Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Wahlkampfabschluss ihrer Partei am 21. September 2013 im Berliner Tempodrom (Quelle: dpa)

"Haut noch mal richtig rein" - Merkel schwört CDU-Anhänger auf Wahlkampf-Endspurt ein

Der klare Vorsprung von CDU und CSU vor allen anderen Parteien ist in den Umfragen ungebrochen. Also: Füße hochlegen und abwarten? Davon kann auch einen Tag vor der Bundestagswahl keine Rede sein. Bei der CDU-Abschlusskundgebung im Berliner Tempodrom rief Bundeksanzlerin Merkel ihre Partei zum Kampf um die Unentschlossenen auf.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Anhänger aufgerufen, in den letzten  Stunden vor der Bundestagswahl um Wähler zu werben, die sich noch nicht entschieden haben. "Wir haben uns hier versammelt, um uns zu konzentrieren, noch einmal auszuschwärmen und die vielen Unentschlossenen zu erreichen", sagte Merkel am Samstag vor etwa 3.000 CDU-Anhängern im Berliner Tempodrom. "Haut noch mal richtig rein, macht noch mal richtig Wahlkampf", appellierte sie an Anhänger von CDU und CSU im ganzen Land.

"Ich persönlich bitte die Menschen in Deutschland, mich mit einem starken Mandat auszustatten, damit ich weitere vier Jahre Deutschland dienen kann." Merkel bekräftigte, sie wolle die Koalition mit der FDP fortsetzen. Zwar seien im schwarz-roten Bündnis mit der SPD von 2005 bis 2009 seien Probleme gelöst worden. "Aber wir waren erfolgreicher in der christlich-liberalen Koalition."

Umfragewerte um die 40 Prozent lässt die Union auf eine Regierungsbeteiligung auch in der kommenden Legislaturperiode hoffen. Schwarz-Gelb liegt in den Umfragen derzeit aber nur knapp vor dem Oppositionslager.

Gröhe will aus Patt einen Vorsprung machen

Die FDP muss mit Umfragewerten um die fünf Prozent zudem um ihren Einzug in den Bundestag fürchten. Eine von den Liberalen gestartete Zweitstimmenkampagne unterstützte die Union in den vergangenen Tagen nicht. Merkel warb stattdessen dafür, beide Stimmen der CDU und CSU zu geben.

Generalsekretär Hermann Gröhe rief seine Partei zu einem engagierten Wahlkampfendspurt auf. "Es ist kein Selbstläufer, wenn wir jetzt sehen, wie knapp es ist", sagte er im Tempodrom. Aus dem Patt zwischen Koalition und Opposition in jüngsten Umfragen gelte es einen Vorsprung zu machen. "Dafür sind die nächsten Stunden da." Die Umfragen zeigten, dass Rot-Grün ohne Chance sei. Die CDU habe dagegen ihr Wahlziel vor Augen. "Die Wahl ist: eine starke Union oder instabile Verhältnisse."

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