
Wahlkreis 77: Berlin - Reinickendorf - Steffel setzt sich abermals gegen Stroeter durch
Reinickendorf bleibt eine Hochburg der CDU: Die Konservativen sind mit Frank Steffel in den Wahlkampf gezogen, der schon 2009 das Direktmandat mit beachtlichem Vorsprung geholt hatte. Und auch diesmal setzt er sich klar gegen SPD-Kandidat Jörg Stroeter durch.
Plattenbauten im Märkischen Viertel, der nicht tot zu kriegende Flughafen in Tegel, Villen an der Havel: Reinickendorf, ganz im Norden der Hauptstadt, hat viele Gesichter. Obwohl die mittleren monatlichen Haushaltseinkommen hier deutlich über dem Berliner Mittelwert liegen, ist die Arbeitslosigkeit die zweithöchste nach Neukölln – was so gar nicht zu dem Bild von riesigen Einfamilienhaussiedlungen passen will.
Doch die zehn Ortsteile mit insgesamt 245.000 Einwohnern unterscheiden sich in ihrer Sozialstruktur zum Teil gravierend – und reichen von den Villenvierteln in Konradshöhe und Frohnau über die Weiße Stadt bis zu den Großbausiedlungen im Osten.
Der Bezirk hat vor allem im Ortsteil Tegel eine lange Tradition als Industriestandort. Heute stehen Firmen wie Borsig, Motorola oder der Aufzughersteller Otis für den Standort, aber auch tausende Mittelständler und Kleinunternehmer.
Die wichtigsten Themen im Wahlkreis sind die nie absehbare Schließung des Flughafens Tegel und - wegen der Altersstruktur - die Rente.


