Fritz Felgentreu (Quelle: imago)

Wahlkreis 82: Berlin - Neukölln - Felgentreu knapp vor Schwarzer

Arbeitslosigkeit, Integration, Gentrifizierung und Verdrängung - das sind die zentralen Themen mit denen Berlins ärmster Bezirk zu kämpfen hat. Neukölln ist sehr heterogen - und politsch zwischen CDU und SPD gespalten. Am Ende setzte sich der SPD-Kandidat knapp durch.

Wahlbeteiligung: 68,5 Prozent (2009: 67,2 Prozent)

  • Parteien

    Name, Vornamen

    Geburtsjahr

    Ergebnis in Prozent

    Beruf

    Geburtsort

    CDU

    Schwarzer, Christina

    Immobilienverwalterin

    1976

    Berlin

    30,6

    DIE LINKE

    Lehnert, Ruben

    Redakteur

    1978

    Siegen

    11,7

    SPD

    Dr. Felgentreu, Fritz

    Lehrer

    1968

    Kiel

    32,3

    GRÜNE/B 90

    Kofbinger, Anja

    Vermessungstechnikerin

    1960

    Gelsenkirchen

    11,7

    FDP

    Dr. Kluckert, Sebastian

    Volljurist

    1974

    Berlin

    1,4

    PIRATEN

    Helm, Anne

    Synchronsprecherin

    1986

    Rostock

    4,4

    NPD

    Sturm, Jan

    KFZ-Zweiradmechaniker

    1965

    Berlin

    2,2

    Bürgerrechtsbewegung Solidarität

    Schulz, Mathias

    Chemikant

    1980

    Karl-Marx-Stadt

    0,2

    MLPD

    Schlüter, Andrew

    Kunststoff-Formgeber

    1967

    Berlin

    0,2

    Alternative für Deutschland

    Saleh, Sari-Christoph

    Magister Islamwiss., Geschichte

    1981

    Berlin

    3,0
    FREIE WÄHLER

    Parzatka-Lipinski, Henryk

    Diplom-Meister

    1956

    Groß Tuchen Krs. Bütow/Pommern

    0,6
    Die PARTEI

    Kammerer, Georg

    Student

    1981

    Filderstadt

    1,8
  • Parteien Bundestagswahl 2013 in Prozent Bundestagswahl 2009
    in Prozent
     

    CDU

    29,0 25,9

    DIE LINKE

    14,3 13,9

    SPD

    26,2 21,4

    GRÜNE/B 90

    13,9 17,6

    FDP

    3,0 12,8

    PIRATEN

    4,1 3,4

    NPD

    1,9 2,0
    REP 0,2 0,5

    Bürgerrechtsbewegung Solidarität

    0,1 0,2

    ÖDP

    0,2 0,2

    PSG

    0,1 0,1
    MLPD 0,1 0,1
    AfD 4,2 x
    BIG 0,4 x
    pro Deutschland
    0,3 x
    FREIE WÄHLER 0,5 x
    Die Partei 1,5 x

Neukölln – das ist Brennpunkt und Britzer Garten. Der Bezirk reicht vom angesagten "Kreuzkölln" im Norden, wo die jungen Kreativen längst von Kreuzberg rübergeschwappt sind, wo Ateliers, Läden und Bars eröffnen und die Mieten steigen, bis zum südlichen Stadtrand, zu Hochhaussiedlung und grüner Einfamilienhausidylle.

Der Bezirk wächst. Im Norden ist er besonders kinderreich, im Süden leben vermehrt die Betagteren, aber auch die, die sich den szenigen Teil von Neukölln nicht (mehr) leisten können. Neukölln kennt Aufwertung und Arbeitslosigkeit, Kleingartenkolonie und Kriminalität, Party und Parallelgesellschaft. Von den rund 318.000 Menschen, die hier leben, sind 41 Prozent zugewandert.

In keinem anderen Berliner Bezirk leben so viele arme Menschen wie hier. Deutschlands größtes Jobcenter steht in Neukölln. Arbeitslosigkeit, Integration, Gentrifizierung und Verdrängung sind die Themen, mit denen die Politiker im Bezirk konfrontiert sind. Mit Quartiersmanagement und Projekten wie den republikweit bekannten "Stadtteilmüttern" versucht der Bezirk, sein Image als "Problemkiez" zu bekämpfen. Zum Beispiel auch mit dem jährlichen Festival "48Stunden Neukölln", für das sich Künstler und Kulturschaffende vernetzt haben. Und mittlerweile gibt es sogar einen eigenen Stadtführer für Neukölln-Touristen.

Wahlkreise zur Bundestagswahl 2013 (Quelle: Statistisches Bundesamt)

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