Petra Pau (Quelle: dpa)

Wahlkreis 85: Berlin - Marzahn-Hellersdorf - Petra Pau wieder klar vorn

An dem Bild hat sich seit der Wende nur wenig geändert: Marzahn-Hellersdorf ist Kerngebiet der Linken. Zwar holte Petra Pau bei der letzten Bundestagswahl mit über 47 Prozent ein paar Punkte mehr - doch auch diesmal sicherte sie sich ihr Direktmandat. CDU und SPD konnten ihr das Mandat nicht streitig machen.

Wahlbeteiligung: 65,1 Prozent (2009: 63,4 Prozent)

  • Parteien

    Name, Vornamen

    Geburtsjahr

    Ergebnisse in Prozent

    Beruf

    Geburtsort

    CDU

    Grütters, Monika


    Stiftungsvorstand

    1962

    Münster/Westf.

    25,7

    DIE LINKE

    Pau, Petra

    Lehrerin, MdB

    1963

    Berlin

    38,9

    SPD

    Spranger, Iris

    Bilanzbuchhalterin

    1961

    Halle/Saale

    17,1

    GRÜNE/B 90

    Ziller, Stefan

    Diplom-Informatiker

    1981

    Berlin

    3,1

    FDP

    Wesener, Tom

    Schüler

    1993

    Berlin

    0,7

    PIRATEN

    Glienke, Björn

    Student

    1978

    Berlin

    2,8

    NPD

    Liebenow, Fritz

    Fleischermeister, Rentner

    1949

    Müncheberg

    4,2

    Bürgerrechtsbewegung Solidarität

    Tolksdorf, Stefan

    Kaufmännischer Angestellter

    1979

    Berlin

    0,2

    Alternative für Deutschland

    Ebser, Robin

    Freiberuflicher Software-Ingenieur

    1980

    Heilbronn-Neckargartach

    4,9

    pro Deutschland

    Rouhs, Manfred

    Verleger

    1965

    Krefeld

    0,8
    FREIE WÄHLER

    Schmidt, Matthias

    Kaufmännischer Angestellter

    1976

    Berlin

    0,5
    Die PARTEI

    Friedel, Lea Joy

    Arbeitslos

    1993

    Fürth

    0,7
    OTTO, André

    OTTO, André

    Rentner

    1971

    Berlin

    0,4
  • Parteien Bundestagswahl 2013 in Prozent Bundestagswahl 2009
    in Prozent
     

    CDU

    26,0 18,1

    DIE LINKE

    32,9 40,8

    SPD

    19,2 16,5

    GRÜNE/B 90

    3,9 7,0

    FDP

    1,7 7,7

    PIRATEN

    3,1 3,4

    NPD

    3,9 3,0
    REP 0,2 0,4

    Bürgerrechtsbewegung Solidarität

    0,1 0,5

    ÖDP

    0,2 0,1

    PSG

    0,1 0,1
    MLPD 0,1 0,1
    AfD 6,4 x
    BIG 0,1 x
    pro Deutschland
    0,9 x
    FREIE WÄHLER 0,6 x
    Die Partei 0,9 x

Marzahn-Hellersdorf, das steht bei vielen hauptsächlich für Plattenbauten und windige Straßen. Dabei hat der Bezirk ganz im Berliner Osten mit insgesamt rund  250.000 Einwohnern noch ganz andere Seiten: Außer den beiden Ortsteilen Marzahn und Hellersdorf gehören auch Mahlsdorf, Kaulsdorf und Biesdorf dazu, mit alten Dorfauen, Gärten und Einfamilienhäusern. Das Flüsschen Wuhle fließt durch den Bezirk, und es gibt einige Erhebungen in der Landschaft, wie die Ahrensfelder Berge und den Kienberg mit immerhin über 100 m Höhe. Weithin bekannt sind die Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn, das Dorf Marzahn, das Schloss Biesdorf und das Gründerzeitmuseum im Gutshaus Mahlsdorf.

Marzahn-Hellersdorf zählt nach der polizeilichen Kriminalitätsstatistik zu den sichersten Bezirken Berlins. Dabei steigt die Einwohnerzahl seit zwei Jahren deutlich an. Vor allem junge Familien mit Kindern ziehen in den Bezirk, einerseits in große, bezahlbare Wohnungen in den Großsiedlungen, andererseits aber auch in die neuen Reihenhausareale im Siedlungsgebiet. Aus diesem Grund steht der Bezirk vor Herausforderungen, zum Beispiel beim Angebot von Kitaplätzen.

Soziale Problemkieze sind Marzahn-Nord, Hellersdorf Nord und Hellersdorf Ost mit vielen Alleinerziehenden und Großfamilien. Auch für Familien mit Migrationshintergrund wird der Bezirk immer attraktiver: In bestimmten Gebieten, wie etwa rund um den Springpfuhl, haben inzwischen 40 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund – auch das ist eine Herausforderung für interkulturelle Akzeptanz und das Miteinander von Alt und Jung. Noch 2009 wurde der Bezirk für sein Engagement gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit ausgezeichnet. Zuletzt allerdings machten die Proteste gegen das neue Flüchtlingsheim in der Carola-Neher-Straße sogar bundesweit Schlagzeilen. 

Der Bezirk hat mit "Berlin eastside" das größte zusammenhängende Gewerbegebiet der Stadt. Dort sitzt zum Beispiel das Entsorgungsunternehmen Alba, aber auch Harry-Brot oder Inventux Solar Technologies.

Wahlkreise zur Bundestagswahl 2013 (Quelle: Statistisches Bundesamt)

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