Karl-Georg Wellmann (QUelle: dpa)

Wahlkreis 79: Berlin - Steglitz-Zehlendorf - Karl-Georg Wellmann gewinnt für die CDU

Wer in Berlins beschaulichem Südwesten gegen die CDU antreten will, braucht seit jeher gute Argumente. Denn Steglitz-Zehlendorf hat traditionell immer eher konservativ gewählt - und auch dieses Mal. CDU-Kandidat Karl-Georg Wellmann hat sich problemlos gegen seine Kontrahenten durchsetzen können.

Wahlbeteiligung: 79,9 Prozent (2009: 79,5 Prozent)

  • Kreiswahlvorschlag

    Name, Vornamen

    Geburtsjahr

    Ergebnis in Prozent

    Beruf

    Geburtsort

    CDU

    Wellmann, Karl-Georg

    Rechtsanwalt und Notar

    1952

    Berlin

    42,5

    DIE LINKE

    Savvidis, Lampros

    Elektroingenieur

    1949

    Messiano, Gemeinde Giannitsa

    5,3

    SPD

    Dr. Finckh-Krämer, Ute

    Diplom-Mathematikerin

    1956

    Wiesbaden

    29,2

    GRÜNE/B 90

    Stahr, Nina

    Referendarin

    1982

    Frankfurt am Main

    11,8

    FDP

    Dr. Lindner, Martin

    Rechtsanwalt, MdB

    1964

    Grünwald

    2,7

    PIRATEN

    Claus, Gerwald

    Mechatroniker

    1972

    Dissen am Teutoburger Wald

    2,4

    NPD

    Graf, Josef

    Bankkaufmann

    1960

    Vilshofen jetzt Rieden

    0,7

    Bürgerrechtsbewegung Solidarität

    Zepp-LaRouche, Helga

    Journalistin

    1948

    Trier

    0,2

    Alternative für Deutschland

    Dr. Berg, Hans-Joachim

    Jurist

    1948

    Rehren jetzt Auetal

    4,2
    FREIE WÄHLER

    Macit, Burak

    Einzelhandelskaufmann

    1990

    Berlin

    0,3
    Die PARTEI

    Schippan, Martin

    Germanist

    1987

    Berlin

    0,7
  • Parteien Bundestagswahl 2013 in Prozent Bundestagswahl 2009
    in Prozent
     

    CDU

    37,2 31,1

    DIE LINKE

    7,2 7,2

    SPD

    25,6 20,2

    GRÜNE/B 90

    13,5 19,3

    FDP

    6,4 16,9

    PIRATEN

    2,5 2,2

    NPD

    0,6 0,8
    REP 0,1 0,3

    Bürgerrechtsbewegung Solidarität

    0,1 0,2

    ÖDP

    0,2 0,2

    PSG

    0,0 0,0
    MLPD 0,0 0,0
    AfD 5,3 x
    BIG 0,1 x
    pro Deutschland
    0,2 x
    FREIE WÄHLER 0,3 x
    Die Partei 0,7 x

In Berlins Südwesten hat die Bürgerlichkeit ein Zuhause. Und die Natur. Und die Wissenschaft. Und die Kultur. Viele Probleme, die die Hauptstädter andernorts plagen, kennt man in Steglitz-Zehlendorf nur aus der Zeitung. Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, das Bildungsniveau der rund 280.000 Einwohner hoch, ebenso wie der Grünflächenanteil und das Durchschnittsalter. Kurzum: Wer unvoreingenommen in den Bezirk stolpert, stößt eher auf eine Mischung aus Idylle, Bildungsbürgertum und Kleinstadt-Beschaulichkeit als auf soziale und andere Nöte.

Zu diesem Bild tragen nicht zuletzt die sich großzügig hinziehenden Erholungsgebiete mit ihren Seen bei. Schlachtensee, Krumme Lanke und Grunewaldsee stehen als Ausflugsziele bei den Berlinern seit je her hoch im Kurs. Und das mit 46 Jahren höchste Durchschnittsalter aller Berliner Bezirke wird im öffentlichen Stadtbild dadurch gesenkt, dass der Bezirk auch Sitz der Freien Universität ist. Die U-Bahnlinie 3 von und nach Krumme Lanke ist die Studentenroute Berlins. Zur Wissenschaft zählt auch der Steglitzer Charité-Campus mit dem Universitätsklinikum Benjamin Franklin.

Probleme? Sorgen? Die gibt es auch. Zumindest ein sozialer Brennpunkt findet sich auch im Südwesten, genauer in Lichterfelde-Süd. In der Thermometer-Siedlung mit ihren rund 60 Hochhäusern, die Ende der 60-er, Anfang der 70-er Jahre gebaut wurden, ist die Sozialstruktur eine andere als im Rest des Bezirks. Die meisten der rund 6000 Menschen, die hier Zuhause sind haben eine Zuwandererbiografie und sind ärmer. Die Polizei registriert in der Großsiedlung eine deutlich höhere Kriminalitätsrate als anderswo in Steglitz-Zehlendorf.

Wahlkreise zur Bundestagswahl 2013 (Quelle: Statistisches Bundesamt)

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