Swen Schulz (SPD) vor Kai Peter Wegner (CDU).
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Leichter Vorsprung für Ülker Radziwill (SPD) vor Klaus-Dieter Gröhler (CDU).
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Leichter Vorsprung für Eva Högl (SPD) vor Philipp Lengsfeld (CDU).
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