
Wahlkreis 81: Berlin - Tempelhof-Schöneberg - Luczak lässt Künast keine Chance
Ein Wahlkreis, durch den parteipolitisch ein Riss zu gehen scheint: Während in Schöneberg die Grünen eine starke Anhängerschaft haben, wählt das südlichere Tempelhof traditionell CDU. Wie vor vier Jahren standen sich Renate Künast und CDU-Mann Jan-Marco Luczak gegenüber. Letzterer setzte sich durch.
Tempelhof-Schöneberg ist noch so ein Mischbezirk von Berlin: Er teilt sich auf zwischen dem szenigen Schöneberg im Norden und dem bürgerlichen Tempelhof im Süden. 336.144 Menschen wohnen hier, rund 15 Prozent davon sind Ausländer. Bis auf wenige Brennpunkte rund um die Potsdamer Straße in Schöneberg beispielsweise, hat der Bezirk, der deckungsgleich ist mit dem Wahlkreis, vergleichsweise geringe soziale Probleme. Das spiegelt sich auch wieder in der Arbeitslosenquote, die mit 11,7 Prozent unter der Gesamtberliner Quote von 13,6 Prozent liegt.
Tempelhof-Schöneberg, das ist das Rathaus Schöneberg mit seiner Freiheitsglocke, der Winterfeldmarkt, das Ullsteingebäude, die Ufafabrik, das Gasometer, die Trabrennbahn Mariendorf, das Notaufnahmelager Marienfelde und der Tempelhofer Flughafen. Das sind die Einfamilienhaussiedlungen in Lichtenrade, Mariendorf, Marienfelde und Tempelhof. Das ist der Schwulenkiez rund um die Motzstraße genauso wie das gutbürgerliche Friedenau und die ausgedehnten Laubenkolonien. Industrie gibt es nicht so viel in dem Bezirk. Immerhin ist da das Mercedes Benz Motorenwerk in Mariendorf, aber dann hört es auch schnell wieder auf mit der Industrie, zumindest was die Bigplayer angeht.


