CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe stellt in der Parteizentrale der CDU in Berlin ein neues Wahlplakat mit Angela Merkel vor (Quelle: dpa)

CDU-General im Interview - Gröhe: "Merkel steht für ein Programm"

Als Generalsekretär der CDU zeichnet Hermann Gröhe für den Wahlkampf der Partei verantwortlich. Wie steht der Christdemokrat zu der Einschätzung, er sei der oberste Kanzlerinnenlober? Wird Merkel wirklich vier Jahre durchhalten, wenn sie wiedergewählt wird? Und was ist mit der Pkw-Maut? Im Radioeins-Bus stellte Gröhe sich den Fragen von Stefan Rupp und Christoph Azone.

"Ich fürchte fast, Alaska muss warten", so lautet die Antwort von CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe auf die Frage, wer denn nun die Kanzlerin ersetze, wenn diese sich - wie manche vermuten - in zwei oder drei Jahren aus dem Amt verabschiedet, um von Alaska nach Feuerland zu reisen.

"Angela Merkel kandidiert für vier Jahre", stellte Gröhe im Gespräch mit Stefan Rupp und Christoph Azone klar. Die beiden Moderatoren hatten den CDU-General am Dienstag im Rahmen der radioeins-Bustour zu Gast.

"Sie rackert rund um die Uhr"

Gröhe räumte ein, dass das CDU-Programm stark von der Kanzlerin geprägt ist: "Natürlich stellt man die Führungsperson in den Mittelpunkt." Mit Kritik müsse er umgehen können, sagte Gröhe. Dass man den Wahlkampf zu sehr auf den Spitzenkandidaten focussiere, sei aber auch schon seinen Amtsvorgängern in der Ära Kohl vorgeworfen worden.

Merkel sei keine Kanzlerin des Ungefähren, betonte Gröhe. Das habe sie beispielsweise auch in der Syrienfrage deutlich gemacht. Sie sei auch nicht amtsmüde: "Die Kanzlerin rackert rund um die Uhr." Ihre Begeisterung für die Demokratie habe auch nach acht Jahren nicht nachgelassen.

Maut oder nicht Maut?

Beim Thema Pkw-Maut wollte Gröhe sich nicht festlegen.  Merkel hatte zuletzt in einem Interview angekündigt, es werde eine Lösung geben - nachdem sie im TV-Duell noch erklärt hatte, unter ihrer Kanzlerschaft werde keine Maut eingeführt. 

Gröhe sagte dazu, er lehne eine Maut ebenfalls ab, aber es gebe gemeinsame Positionen mit der Schwesterpartei CSU: "Das klären wir in aller Ruhe nach der Wahl."