
Ingenieur soll Flughafen-Bau voranbringen - Frank Röbbelen wird neuer BER-Chefplaner
Drei Bauleiter hat die Flughafengesellschaft für den Pannen-Airport BER schon verschlissen - nun soll es der Ingenieur Frank Röbbelen richten. Ihn präsentierte die Gesellschaft jetzt als Nachfolger von Kurzzeit-Planungschefin Regina Töpfer, die gefeuert worden war.
Der Ingenieur Frank Röbbelen wird neuer Bauleiter für den Hauptstadtflughafen BER. Er solle auf die bisherige Planungschefin Regina Töpfer folgen, bestätigte Flughafensprecher Ralf Kunkel am Samstag.
Röbbelen war viele Jahre in Bauunternehmen aktiv. Er wird der vierte Projektleiter für den Flughafen-Neubau. Neben Regina Töpfer waren zuvor Manfred Körtgen (2004 bis 2012) und Horst Amann (2012 bis 2013) für das Projekt verantwortlich. Wann genau Röbbelen nun seinen neuen Posten antritt, ist noch nicht bekannt.
Mehdorn hatte Vorgängerin in der Probezeit gefeuert
BER-Chef Hartmut Mehdorn hatte zuvor die bisherige Bauleiterin Regina Töpfer (46) nach nur fünf Monaten gefeuert. Ihr Vertrag wurde nicht über die Probezeit hinaus verlängert. Branchenkreisen zufolge galt Töpfer von Anfang an nur als Übergangslösung. BER-Chef Mehdorn habe seinen Wunschkandidaten Hany Azer wegen dessen zu hohen Gehaltsforderungen nicht beim Aufsichtsrat durchsetzen können, hieß es. Beide hatten bereits beim Bau des Berliner Hauptbahnhofs zusammengearbeitet.
Zweifel an Mehdorns Zeitplan
Wann derneue Flughafen eröffnet werden soll, ist weiterhin offen. BER-Chef Mehdorn will den Bau bis Ende des Jahres weitgehend abschließen. Aufsichtsratschef Klaus Wowereit (SPD) dagegen hatte im Januar erklärt, in diesem Jahr sei mit einem Start des BER nicht mehr zu rechnen. Die Eröffnung sei nach derzeitigem Stand frühestens Ende 2015 wahrscheinlich. Auch am Bau des Flughafens beteiligte Firmen wie Siemens äußerten große Zweifel an Mehdorns Zeitplan. Mehdorn plant, Anfang Juli die ersten Flugzeuge in einem Testbetrieb am Nordpier des BER starten und landen zu lassen. Laut FAZ ist aber unklar, ob er dafür überhaupt die nötigen Genehmigungen vom Verkehrsministerium und der Luftfahrtbehörde bekommen wird.






