
Wahlkreis 84: Berlin - Treptow-Köpenick - Berlins Südosten bleibt Gysi-Land
Der Fraktionschef der Linken, Gregor Gysi, hat bereits beim letzten Mal das Direktmandat geholt - auch 2013 ist er der klare Sieger. Für seine Partei holte Gysi auch wieder die meisten Zweitstimmen. SPD und CDU gingen mit relativ neuen Kandidaten ins Rennen - gebracht hat es ihnen nichts.
Treptow-Köpenick im Südosten Berlins ist der flächenmäßig größte Bezirk. Außerdem der Wald- und Wasserreichste: Er umschließt den langen See und den großen Müggelsee mit seinen Wäldern und Landschaftsschutzgebieten.
Sehenswert ist Köpenick mit seinem Rathaus, das durch das Husarenstück des Schusters Wilhelm Voigt alias "Hauptmann von Köpenick" berühmt wurde. Weitere Attraktionen im Bezirk sind der Stadtpark "Wuhlheide", in dem es im Sommer zahlreiche Großveranstaltungen gibt und das Heimatstadion des FC Union Berlin, die "Alte Försterei".
Treptow-Köpenick ist der Berliner Bezirk mit der geringsten Bevölkerungsdichte: Auf einem Quadratkilometer leben 1.437 Einwohner. In Berlin Mitte sind es fünfmal so viele. 8,4 Prozent der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund, so wenig wie in keinem anderen Berliner Bezirk.
Wirtschaftlich bedeutsam ist der Technologiepark Berlin-Adlershof mit seinen zahlreichen Forschungseinrichtungen, darunter einem Campus der Humboldt-Universität. In der Gegend liegen außerdem die „Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien "WISTA", und das Technologie- und Gründerzentrum Spreeknie, das vor allem kleinen Firmen gute Entwicklungsbedingungen bieten soll.
Die Nähe zum neuen Flughafen ist Fluch und Segen für den Bezirk: Während Firmen in Adlershof die kurze Entfernung als Standortvorteil betrachten, fürchten die Müggelsee-Anwohner den künftigen Fluglärm.


