
Wahlkreis 80: Berlin - Charlottenburg-Wilmersdorf - SPD verliert Direktmandat an die CDU
Drei Parteien lieferten sich in Charlottenburg-Wilmersdorf vor vier Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Damals ging das Direktmandat an Petra Merkel von der SPD, die jedoch nicht mehr angetreten war. In diesem Jahr setzte sich der CDU-Kandidat Klaus-Dieter Gröhler durch.
Charlottenburg-Wilmersdorf gehört zu den größeren Wahlkreisen in Berlin und gilt als eher bürgerlich und relativ wohlhabend. Die Arbeitslosenquote liegt mit 10,6 Prozent unter dem Berliner Durchschnitt. Aber auch hier steigen die Mieten deutlich an und machen den Bewohnern Sorgen. Längst nicht jeder wohnt so vornehm und unbeschwert wie viele im Villenviertel Grunewald.
Charlottenburg-Wilmersdorf liegt im Westen Berlins. Anders als der gleichnamige Bezirk wird der Wahlkreis im Norden von der Spree begrenzt. Mit zwei Hochschulen, der Technischen Universität und der Universität der Künste, beherbergt der Wahlkreis gleich zwei der bedeutendsten Bildungshäuser der Stadt. Der Bezirk lebt neben der Wirtschaft vor allem vom Tourismus. Jedes fünfte Hotelbett der Stadt steht hier. Seit Januar ist das 118 Meter hohe Zoofenster eröffnet und überragt als neues Wahrzeichen die City West. Vom KaDeWe bis zum Breitscheidplatz gehen die Berlin-Besucher shoppen, hinzu kommen Schloss Charlottenburg, Gedächtniskirche, Deutsche Oper und Theater des Westens.


